Norwegische Fahrten nach Island

Die Wikinger stellen lange Zeit den skandinavischen Raum dar. Dabei machen sie eigentlich nur einen sehr kleinen Teil der skandinavischen Bevölkerung aus. Die Angehörigen der Wikinger machen sich oft auf zur See und suchen nach neuen Orten, die sie besiedeln oder plündern können. Besonders von 800 bis 1050 nach Christus ist die Zeit der Wikinger. Auch im norwegischen Gebiet gab es die einen oder anderen Wikingerstämme. Manchen von ihnen wird nachgesagt, nach Island übergesiedelt zu sein.

Einer dieser sagenumwobenden Wikinger ist der Norweger Leif Eriksson. Dessen Familie stammt aus Jaeren im Südwesten von Norwegen. Wegen Totschlages verurteilt musste Leifs Großvater Thorwaldson Norwegen verlassen und wanderte wie viele andere Wikinger nach Island aus. Besonders Thorwaldsons Sohn und Leifs Vater Erik der Rote brachte es zu großem Ansehen und gilt bis heute als einer der größten Wikinger. Leif Eriksson hingegen gilt sogar als der erste Entdecker von Amerika, da dieser sich um 1000 nach Christus zu einer großen Fahrt aufmachte und dabei das Land im Westen entdeckte.

Zwar wird in der Literatur immer wieder davon gesprochen, dass gerade die Norweger im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert Island besiedelten. Doch archäologische Funde lassen etwas anderes vermuten und weisen auf eine frühere Besiedlung des Landes hin. Trotzdem gilt auch hier die Sage vom Norweger Naddoddur. Dieser soll bei einer Fahrt zu den Färöer vom Kurs abgekommen sein und damit mehr ausversehen das Land entdeckt haben. Auch der norwegische Wikinger Floki Vilgerdarson soll einer der ersten nordischen Menschen gewesen sein, die Island besiedelten.

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Trampe - ein Fahrradfahrstuhl in Trondheim

Trampe TrondheimDie Trampe – ein Fahrradfahrstuhl in Trondheim, ist die erste ihrer Art und sicher nicht das, was man sich unter einem gewöhnlichen Fahrstuhl vorstellt.

In hügeligen Städten ist der Fahrradverkehr in der Regel niedrig. Dass in der drittgrößten norwegischen Stadt Trondheim trotz vieler Hügel eine große Zahl von Menschen mit dem Rad unterwegs ist, liegt unter anderem am Fahrradlift Trampe. Der Lift ist seit 1993 in Betrieb und absolviert durchschnittlich 20 bis 30.000 Fahrten pro Jahr. Der 130 Meter lange Lift befördert die Radfahrer mit einer Geschwindigkeit von 2 Metern pro Sekunde nach oben und hat eine Kapazität von 300 Radfahrern pro Stunde, alle 12 Sekunden kann der nächste Radfahrer starten. Bisher hat es noch keinen einzigen Unfall gegeben.

Dieser Lift fügt sich ohne große Bauten ins Stadtbild ein, da er nur aus einer kleinen Tal- und Bergstation, sowie einer Schiene am Straßenrand einer Steilstrecke besteht. Entlang der Schiene wird eine Fußplatte gezogen, die an eine Starthilfe für Sprinter auf dem Sportplatz erinnert, auf der man sich mit dem rechten Fuß abstützt. Diese Platte drückt dann den Fahrer mit dem Fahrrad in einer angemessenen Geschwindigkeit die Steigung hinauf. Dieses System soll sich jedoch nur für kurze Strecken eignen, da das Bein sonst zu stark belastet wird.

Dieser Lift und millionenschwere Investitionen in Radverkehrswege und -infrastrukturen haben dafür gesorgt, dass von den 30000 Studenten in Trondheim 90% ihr Fahrrad als Hauptverkehrsmittel nutzen.

Aufgrund neuer Sicherheitsbestimmungen, wurde im Herbst 2012 und Frühling 2013 die Trampe ausgetauscht. Finanziert wurde der Austausch durch das Miljøpakken, einem Zusammenschluss der Kommune Trondheim, dem Verkehrsministerium und der Kommune Sør-Trøndelag. Grob zusammengefasst ist das Ziel des Miljøpakken, den CO2-Austoß zu verringern und unter Anderem, bessere Fahrradwege zur Verfügung zustellen. Die Trampe, vor der Erneuerung, wurde von der Kommune Trondheim und dem Verkehrsministerium finanziert.

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