Hotels mit Geschichte laden zu einer Reise in die Vergangenheit

Acht neue Mitglieder meldet der Verband Historischer Hotels und Restaurants Norwegens (“De Historiske”) für das Jahr 2014. Neu zum Verband gehören ab sofort das Hotel “Königs Winger” auf der Festung Kongsvinger in der ostnorwegischen Region Hedmark, das Gästehaus “Åmot Operagard” an der Westküste in der Region Sunnfjord und das “Hotel Erzscheidergården” in der Unesco-Welterbestadt Røros in der Region Trøndelag.

Das Røisheim Hotel am Rande des Jotunheimen-Nationalparks.  Foto: EspenMills/ Tasteofnationaltouristroutes.com

Das Røisheim Hotel am Rande des Jotunheimen-Nationalparks. Foto: EspenMills/ Tasteofnationaltouristroutes.com

Neue Mitglieder sind ferner das “Store Ringheim Hotel und Restaurant” im fjordnorwegischen Voss, das “Røisheim Hotel” in Lom am Rande des Jotunheimen Nationalparks sowie das “Restaurant Maki” in Ålesund an der Westküste. Auch die Restaurants von “Ingierstrand Bad” südöstlich von Oslo und der “Altona Weinbar” in der Hansestadt Bergen gehören nun zu De Historiske.

Bei der Auswahl der Mitgliedshotels legt der Verband besonderen Wert auf die historische Qualität, das heißt, es wird geprüft, ob das heutige Hotel an historischer Stätte steht, ob es weitgehend authentisch erhalten wurde und wie mit die jeweilige Geschichte des Ortes in Ambiente und Konzept eingebunden wird.

Auf der Internet-Seite der Fachzeitschrift Horeca werden in norwegischer Sprache die Kriterien der Auswahl und die Geschichten hinter den geschichtsträchtigen Gastro-Betrieben vorgestellt: www.horecanytt.no – In englischer Sprache kommt dieses Portal von “de historiske” daher, das bei der Wahl einer historischen Unterkunft behilflich ist. http://www.dehistoriske.com/

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Finse

FinseFinse ist in Norwegen ein Gebiet in der Kommune Ulvik. Der Bahnhof von Finse liegt in einer Höhe von 1222 m und ist damit der höchste des gesamten norwegischen Eisenbahnnetzes. Weil es keine öffentlichen Straßen in Finse gibt, ist die Eisenbahn für den Transport von und nach Finse zuständig. Die Bahn gewährleistet die Versorgung mit Nahrung und Material und transportiert auch den Müll ab. Während der Sommermonate ist Finse aber auch zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen. Im Sommer wird es hier bis 30 Grad warm, im Winter bis minus 20 Grad kalt.

Im Winter ist Finse eine beliebte Anlaufstelle für Skisportler. Es wird dort aber auch für Expeditionen und Einsätze des Roten Kreuzes trainiert. Im Sommer ändert sich der Fokus vom Wintersport hin zum Mountain Biking und Wandern. Besonders der Rallarvegen ist eine beliebte Fahrradroute und viele Wanderungen führen zu dem Gletscher Hardangerjøkulen.

Entlang der Bahnschienen gibt es neben dem Bahnhof ein Eisenbahnmuseum, das Hostel Finsehytta, einige private Hütten und das Hotel Finse 1222. Das Hotel hat seinen Namen aufgrund der Höhenlage und ist die wohl luxuriöseste Unterkunft in der Umgebung. Es besticht ganz klar durch seine einzigartige Lage und hat rund 50 Zimmer. 1222 Meter über dem Meer liegen die gut einhundertfünfzig Hütten und Häuser. Die meisten dienen als Ferienwohnungen, es gibt nur eine Handvoll ständiger Bewohner. Die Siedlung zieht sich am Ufer des Finseneset entlang, eines großen, klaren und eiskalten Sees, der mit Schmelzwasser gefüllt ist. Es stammt von den Schneefeldern, die auch im Hochsommer die schroffen, steinigen Hänge teilweise bedecken, vor allem aber vom Jøkulen-Gletscher, der wie eine riesige blauweiße Kuppel das Bergmassiv an der Südseite des Sees bedeckt.

Zunächst wurde die Idee belächelt und als Wahnsinnig abgestempelt, eine Eisenbahn quer über die Berge zu bauen. Letztlich siegte jedoch der Pioniergeist über die Vernunft und etwa 2000 Männer rackerten sich 15 Jahre lang ab, ehe sich 1909 die erste Lok von der größten (Oslo) in die zweitgrößte Stadt (Bergen) Norwegens auf den Weg machte, mit Halt in Finse. Heute ist Finse aber eines der ungewöhnlichsten Reiseziele Norwegens.

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