Fulufjellet- Nationalpark (Hedmark)

Fulufjellet Nationalpark

Foto: www.nasjonalparkstyre.no

Der Fulufjellet- Nationalpark liegt zwischen dem Ljørdal in der Kommune Trysil (Hedmark) und der schwedischen Grenze. Er umfasst eine große, zusammenhängende, von menschlichen Eingriffen verschont gebliebene Bergkette. Zusammen mit dem Nationalpark Fulufjället auf der schwedischen Seite umfasst das Gebiet ca. 500 km² und ist geprägt von einer einzigartigen und vielfältigen Bergvegetation…

Der Fulufjellet- Nationalpark wurde als 35. Nationalpark Norwegens im April 2012 eröffnet und erstreckt sich über eine Fläche von 82,5 km². Seit über 3.000 Jahre ist das Gebiet westlich der Bergkette besiedelt. Die Menschen lebten von der Jagd, dem Fischfang und der Forstwirtschaft. Spuren der alten Zeit sind überall im Nationalpark zu finden.

Das Bergmassiv Fulufjellet besteht aus Plateau-Bergen mit weiten, flachen Berggipfeln und steilen Berghängen, welche durch häufige Murenabgänge mit Geröll bedeckt sind. Die Höhe variiert zwischen ca. 500 m und 1.000 m, die höchste Erhebung ist der Berg Slottet (1.047 m). Das Gebiet ist geprägt von einer abwechslungsreichen Landschaft. Die dominierende Gesteinsart ist ein rötlicher Sandstein, der viel Quarz enthält und sauer ist.

Auf den kargen Berghängen in Richtung Grenze ist die Vegetation eher spärlich. In den Waldregionen an den Berghängen und in den Schluchten ist eine reichhaltige Flora zu finden. Der Wald besteht zu einem großen Teil aus Kiefern und hat an einigen Stellen Urwaldcharakter. Mehrere Pilz- und Flechtenarten, die auf der Roten Liste stehen, die seltene Orchideenart Blattloser Widerbart und die vom Aussterben bedrohte Frühlings- Kuhschelle wurden im Fulufjellet- Nationalpark gefunden.

Elche und Hasen sind die üblichen Säugetiere im Nationalpark. Schon etwas spezieller ist es, dass alle vier großen Raubtierarten, also Bären, Wölfe, Vielfraße und Luchse, auch hier leben. Von ihnen nimmt der Bär die wichtigste Stellung ein.

Im Park selbst gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten. Die Anfahrt erfolgt über den FV 564, der durch das Ljørdal führt. Eine Reihe alter Fußwege zwischen Norwegen und Schweden durchkreuzen den Park und sind heute als Touristenwege ausgeschildert (Brynvegen, Särnvegen, Drøkkjekjeldvegen und Alterringvegen).

 

Weitere Infos:

www.nasjonalparkstyre.no
 

 

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Ryfylke - Landschaft in Rogaland

Røldal i Ryfylke

Foto: www.nasjonaleturistveger.no

Ryfylke ist eine historische Landschaft in der norwegischen Provinz Rogaland. Eine wunderschöne Natur mit hohen Bergen und tiefen Fjorden prägen die Region. Jede Menge Sehenswürdigkeiten wie der berühmte Preikestolen und der Kjerag erwarten euch. Für Aktivurlauber ergeben sich zahlreiche Angebote wie Kanu oder Kajak fahren, Angeln, Lachssafari, Wellenreiten, Bergklettern, Skilaufen, Radfahren, Wandern und Gleitschirmfliegen…

Ryfylke besteht aus den Gebieten nördlichen und östlichen des Boknafjords inklusive den Inseln im Fjord und dem Fjord selbst. Die Region ist nördlich von Stavanger zu finden. Der alte Ryggjafylki deckte die komplette Provinz Rogaland ab. Die heutigen Grenzen sind unterschiedlich beschrieben, im Allgemeinen werden folgende Kommunen dazugerechnet: Vikedal, Sandeid, Imsland, Sjernarøy, Hjelmeland, Fister, Årdal, Jelsa, Erfjord, Sand, Sauda, Suldal, Strand, Finnøy, Rennesøy, Kvitsøy, Mosterøy, Tysvær und Vats.

Die Landschaft Ryfylkes ist geprägt von hohen Bergen im Landesinneren. Die höchsten und wildesten liegen im nördlichen Teil und sind vulkanischen Ursprungs. Im Süden sind die Erhebungen flacher und sanfter, zum Teil mit Hochebenen. Es ist ein sehr schönes Wandergebiet, das, abgesehen von den Top- Attraktionen wie Preikestolen und Kjerag, eher niedrig frequentiert ist. In die Berge haben sich zahlreiche Arme des Boknafjords ihren Weg gebannt. Neben dem Lysefjord, dem wohl bekanntesten, sind das unter anderem der Høgsfjord, der Sandsfjord und der Vindafjord. Im Inneren des Boknafjords findet ihr eine umfangreiche Inselwelt vor, wovon Rennesøy die größte Insel ist.

Die Region ist dünn besiedelt. Ryfylke hat einen flächenmäßigen Anteil von 59,2 % an der Provinz Rogaland, aber nur rund 12 % der Einwohner leben hier. Im Schatten der großen Einzugsgebiete um Stavanger im Süden und Haugesund im Norden stagniert der Bevölkerungszuwachs. Die größten Städte Ryfylkes sind Jørpeland und Sauda.

Ryfylke ist eines der bedeutendsten Obst- und Gemüseanbaugebiete Norwegens. Viele der zur Zeit des deutschen Kaisers Wilhelm II. eingeführten norddeutschen Obstsorten werden hier angebaut. Das zweitwichtigste Standbein ist die Tierhaltung. Außerhalb der alten Industriestandorte Jørpeland und Sauda gibt es kaum industrielle Produktion.

 

Weitere Infos:

de.regionstavanger-ryfylke.com

 

 

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