Olav Nils Sunde – Der Kopf hinter der Color Line

Olav Nils Sunde - Quelle: Sunpor

Olav Nils Sunde – Quelle: Sunpor

Olav Nils Sunde wurde 1952 in der norwegischen Hafenstadt Ålesund geboren. Bereits seit seiner Geburt, ist er eng mit der Schifffahrt verbunden, denn er wurde in eine Reederfamilie hinein geboren.

Zusammen mit seinem Bruder hat er die Brødr. Sunde AS geerbt, die 1917 in ihrer Heimatstadt gegründet wurde. Doch Sunde wollte mehr und gründete 1988 seine Holding company O. N. Sunde. Damit beteiligte sich Olav Nils Sunde an mehreren norwegischen Unternehmen oder übernahm sie gar gänzlich. Eines dieser Unternehmen ist die Color Group ASA, zu dem die Color Line AS gehört. 1998 übernahm Sunde alle Anteile und ist seit dem alleiniger Eigentümer des Fährunternehmens. Im selben Jahr versuchte der Investor eine Fluggesellschaft mit dem Namen Color Air zu etablieren. Doch sie musste Konkurs anmelden. Die Konkurrenten SAS und Braathens SAFE waren einfach zu stark. Sundes Fluggesellschaft galt als eine der ersten norwegischen „Billig-Airlines“ und war das Vorbild für die etablierte Fluglinie Norwegian.

Dieses gescheiterte Projekte machte ihm schwer zu schaffen. Der Fährenmilliardär kaufte daraufhin eine Challenger 604, ein Privatflugzeug des kanadischen Herstellers Bombardier. Dieser Jet sollte aber nicht nur ihn befördern, sondern auch Geld einbringen, schließlich hat das Gefährt stolze 200 Millionen Kronen gekostet. Das Flugzeug wird an die norwegische Privat-Airline Sundt Air verliehen. Sie ist für die Wartung und den weiteren kommerziellen Verleih zuständig. In der Zeit, in der Olav Nils Sunde das Flugzeug nicht benötigt, wird es somit gewinnbringend an wohlhabende Firmen oder Privatpersonen weitervermietet.

Neben der Color Line ist er Eigentümer der Gresvig Retail Group AS, zu der u.a. mehrere Ketten der Modeindustrie gehören, und des österreichischem Unternehmens Sunpor. Die Color Line ist jedoch das wertvollste Unternehmen, das zu seinem Portfolio gehört.

Der Investor lebt mit seiner Familie in einer Villa in der Nähe vom Holmenkollen in Oslo, die er 1994 kaufte. Vor kurzem kaufte er aber auch vier zusammengelegte Wohnungen im brandneuen Osloer Viertel Tjuvholmen, es liegt direkt an der Waterkant. Von hier aus kann der Reeder seine zwischen Oslo und Kiel pendelnden Schiffe ein- und auslaufen sehen.

Sundes Vermögen beläuft auf rund 1 Milliarde Euro. Sicherlich war dieses eines der Gründe, weshalb der Fußballfreund seinem Lieblingsclub in Ålesund ein neues Fußballstadion geschenkt hat. Natürlich heißt es Color Line Stadion.

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Beerensaison in Norwegen

Die Beerensaison in Norwegen ist ein Genuss. Der etwas kühlere Sommer lässt die Beeren langsamer reifen und entwickeln so eine wundervolle Süße und Geschmack. Die Beerensaison beginnt etwa im späten Juni mit Erdbeeren und endet etwa Mitte Oktober mit schwarzen Johannisbeeren.

Es gibt so einige leckere Beeren in der Blütezeit zwischen zwischen Juni und Oktober, die sich natürlicherweise in den Wäldern pflücken lassen und in der Zeit beginnt ebenfalls die Saison von frischen Desserts. Hier sind einige von ihnen:

Erdbeeren ()

Norwegische Erdbeeren sind aufgrund ihres süßen Geschmackes, und natürlich aufgrund der großen Nachfrage, etwas teurer. Sie sehen meist nicht so perfekt aus wie die Erdbeeren von deutschen Bauern, werden aber reif gepflückt und haben deshalb innen eine schöne Röte. Die Erdbeeren werden in Norwegen meist mit etwas Zucker und Schlagsahne gegessen. Sie dienen außerdem als Deko für Sahnekuchen und viele Norweger bauen auch ihre eigenen Erdbeeren an. Einmal im Jahr haben Einkaufsläden Sonderangebote und die Leute stehen Schlange um Körbe von Erdbeeren zu kaufen. Einige werden dann eingefroren und erst zur Weihnachtszeit wieder aufgetaut. In der Regel findet man an einigen Ecken auch Straßenverkäufer, die Erdbeeren verkaufen.

Moltebeeren (Molte)

Moltebeeren sind der absolute Favorit in Norwegen und damit auch die teuersten. Im vergangenen Jahr lag der Preis bei 350 NOK (ca. 45 EUR) pro Kilo. Ihr Spitzname ist „Arktisches Gold“, „Gold“ aufgrund ihrer Farbe. Doch heute hat sie ihren Spitznamen wohl eher des Preises wegen. Molte wachsen nur in der Wildnis und jemand muss Berge besteigen, durch Sümpfe wandern und sich mit Moskitos anlegen um diese Beeren zu ernten. Es wurde schon viel an der Moltebeere geforscht, man ist sich aber noch immer nicht ganz sicher ob die Pflanze durch die Luft oder Insekten bestäubt werden. Die Beeren benötigen jedoch viel wärme während der Saison und viel Sonne für den Reifeprozess damit sie perfekt schmecken. Moltebeeren sind so empfindlich, dass sie nach dem Pflücken nicht gewaschen werden dürfen, da sie sonnten zerfallen würden. Der Geschmack der Beere geht von sauer-bitter über in apfelsüß. Sie werden ebenfalls häufig mit Sahne, aber auch zu Eis und Joghurt gegessen.

Blaubeeren (Blåbær)

Auch bekannt unter „Arktische Blaubeere“ und sie wachsen ebenfalls in vielen Wäldern Norwegens. Sie lassen sich in feuchten Wäldern, gewöhnlich am Hang gelegen pflücken. Noch an der Pflanze ist ihre Farbe Dunkelblau und nach dem Pflücken werden sie schwarz. Innen ist die Beere Lila und aus deshalb wird sie des öfteren zum Färben von Lebensmitteln verwendet. Es ist bekannt, dass die Blaubeeren während der Grippezeit sehr gut für den Körper sind. Die im Wald gepflückten Beeren enthalten viel mehr Vitamine und Omega 3 als die im Geschäft gekauften Beeren und Lachs. Die Blaubeeren gibt es in Norwegen in Überfluss und sind leicht zu pflücken. Es gibt sogar extra Beerenpflückgeräte. Sie helfen beim pflücken, sammeln aber auch viel Gestrüpp mit ein und können die Beeren und Felder etwas beschädigen. Besonders gerne werden die Beeren auf selbst gemachten Waffeln mit Sahne und etwas Erdbeersoße gegessen.

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