Norwegische Medienlandschaft

Im internationalen Vergleich befindet Norwegen sich auf Platz zwei der herausgegebenen Zeitungen pro Kopf. Medien scheinen in dem Land, in dem viele Regionen abgelegen und weit entfernt von den Metropolen sind, eine wichtige Rolle zu spielen. Also lohnt sich ein Blick auf die Medienlandschaft Norwegens.

Die drei größten überregionalen Zeitungen sind die Aftenposten, Dagbladet und Verdens Gang. Die letztere ist die größte Zeitung Norwegens. Besonders scheinen auch die kommunalen Zeitungen in Norwegen zu sein. In manchen Regionen gibt es bis zu 25 verschiedene Zeitungen, die zwar nur in geringerer Auflage, dafür aber oft in Dialekten gedruckt werden.

Rundfunk und Fernsehen werden von der norwegischen Fernseh- und Rundfunkgesellschaft dominiert, welche über elf Radio- und zwei TV-Sender verfügt. TV Norge ist einer der ältesten kommerziellen Sender Norwegens und TV2 der größte Fernsehsender des Landes. Ein privater norwegischer Radiosender ist Radio Norge.

Neue Medien, wie Facebook und Blogs lassen das Land scheinbar kleiner werden. Durch die Möglichkeit, sich über das Internet zu erreichen, rücken die abgeschiedenen Regionen scheinbar näher an die norwegischen Städte.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Stadtbummel in Oslo – Die Museumsinsel Bygdøy

Die im Oslofjord gelegene Halbinsel Bygdøy ist nicht nur ein Stadtteil von Oslo sondern beherbergt auch eine ganze Reihe sehenswerter Museen, es gibt Badestrände und sie ist von der Stadtmitte aus sehr gut erreichbar.

Mit dem Fährschiff vom Rathauskai (Rådhusbrygge 3) hat man während der Sommermonate (Abfahrt alle 20 – 30 Minuten) die schönste Anfahrt nach Bygdoy. Die Überfahrt dauert etwa 15 Minuten und das Schiff fährt von Mitte März bis Mitte Oktober. Die restliche Zeit des Jahres kann man den Bus der Linie 30 nehmen, die Fahrzeit beträgt ca. 20 Minuten (ab Haltestelle Nationaltheatret).

Empfehlenswert ist wie bereits gesagt der Besuch der Museen auf Bygdoy, die man getrost als die sehenswertesten der Stadt bezeichnen kann. Für mich ist das schönste Museum das Vikinkskiphuset (Wikingerschiffmuseum), das es mit Recht sogar in die weltweite Liste der 1.000 Orte die man unbedingt sehen sollte geschafft hat. Drei historische Schiffe aus der Wikingerzeit sind dort ausgestellt, von denen man sagt, dass es die am besten erhaltenen Wikingerboote der Welt sind. Die Schiffe sind zeitlich dem 9. Jahrhundert zuzuordnen und wurden in drei verschiedenen Häuptlingsgräbern (Oseberg, Gokstad und Tune) gefunden. Sie wurden seinerzeit den Häuptlingen als Grabbeigabe und Transportmittel für die letzte Reise ins Totenreich mitgegeben.

Vikingskiphuset - Detail eines Schiffes

Vikingskiphuset – Detail eines Schiffes

 

Daher sind in weiteren Ausstellungsräumen neben den Schiffen noch zahlreiche Grabbeigaben aus jenen Gräbern zu bewundern: Man findet unter anderem kleinere Boote, Schlitten, Wagen, Gerätschaften, Werkzeuge, Zaumzeug, Textilien und Haushaltsgegenstände, die ein umfassendes Bild vom Leben und der Kultur in der Wikingerzeit geben.

Ebenfalls mit der seefahrerischen Tradition des Landes befassen sich das Frammuseum, das Norwegische Seefahrtsmuseum (Norsk Maritimt Museum) und das Kon-Tiki-Museum. Das Freilichtmuseum „Norsk Folkemuseum“ (das eine umfassende Sammlung etwa vom 15. Jahrhundert bis heute bietet) soll nicht unerwähnt bleiben und auch ein Lustschloss des Königs Oskar I (Oskarshall) findet sich auf der Halbinsel, die im Übrigen mit Fuß- und Radwegen sehr gut erschlossen ist, so dass man für einen Ausflug nach Bygdoy gut auf das Auto verzichten kann.

Blick auf Okarshall

Blick auf Oskarshall

 

Darüber hinaus befinden sich an der südlichen Seite der Halbinsel, dem so genannten „Huk“(dort gibt es auch ein sehr schönes Restaurant direkt am Strand), mehrere kleinere Strände und Badestellen, darunter auch ein FKK-Strand. So wird Bygdoy auch von den Osloern gern und oft als Naherholungsgebiet genutzt.

© 2002 - 2018 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved