Seilbahn in Tromsø

Tromsø Fjellheis - Wikipedia

Seilbahn in Tromsø – Wikipedia

Die Seilbahn in Tromsø wurde von den Gebrüdern Jakobsens  gebaut. Die beiden Brüder sind häufig auf Expeditionen und zum fischen in der Antarktis und Arktis gewesen, woher auch die Motive für die Flagge und Gondeln stammen. Auf ihnen ist ein Seehund und Eisbär zu sehen.

Der Bau der Anlage hat 1958 begonnen. In der Bauphase diente ein extra auf der Südseite montierter Arbeitsfahrstuhl, für den Transport von Materialien und Ausrüstung. Die Arbeiter mussten jedoch den weiten Weg zu Fuß gehen, denn eine Personenbeförderung war nicht gestattet.

Am 22. Februar 1961, nur wenige Monate nach der Eröffnung der Tromsøbrücke, wurde auch die Seilbahn eröffnet. Um Punkt 11 Uhr eröffnete der Bankchef Anton Jakobsen die Seilbahn in Tromsø. In Zusammenarbeit mit der Airline SAS wurden Gäste und Presse aus dem In- und Ausland eingeladen, die Schulkinder mussten nicht zum Unterricht und haben zusammen mit dem Tromsdal Schulchor Lieder gesungen. Der Warteraum war bis auf den letzten Platz besetzt.

Bereits im ersten Jahr benutzten 52.621 Personen die Seilbahn in Tromsø. Um den Gästen den Aufenthalt auf dem Berg etwas zu versüßen, erfolgte im Sommer 1961 der Bau einer Berghütte mit Restaurant. Einer ihrer ersten Besucher ist der damalige norwegische König Olav gewesen.

Neben all dem Erfolg dieser kleinen, aber doch irgendwie recht großen Attraktion, hat 1979  ein Brand in der Berghütte für viel Frust gesorgt. Das gesamte Restaurant ist in der Nacht zum 10. Juni ausgebrannt. Die Sommersaison war daraufhin gelaufen. Den Besuchern genügte nicht nur die großartige Aussicht. Ein Abstecher in das Restaurant gehörte für sie ebenso dazu. Zum Winter relativierte sich sich die Zahl der Passagiere. Sicherlich war das Nordlicht daran beteiligt. Dort oben auf dem Berg kann man die Lichter der Stadt, gepaart mit dem Nordlicht, aus einer einzigartigen Perspektive bestaunen. Eine neue Berghütte mit Restaurant ließ lange auf sich warten. Es hat ganze 13. Jahre gedauert bis 1992 ein neues Gebäude errichtet wurde.

Die Seilbahn liegt in Tromsø im Tromsdalen und führt vom Solliveien hoch zum Storsteinen. Die untere Station liegt 50 Meter und die obere ganze 421 Meter über dem Meeresspiegel. Die fahrt nach oben dauert nur etwa 4 Minuten. Die obere Station ist eine sehr beliebte Touristenattraktion und bietet eine wunderschöne Aussicht über Tromsø und die im Umkreis liegenden Inseln. Viele Passagiere nutzen die Station aber auch als Ausgangspunkt für eine Bergwanderung wie z.B. zum Tromsdalstinden. Der Berg bietet eine Höhe 1238 Metern.

Für gewöhnlich ist die Seilbahn in Tromsø ganzjährig geöffnet. Vom 1. Januar – 28. Februar von 11.00 – 22.00 Uhr und ab dem 1. März von 10 – 22 Uhr. Erwachsene zahlen 140 NOK, Kinder 60 NOK, Rentner und Studenten 110 NOK und eine Familie (2 Erwachsene, 2 Kinder) 330 NOK.

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Stabkirchen

Stabkirche Heddal Wikipedia, Micha L. Rieser

Stabkirche Heddal
Wikipedia, Micha L. Rieser

Norwegens wichtigster Beitrag zum Weltkulturerbe sind wohl seine Stabkirchen. Im Mittelalter, als in anderen Teilen Europas riesige Kathedralen aus Stein gebaut wurden, hat sich in Norwegen eine ähnliche Technik bei der Holzbauweise entwickelt. Schiffsbau und Hausbau in der Wikingerzeit führten zur Technik und Tradition, Kunst mit Holzschnitzereien zu verbinden. Dies spiegelt sich in der Bauweise der Stabkirchen wieder.

Ursprünglich gab es in Norwegen etwa 700-850 Stabkirchen, die zwischen dem 11. und 13. Jh. Erbaut wurden, heute gibt es nur noch rund 30. Die geringe Anzahl kam durch Verfall, Abbruch und Zerstörung durch Blitzschlag und Feuer. Viele waren auch so umgebaut worden, dass sie kaum noch als Stabkirchen erkennbar sind. 1905 wurden die verbleibenden Kirchen unter Denkmalschutz gestellt.

Ihren Namen haben Sie aufgrund Ihrer Bauweise bekommen. Denn die Holzbalken, Pfähle oder Stäbe werden nicht, wie bei der gewöhnlichen Blockbauweise horizontal verlegt, sondern senkrecht. Die Dächer werden durch freistehende Eckpfeilern getragen und durch senkrechte Stabplanken wird die Verkleidung geschlossen.

Norwegens meistbesuchte Stabkirche ist gleichzeitig die größte. Sie befindet sich in der Telemark, in Heddal. Ganze 26 Meter ist sie hoch und ca. 20 Meter lang und wurde in der Zeit von 1147 bis 1242 gebaut. Sehenswert sind die reichhaltigen Verzierungen der Türrahmen aus dem 13. Jahrhundet. Im Kircheninneren findet man zahlreiche aufwendige Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert. Der sogenannnte Bischofsstuhl stammt aus der gleichen Zeit. Bis zur Restaurierung im 19. Jahrhundert war die Kirche fast Fensterlos und verfügte nur über einige Luftschlitze. Die Kirche ist dreischiffig und hat eine halbrunde Apsis und ist von einem Laubengang umgeben.

Die Kirche kann ganzjährig besucht werden und in unmittelbarer nähe der Stabkirche findet man eine Ausstellung wo viele interessante Fakten und Austellungsstücke bewundern kann. Der Besuch der Ausstellung ist gratis.

Die älteste Stabkirche Norwegens ist die Urnes Stabkirche in Luster am Sognefjord. Als einzige Stabkirche steht sie auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

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