Trampe – ein Fahrradfahrstuhl in Trondheim

Trampe TrondheimDie Trampe – ein Fahrradfahrstuhl in Trondheim, ist die erste ihrer Art und sicher nicht das, was man sich unter einem gewöhnlichen Fahrstuhl vorstellt.

In hügeligen Städten ist der Fahrradverkehr in der Regel niedrig. Dass in der drittgrößten norwegischen Stadt Trondheim trotz vieler Hügel eine große Zahl von Menschen mit dem Rad unterwegs ist, liegt unter anderem am Fahrradlift Trampe. Der Lift ist seit 1993 in Betrieb und absolviert durchschnittlich 20 bis 30.000 Fahrten pro Jahr. Der 130 Meter lange Lift befördert die Radfahrer mit einer Geschwindigkeit von 2 Metern pro Sekunde nach oben und hat eine Kapazität von 300 Radfahrern pro Stunde, alle 12 Sekunden kann der nächste Radfahrer starten. Bisher hat es noch keinen einzigen Unfall gegeben.

Dieser Lift fügt sich ohne große Bauten ins Stadtbild ein, da er nur aus einer kleinen Tal- und Bergstation, sowie einer Schiene am Straßenrand einer Steilstrecke besteht. Entlang der Schiene wird eine Fußplatte gezogen, die an eine Starthilfe für Sprinter auf dem Sportplatz erinnert, auf der man sich mit dem rechten Fuß abstützt. Diese Platte drückt dann den Fahrer mit dem Fahrrad in einer angemessenen Geschwindigkeit die Steigung hinauf. Dieses System soll sich jedoch nur für kurze Strecken eignen, da das Bein sonst zu stark belastet wird.

Dieser Lift und millionenschwere Investitionen in Radverkehrswege und -infrastrukturen haben dafür gesorgt, dass von den 30000 Studenten in Trondheim 90% ihr Fahrrad als Hauptverkehrsmittel nutzen.

Aufgrund neuer Sicherheitsbestimmungen, wurde im Herbst 2012 und Frühling 2013 die Trampe ausgetauscht. Finanziert wurde der Austausch durch das Miljøpakken, einem Zusammenschluss der Kommune Trondheim, dem Verkehrsministerium und der Kommune Sør-Trøndelag. Grob zusammengefasst ist das Ziel des Miljøpakken, den CO2-Austoß zu verringern und unter Anderem, bessere Fahrradwege zur Verfügung zustellen. Die Trampe, vor der Erneuerung, wurde von der Kommune Trondheim und dem Verkehrsministerium finanziert.

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Langsua-Nationalpark (Oppland)

Langsua NP

Foto: www.miljodirektoratet.no

Der Langsua-Nationalpark in der Nähe von Lillehammer ist geprägt von einer ruhigen Hügellandschaft mit alten Fichten- und Birkenwäldern, Geröllhängen sowie weiten Ebenen mit Sumpf- und Moorgebieten. Weit ab von menschlichen Behausungen und Straßen ist der Park ein beliebtes Erholungsgebiet. Jagen, Angeln, Wandern und Skifahren sind beliebte Aktivitäten.

Der Langsua-Nationalpark entstand aus dem Ormtjernkampen-Nationalpark. Jener war mit 9 km² Norwegens kleinster Nationalpark und einer der ersten, 1968 eröffnet. Mehr als vierzig Jahre später beschloss die Regierung, diesen Park zu erweitern und umzubenennen. 2011 wurde der Langsua-Nationalpark etabliert, der nun eine Fläche von 537,1 km² bedeckt und sich über die Kommunen Gausdal, Øystre Slidre, Nord-Aurdal, Nordre Land, Sør-Fron und Nord-Fron (alle Oppland) erstreckt.

Das Gebiet des ehemaligen Ormtjernkampen-Nationalparks ist ein Urwaldgebiet, wo Pflanzen und Tiere sich frei entfalten konnten. Hier stehen lebende neben toten Bäumen in einem alpinen Klima mit kühlen Sommern und kalten Wintern. An geschützten Orten mit hoher Luftfeuchtigkeit gedeihen viele Moos- und Pilzarten, die typisch sind für Urwälder. Das ist auch für Norwegen relativ ungewöhnlich und selten.

Durch die Ausweitung des Parks wurde dieser abwechslungsreicher mit Sumpf- und Feuchtgebieten, alten Bergnadel- und üppigen Birkenwäldern. Viele Pflanzen- und Tierarten haben sich hier angesiedelt, mehrere von ihnen stehen auf der Roten Liste. Luchs und Vielfraß leben in Langsua, von Zeit zu Zeit streifen Bären und Wölfe durch die Gegend. Die Artenvielfalt der Vögel, insbesondere der Sumpf- und Wattvögel, ist beeindruckend.

Der Langsua-Nationalpark ist ein Gebiet, das seit langer Zeit als Weidegebiet genutzt wird. Spuren der Jagd und Tierhaltung, die mehrere Jahrtausende alt sind, sind wichtige Kulturdenkmäler und im ganzen Park zu finden.

Es gibt ein gut ausgebautes und benutztes Wanderwege- bzw. Loipennetz im Park. Wollt ihr jagen oder fischen, braucht ihr eine entsprechende Genehmigung. Mehrere Hütten bieten sich zur Übernachtung an. Allein der DNT hat sechs unbewirtschaftete und eine (Liomseter) bewirtschaftete Hütte in der Gegend.

 

Weitere Infos:

www.nasjonalparkstyre.no

 

 

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