Norwegische Fahrten nach Island

Die Wikinger stellen lange Zeit den skandinavischen Raum dar. Dabei machen sie eigentlich nur einen sehr kleinen Teil der skandinavischen Bevölkerung aus. Die Angehörigen der Wikinger machen sich oft auf zur See und suchen nach neuen Orten, die sie besiedeln oder plündern können. Besonders von 800 bis 1050 nach Christus ist die Zeit der Wikinger. Auch im norwegischen Gebiet gab es die einen oder anderen Wikingerstämme. Manchen von ihnen wird nachgesagt, nach Island übergesiedelt zu sein.

Einer dieser sagenumwobenden Wikinger ist der Norweger Leif Eriksson. Dessen Familie stammt aus Jaeren im Südwesten von Norwegen. Wegen Totschlages verurteilt musste Leifs Großvater Thorwaldson Norwegen verlassen und wanderte wie viele andere Wikinger nach Island aus. Besonders Thorwaldsons Sohn und Leifs Vater Erik der Rote brachte es zu großem Ansehen und gilt bis heute als einer der größten Wikinger. Leif Eriksson hingegen gilt sogar als der erste Entdecker von Amerika, da dieser sich um 1000 nach Christus zu einer großen Fahrt aufmachte und dabei das Land im Westen entdeckte.

Zwar wird in der Literatur immer wieder davon gesprochen, dass gerade die Norweger im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert Island besiedelten. Doch archäologische Funde lassen etwas anderes vermuten und weisen auf eine frühere Besiedlung des Landes hin. Trotzdem gilt auch hier die Sage vom Norweger Naddoddur. Dieser soll bei einer Fahrt zu den Färöer vom Kurs abgekommen sein und damit mehr ausversehen das Land entdeckt haben. Auch der norwegische Wikinger Floki Vilgerdarson soll einer der ersten nordischen Menschen gewesen sein, die Island besiedelten.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Vøringsfossen - der berühmteste Wasserfall Norwegens

Vøringsfossen

©Foto: Bjørn Andresen / Statens vegvesen

Spektakulär und mit einem lauten Tosen stürzen sich die Wassermassen über den Vøringsfossen 182 m in die Tiefe, die letzten 145 m im freien Fall.
Den wohl berühmtesten Wasserfall Norwegens erreicht ihr über den RV 7, der Oslo und Bergen verbindet. Er befindet sich im westlichen Teil der Hardangervidda

Der Vøringsfossen wurde erst 1821 entdeckt, davor kannten ihn nur die Einheimischen. Professor Christopher Hansteen von der Universität in Kristiania machte sich damals auf den Weg zur Hardangervidda, um astronomische Daten zu sammeln. Dabei stieß er auf den Wasserfall und maß dessen Höhe, indem er Steine hinunterwarf und mit seiner Taschenuhr die Zeit nahm, bis diese ins Wasser fielen. Mit seinem Messergebnis von 280 m lag er zwar nicht ganz richtig, aber er verhalf dem Vøringsfossen zu seinem nationalen Durchbruch als Naturattraktion. Immer mehr Besucher kamen in die Region, um die Naturgewalt zu bewundern.

Der Wasserfall liegt im Verlauf des kleinen Flusses Bjoreio in der Kommune Eidfjord (Hordaland). Der Bjoreio wird zwecks Energiegewinnung oberhalb des Vøringsfossen gestaut. Um den Tourismus weiter aufrecht zu erhalten, wird diese Stauung im Sommer soweit gedrosselt, dass der Wasserdurchfluss 12 m³ pro Sekunde beträgt, was in etwa dem natürlichen gleichkommt.

 

Weitere Infos:
www.nasjonaleturistveger.no/de/vøringsfossen

 

 

© 2002 - 2019 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved