Saltstraumen – der stärkste Gezeitenstrom der Erde

Saltstraumen

Foto: dagbladet.no

Etwa 30 km östlich von Bodø (Nordland) ist eine ganz besondere Naturattraktion zu finden – der Saltstraumen. Es handelt sich hierbei um den stärksten Gezeitenstrom der Welt. Alle 6 Stunden ist das Phänomen zu bewundern. Donnernd bahnen sich ca. 400 Mio. m³ Wasser ihren Weg durch eine 3 km lange und nur 150 m breite Meeresenge und erreichen dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 20 Knoten…

Der Saltstraumen fließt zwischen den beiden zur Kommune Bodø gehörenden Inseln Straumøya und Godøya und verbindet den Saltfjord mit dem Skjerstadfjord. Am stärksten zeigt sich der Gezeitenstrom bei Neu- und bei Vollmond.
Durch die ständige Bewegung des Wassers ist dieses sehr nährstoffreich und voll mit Fischködern. Die Ufer sind entsprechend gesäumt von Anglern, die hauptsächlich Dorsche an Land ziehen. Aber auch Taucher haben den Saltstraumen wegen seiner einzigartigen Unterwasserwelt für sich entdeckt.
National Geographic und der WWF haben den Saltstraumen zu einem der Wild Wonders of Europe ernannt.

Am Fuß der Brücke über den Strom findet ihr das Touristencenter Magic Saltstraumen mit dem obligatorischen Souvenirshop, Ausstellungen und Filmvorführungen. Täglich gibt es Bootstouren, die die Passagiere an den großen Wirbel vorbeiführen. Diese sind auch in Deutsch oder Englisch buchbar.
 

 

Weitere Infos:
www.visitbodo.com
www.polartours.no

 

 

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Færder- Nationalpark (Vestfold)

Færder- Nationalpark

Foto: ferdernasjonalpark.no

Der Færder- Nationalpark ist eine der artenreichsten Biosphären in der norwegischen Natur. Geformt durch diverse Vulkanausbrüche, Erdrutsche und den Eiszeiten ist das Gebiet weltweit so gut wie einzigartig. Viele Spuren weisen auf eine schon frühe Besiedlung durch Menschen hin. Heute ist die Gegend als Erholungs- und Feriengebiet sehr beliebt. Zahlreiche Outdoor- Aktivitäten für Groß und Klein bieten sich an…

Der Færder- Nationalpark wurde 2013 eröffnet und erstreckt sich über die Kommunen Nøtterøy und Tjøme (Vestfold). Seine Gesamtfläche beträgt 340 km², wovon gerade einmal 15 km² Landfläche sind. Der Rest liegt unter Wasser. Direkt östlich grenzt der Ytre Hvaler- Nationalpark an. Der Schärengarten im Oslofjord, der den Park ausmacht, ist seit ca. 4.000 Jahren besiedelt. Die Inseln waren fast alle bis ins 19. Jahrhundert ständig bewohnt. Die Spuren der alten Häuser und Gärten sind überall zu finden. In Mellom Bolæren sind gut erhaltene Grabstellen aus dem Bronzealter zu bestaunen. Zudem bietet der Nationalpark einen Einblick in fast 300 Jahre Leuchtturmgeschichte auf den Inseln Fulehuk, Store Færder und Tristein. Heute werden die Inseln als Weidegebiete für Rinder und Schafe benutzt, und der Tourismus spielt eine große Rolle. Camping, Rad- und Wandertouren, Bootsfahrten, Tauchen, Kanu- oder Kajakfahrten – es gibt viele Möglichkeiten und viele Unterkünfte im und in direkter Nähe zum Park.

Das Unterwassergebiet des Færder- Nationalpark ist sehr unterschiedlich – von seichten, flachen Stellen im Schärengarten bis zu Tiefseegebieten weiter draußen im Oslofjord. Im seichteren Wasser wachsen üppige Algenwälder, die wichtig sind für den Fischnachwuchs. In der Tiefe sieht der Meeresboden ganz anders aus. Große, felsige Hügel und dazwischen weite Täler mit weichem, sandigem Boden prägen das Bild. Stellenweise wird eine Tiefe bis zu 340 m erreicht. Die weichen Bodenbereiche sind für Garnelen, Krebse, Seesterne und andere Weichtiere ideal.

Der Færder- Nationalpark ist die Heimat für zahlreiche Pflanzen- und Insektenarten. 309 von ihnen stehen auf der Roten Liste und sind vom Aussterben bedroht. Die Vogelwelt wird von Seevögeln dominiert, aber Sing- und Raubvögel nisten hier. Zudem ist das Gebiet eine wichtige Zwischenstation für Zugvögel. Am äußeren Rand des Archipels sind Seehunde ansässig.

 

Weitere Infos:

ferdernasjonalpark.no

 

 

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