Norwegische Medienlandschaft

Im internationalen Vergleich befindet Norwegen sich auf Platz zwei der herausgegebenen Zeitungen pro Kopf. Medien scheinen in dem Land, in dem viele Regionen abgelegen und weit entfernt von den Metropolen sind, eine wichtige Rolle zu spielen. Also lohnt sich ein Blick auf die Medienlandschaft Norwegens.

Die drei größten überregionalen Zeitungen sind die Aftenposten, Dagbladet und Verdens Gang. Die letztere ist die größte Zeitung Norwegens. Besonders scheinen auch die kommunalen Zeitungen in Norwegen zu sein. In manchen Regionen gibt es bis zu 25 verschiedene Zeitungen, die zwar nur in geringerer Auflage, dafür aber oft in Dialekten gedruckt werden.

Rundfunk und Fernsehen werden von der norwegischen Fernseh- und Rundfunkgesellschaft dominiert, welche über elf Radio- und zwei TV-Sender verfügt. TV Norge ist einer der ältesten kommerziellen Sender Norwegens und TV2 der größte Fernsehsender des Landes. Ein privater norwegischer Radiosender ist Radio Norge.

Neue Medien, wie Facebook und Blogs lassen das Land scheinbar kleiner werden. Durch die Möglichkeit, sich über das Internet zu erreichen, rücken die abgeschiedenen Regionen scheinbar näher an die norwegischen Städte.

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Finse

FinseFinse ist in Norwegen ein Gebiet in der Kommune Ulvik. Der Bahnhof von Finse liegt in einer Höhe von 1222 m und ist damit der höchste des gesamten norwegischen Eisenbahnnetzes. Weil es keine öffentlichen Straßen in Finse gibt, ist die Eisenbahn für den Transport von und nach Finse zuständig. Die Bahn gewährleistet die Versorgung mit Nahrung und Material und transportiert auch den Müll ab. Während der Sommermonate ist Finse aber auch zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen. Im Sommer wird es hier bis 30 Grad warm, im Winter bis minus 20 Grad kalt.

Im Winter ist Finse eine beliebte Anlaufstelle für Skisportler. Es wird dort aber auch für Expeditionen und Einsätze des Roten Kreuzes trainiert. Im Sommer ändert sich der Fokus vom Wintersport hin zum Mountain Biking und Wandern. Besonders der Rallarvegen ist eine beliebte Fahrradroute und viele Wanderungen führen zu dem Gletscher Hardangerjøkulen.

Entlang der Bahnschienen gibt es neben dem Bahnhof ein Eisenbahnmuseum, das Hostel Finsehytta, einige private Hütten und das Hotel Finse 1222. Das Hotel hat seinen Namen aufgrund der Höhenlage und ist die wohl luxuriöseste Unterkunft in der Umgebung. Es besticht ganz klar durch seine einzigartige Lage und hat rund 50 Zimmer. 1222 Meter über dem Meer liegen die gut einhundertfünfzig Hütten und Häuser. Die meisten dienen als Ferienwohnungen, es gibt nur eine Handvoll ständiger Bewohner. Die Siedlung zieht sich am Ufer des Finseneset entlang, eines großen, klaren und eiskalten Sees, der mit Schmelzwasser gefüllt ist. Es stammt von den Schneefeldern, die auch im Hochsommer die schroffen, steinigen Hänge teilweise bedecken, vor allem aber vom Jøkulen-Gletscher, der wie eine riesige blauweiße Kuppel das Bergmassiv an der Südseite des Sees bedeckt.

Zunächst wurde die Idee belächelt und als Wahnsinnig abgestempelt, eine Eisenbahn quer über die Berge zu bauen. Letztlich siegte jedoch der Pioniergeist über die Vernunft und etwa 2000 Männer rackerten sich 15 Jahre lang ab, ehe sich 1909 die erste Lok von der größten (Oslo) in die zweitgrößte Stadt (Bergen) Norwegens auf den Weg machte, mit Halt in Finse. Heute ist Finse aber eines der ungewöhnlichsten Reiseziele Norwegens.

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