Bodø – die Hauptstadt Nordlands

Bodø

Foto: www.visitbodo.com

Bodø ist die Hauptstadt der nordnorwegischen Provinz Nordland und das administrative Zentrum der gleichnamigen Kommune. Sie ist eine der quirligsten Städte des Nordens, die ihre Besucher einlädt zu traumhaften Naturerlebnissen und magischen Lichterscheinungen, ertragreichen Angeltouren, Bergwandern und Mountainbiking sowie Kultur- und Sportveranstaltungen, Festivals und kulinarischen Highlights der Region.

Bodø liegt knapp 200 km nördlich des Polarkreises und hat 39.384 Einwohner (Stand 01.01.2014), die auf einer Fläche von 1.393 km² leben. Die Stadt wird täglich von der nord- und der südgehenden Route der Hurtigruten angelaufen. Die Haupteinnahmequellen sind das Dienstleistungsgewerbe, die Streitkräfte und die öffentliche Verwaltung. Die Universitetet i Nordland (UiN) hat hier ihren Hauptstandort. Etwa 5.000 Studenten wohnen in der Stadt.

Die ersten Spuren der Besiedlung des Küstenabschnitts, an dem heute Bodø zu finden ist, werden auf 10.000 Jahre zurück datiert. Nennenswert ist aber erst die Verleihung des Stadtrechts im Jahre 1816. Damals lebten 55 Einwohner in Bodø. In den 1860er Jahren brachten riesige Heringsschwärme Reichtum in die Stadt, und die Bevölkerungszahl stieg rasch an. 1885 konnte der Ort 2.695 Einwohner vorweisen. Im II. Weltkrieg legten deutsche Bomben 2/3 des Stadtgebiets in Schutt und Asche. Das historische Stadtzentrum wurde komplett zerstört. Mit dem Neuaufbau und durch den Zusammenschluss mit Nachbargemeinden wuchs Bodø langsam zur größten und bedeutendsten Stadt Nordlands.

Bodø liegt an der Küste auf einer Halbinsel, die in den Vestfjord hineinragt. Vor der Küste sind jede Menge Inseln und Schären zu finden. Hinter dem Küstenstreifen, auf dem sich das Stadtgebiet erstreckt, erfolgt ein abrupter Übergang zu hohen Bergketten mit abgerundeten und teilweise wilden und zerklüfteten Gipfeln. Die Kommune Bodø ist bekannt für den dichtesten Seeadlerbestand der Welt. Vom 02. Juni bis zum 10. Juli könnt ihr hier die Mitternachtssonne genießen. Die Polarnacht dauert vom 15. bis zum 29. Dezember an.

Weitere Infos:
www.visitbodo.com
bodo.kommune.no

 

 

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Sassen-Bünsow Land- Nationalpark (Spitzbergen)

Sassen-Bünsow Land

Foto: www.miljodirektoratet.no

Das Sassen-Bünsow Land ist geprägt von Flüssen, dem gewaltigen Sassental und dem Tempelfjord. An der Nordseite des Sassentals gibt es mehrere markante Schluchten und einen der höchsten Wasserfälle Svalbards. Weite Flächen des Tals sind aktive Feucht- und Auengebiete mit geschlossener Vegetation, die einen wichtigen Lebensraum für Wattvögel bilden…

Der Sassen-Bünsow Land- Nationalpark liegt im Innersten des Isfjords und bedeckt eine Gesamtfläche von
1.230 km², wovon 73 km² Wasserfläche sind. Gegründet wurde der Park 2003.

An der Mündung des Sassen- Flusses in den Tempelfjord befindet sich Fredheim, eine alte Trapperstation, die der Jäger Hilmar Nøis 1924 aufbaute. Er lebte hier 38 Jahre lang. Weitere Spuren menschlicher Niederlassungen sind im Park zu finden, unter anderem in der Gipsvika.

Die Felsformation Templet (der Tempel) mit ihren charakteristischen horizontalen Gesteinslagen ist ein beliebtes Fotomotiv. Die Umgebung ist geprägt von quartären Elementen wie marine Ablagerungen, Flussanschwämmungen und strukturierte Böden.
Das Sassental ist lang und breit und hat weite zusammenhängende Vegetationsflächen, die in den Überflutungsgebieten der Flüsse zu finden sind. Der Boden ist kalkhaltig und bildet eine gute Grundlage für Pflanzen, die Kalk beanspruchen. Viele von ihnen stehen unter Naturschutz. Einige Arten kommen in Europa nur hier auf Spitzbergen vor.

Der Tempelfjord ist ein wichtiges Areal für die Ringelrobbe. Der Nationalpark verfügt über eine rege Vogelwelt. Gänse, Möwen und diverse Wattvogelarten nisten hier. Besonders dominant ist der Eissturmvogel. Auch das Svalbardren, der Polarfuchs und das Alpenschneehuhn haben sich im Sassen-Bünsow Land angesiedelt.

Insbesondere im Winter organisieren mehrere Tourismusagenturen Schneescooter- Touren zum Tempelfjord und auf den Gletscher Von Postbreen im Osten des Parks. Einige führen auch von der West- bis zur Ostküste der Insel durch den Nationalpark hindurch.
Ein Segelschiff liegt im Tempelfjord und ist im Winter eingefroren. Es wird für die geführten Touren als Ess- und Schlafstätte genutzt – ein ganz besonderes Erlebnis auf Spitzbergen.

 

Weitere Infos:

www.miljodirektoratet.no

 

 

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