Trollfjell Geopark (Mittelnorwegen)

Trollfjell Geopark

Foto: www.trollfjellgeopark.no

Der Trollfjell Geopark ist in Mittelnorwegen zu finden und zeichnet sich durch ein geologisches Naturerbe von nationaler und internationaler Bedeutung aus. Hier könnt ihr sehen und verstehen, wie die Geologie und mehrere Eiszeiten das Land geformt und einen einzigartigen Küstenstreifen hinterlassen haben. Dieser ist die Grundlage dafür, dass seit der Steinzeit Menschen in dieser Region sesshaft wurden und die typische Küstenkultur entstand…

2013 wurde der Trollfjell Geopark etabliert. Er umfasst sechs Kommunen – Brønnøy, Vega, Vevelstad, Sømna, Bindal (alle Nordland) und Leka (Nord-Trøndelag). Seine Fläche beträgt insgesamt 10.082 km². Davon entfallen 6.763 km² (67%) auf das Meer, 3.319 km² (33%) sind Landfläche. Die Grenzen entsprechen den kommunalen Grenzen. 2015 wurde der Antrag eingereicht, den Park in die Liste der UNESCO Global Geoparks aufzunehmen.

Seit Generationen gilt die Küstenlandschaft von Leka im Süden des Trollfjell Geoparks bis Vevelstad im Norden als außerordentlich schöne und fruchtbare Landschaft. Das Klima, der Boden, die Meeresressourcen, die Topographie und die einzigartige Kulisse, geschaffen von der Bergwelt und dem natürlichen Licht, definieren diese legendäre Küstenlinie. Bedingungen, die so nirgendwo anders auf der Welt zu finden sind. Im Zentrum des Parks ist der Torghatten zu finden, der berühmte Berg mit dem Loch in seiner Mitte. Mehr als 12.000 Inseln und Schären liegen vor der Küste und bilden einen besonders schönen Schärengarten.

Der Trollfjell Geopark zeigt einen 500 Millionen Jahre andauernden geologischen Makrozyklus auf. Das Grundgestein besteht aus Felsen, die einst unter, in und entlang eines alten Ozeans – dem Iapetus – gebildet wurden. Sie weisen die Struktur einer ozeanischen Kruste und den Übergang zu kontinentalen Schichten sowie die endgültige Schließung dieses Ozeans auf. Durch die Kollision zweier Kontinentalplatten “verschwand” das alte Meer, und es wurde die kaledonische Bergkette herausgehoben. Das geschah vor ca. 400 Millionen Jahren. Die heutige Landschaft bildet den Rand eines neuen Ozeans – dem Atlantik. Die geologischen Prozesse während der Eiszeiten haben die Felsen aus der Vergangenheit wieder aufgedeckt und geformt.

 

Weitere Infos:

www.trollfjellgeopark.no
facebook.com/trollfjellgeopark

 

 

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Moskenesøya - Insel der Lofoten (Nordland)

Moskenesøya

©Foto: Eirik Ohna / www.nordnorge.com

Moskenesøya ist die südlichste und die äußerste der großen Lofoteninseln. Hier findet ihr bekannte Fischerorte wie Hamnøy, Reine, Sørvågen und Å. Die Landschaft gehört zu den wildesten und abwechslungsreichsten, die Norwegen zu bieten hat. Steile, spitzkantige Felsen stürzen direkt ins Meer, Fjorde, Bergseen, schmale und kreideweiße Strände umgeben von hohen Bergen prägen das Bild. Ein hervorragendes Terrain für Kletter- und Wandertouren…

Moskenesøya ist eine sehr bergige Insel. Der höchste Punkt ist der Hermannsdalstinden mit 1.029 m über dem Meeresspiegel. Ihre Gesamtfläche beträgt 185,9 km². Es leben rund 1.350 Menschen hier und auf den vorgelagerten kleinen Inseln, die durch eine Brücke Straßenverbindung zur großen Insel haben. Der nördliche Teil Moskenesøyas gehört zur Kommune Flakstad, der Rest bildet die Kommune Moskenes. Das wirtschaftliche und administrative Zentrum ist Reine. Die Insel lebt vom Fischfang und dem Tourismus. Die Besiedlung konzentriert sich heutzutage auf den östlichen Teil. Bis in die 1950er Jahre gab es auch in den flachen Buchten der sonst unzugänglichen Westküste vereinzelte Siedlungen.

Südwestlich von Moskenesøya liegt der Moskstraumen, besser bekannt als Mahlstrom, ein Gezeitenstrom der unter anderem in Jules Vernes “20.000 Meilen unter dem Meer” auftaucht. Die E10, durch die Moskenesøya Verbindung zu den anderen großen Lofoteninseln und zum Festland hat, endet in Å, einem gut erhaltenen Fischerdorf, welches zum Museumsort umfunktioniert wurde. Hier befindet sich auch das Stockfischmuseum. In Sørvågen, einem alten Fischerei- und Handelsort, legen die Fähren nach Bodø, Røst oder Værøy ab. Das Norsk Telemuseum ist in Sørvågen eingerichtet worden, da einst von hier nach Røst die erste Telegraphieverbindung Europas bestand. Reine ist wohl einer der meistfotografierten Orte in Norwegen und Gewinner diverser Abstimmungen und Wettbewerbe. Schon seit Jahrhunderten wird der kleine Ort mit seinen charakteristischen Felsformationen in Gemälden und Bildern festgehalten.

Galerien, Museen, kleine Geschäfte und Restaurants mit lokaler Küche ziehen die Touristen an. Aber auch die Möglichkeiten zum Wandern, Bergklettern, Angeln, Tauchen oder Kajakfahren sind beliebt. Versteckte Plätze wie der Bunesstrand sind leider keine Geheimtipps mehr.

 

Weitere Infos:

lofoten.info/Moskenes

 

 

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