Hessdalen-Lichter

Hessdalen-Lichter, Quelle: Flickr

Hessdalen-Lichter, Quelle: Flickr

Im Zentrum Norwegens liegt das kleine Örtchen Hessdalen. Das kleine Tal beheimatet etwa nur 150 Einwohner. Im Sommer verirren sich einige Touristen an diesen Ort. Sie angeln im Gaulafluss nach Lachsen, wandern in den menschenleeren, hügeligen Wäldern oder gehen auf die Jagd.

Seit den 1980er Jahren erregt Hessdalen aber nicht nur mit seiner Natur für Aufsehen. Mit seinen „Hessdalen-Lichtern“ ist dies vor allem für Forscher ein sehr interessanter Ort geworden. UFO-Gläubige sind sich sicher: Außerirdische haben sich gerade diesen gottverlassenen Flecken inmitten der norwegischen Wälder als Ort zum toben ausgesucht. Die Wissenschaftler jedoch winken ab und versuchen seit Jahren eine plausible Erklärung für die seltsamen Lichtformationen am norwegischen Himmel zu finden. Doch trotz der umfangreichen Bemühungen, hinter das Geheimnis der “UFO-Lichter von Hessdalen” zu kommen, bleiben die Lichterscheinungen weiterhin mysteriös.

Hunderte Einwohner und Touristen haben sie gesehen. Leuchtende Kugeln, die nachts über die Wipfel rasen. Kurz aufblinkende Lichter am Boden. Lange in der Luft stehende oder sich langsam und ungerichtet bewegende Kugeln, in deren Innerem sich eine Struktur formt. Kleine zuckende Lichtblitze, aber auch Pkw-große Leuchtbälle, die bis zu zwei Stunden lang am Himmel stehen. Die Hessdalen-Phänomene passen in keine Kategorie.

Die Einwohner freuen sich und ihnen kommen die wundersamen Lichter am Himmel ganz gelegen. Denn in der kleinen Gemeinde, 30 km nördlich von Røros und 120 km südlich von Trondheim, geschieht sonst nicht viel. So sorgen wenigstens UFO-Touristen mit ihren abenteuerlichen Geschichten und Erklärungen in den dunklen Wintermonaten für ein wenig Abwechslung.

Derzeit werden etwa 20 Sichtungen pro Jahr gemeldet. Die Häufigkeit der Sichtungsmeldungen nimmt in der Regel zu, sobald Wissenschaftler vor Ort ist. Das Phänomen tritt in einem etwa 20km langen Gebirgstal auf. Das Areal in dem die Lichter zu sehen sind, misst über 1000 Quadratkilometer und weist keine bekannten “Hot Spots” auf.

Es gibt bereits zahlreiche Ansätze, die die Hessdalen-Lichter erklären sollen, aber noch keine, die allgemeingültig ist. Es bleibt also spannend!

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  1. Thorsten sagt:

    Ufo Blödsinn. Jedes Verhalten oder Erscheinen hat eine Ursache aber wenn man zu blöd ist das zu lösen.
    Hätte ich die Mittel würde ich das Aufklären. Wie ich immer sage logisch Denken logisch Handeln,und da sind wir bei den Problem mit Denken haben es die meisten nicht so.
    Gruß Thorsten

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Das norwegische Erdölmuseum

Norwegisches Erdölmuseum

Norwegisches Erdölmuseum

Stavanger ist das Zentrum der norwegischen Ölindustrie und aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges eine der reichsten und schönsten Städte Norwegens. Es sind alle wichtigen internationalen Ölgesellschaften heute in Stavanger präsent, der staatliche norwegische Ölkonzern Statoil wurde sogar hier gegründet. Es liegt also auch nicht sonderlich fern, wenn in dieser florierenden Öl-Stadt, Norwegens Erdölmuseum seine Heimat hat. Seit der ersten erfolgreichen Ölbohrung 1969 hat keine andere Stadt so sehr vom Ölboom profitiert wie Stavanger.

Das Museum ist ein aufsehenerregender Bau aus Granit und liegt direkt am Wasser. Ein Teil des Museums befindet sich sogar auf dem Wasser. Dieser wurde einer Ölplattform nachempfunden. Im inneren des Museums sieht es ganz ähnlich aus. Auch hier bekommt man ständig den Eindruck vermittelt, sich auf einer echten Bohrinsel zu befinden: dunkle Gänge, eine authentische Geräuschkulisse, sowie nachgebaute Räume. Das Museum informiert auch über den technologischen Fortschritt und darüber, wie das Erdöl die norwegische Gesellschaft beeinflusst hat. Originalobjekte, Modelle, Filme und interaktive Exponate zeigen jeden Blickwinkel von einem Alltag auf der Ölplattform bis zur Technologie und zu dramatischen Unfällen.

1980 kippte die Förderinsel Alexander L. Kielland in die Nordsee. 123 Menschen sind ums Leben gekommen und 89 überlebten die Havarie. Eine ähnliche Situation kann im norwegischen Erdölmuseum erlebt werden. Bei einem Stromausfall und in kompletter Dunkelheit irrt der Besucher über die Plattform, die Sirene heult, überall Hindernisse und ein Hauch von Panik liegt in der Luft. So erlebt man in 5 Minuten den Katastrophenraum in dem Museum. Sogar ein Rettungsschlauch kann in dem Museum ausprobiert werden, der einem Schlauch auf einer Bohrinsel sehr nahe kommt.

Des weiteren zeigt das Erdölmuseum die Technologieentwicklung von den ersten Plattformen, die aus Stahl- und Beton bestanden, bis hin zu modernen Schiffen und Unterwassersystemen. Ein 3D-Film zeigt die Geschichte des Öls, wie es entstand, gefunden, gefördert und verwendet wurde und wird.

Öffnungszeiten:
1. Juni – 21. August: täglich von 10:00 Uhr – 19:00 Uhr
1. September – 31. Mai: Montag – Samstag von 10:00 Uhr – 16:00 Uhr, Sonntags von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr

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