Trollfjord

Trollfjord

Blick in den Trollfjord

Der Trollfjord gehört zu den bekanntesten Fjorden Norwegens. Er geht vom nicht minder berühmten Raftsund ab und schneidet sich 2,5 km in die Bergwelt der Insel Austvågøy. Die Einfahrt ist nur 100 m breit und von steilen Felswänden begrenzt. Schroffe Berge mit kleinen Gletschern, unter ihnen der 1.045 m hohe Trolltindan und der 1.146 m hohe Higravstindan, umgeben den Fjord und bieten ein einmaliges Panorama…

Der Teil der Lofoten-Insel Austvågøy, in dem der Trollfjord zu finden ist, gehört verwaltungs- technisch zur Kommune Hadsel und damit zu den Vesterålen. Der Fjord zweigt im südlichen Teil des Raftsunds westlich der Insel Ulvøya ab und ist bis zu 60 m tief. Im Inneren wird der Fjord breiter und erweitert sich von 100 m auf etwa 350 m. Er ist auch unter den Namen Svartfjord (Schwarzer Fjord) oder Teufelskanal bekannt. Am Ende des Fjords befindet sich ein kleines Wasserkraftwerk.

Im Trollfjord

Auf einem Hurtigrutenschiff im Trollfjord
Foto: M. Jürgensen

Ein besonderes Erlebnis ist die Einfahrt in den Trollfjord auf einem Hurtigrutenschiff, dass ihr auf der südgehende Route im Sommer genießen könnt. Es gibt keinen Anlaufspunkt im Fjord. Das Schiff wendet im Inneren fast auf der Stelle und verlässt ihn dann wieder. Die Flotte der Hurtigruten hat ein Schiff, das nach dem Fjord benannt ist – die MS Trollfjord.

Im März 1890 fand die berühmte Trollfjordslaget (Die Schlacht im Trollfjord) statt. Rund 5.000 Fischer aus der Umgebung auf 1.300 Ruderbooten verteilt wollten Dorsch im Fjord fangen, aber sie kamen nicht hinein, weil der Zugang durch vier Dampfschiffe versperrt wurde. Wutentbrannt stürzten sich die Fischer mit Bootshaken und Messern auf die Besatzung der neumodischen Schiffe, um für ihr Recht auf Fisch und gegen die neuen Fangmethoden zu kämpfen. Sie gewannen. Es war die erste Schlacht in Nordnorwegen zwischen kapitalkräftigen Unternehmern und armen Fischern um die Ressourcen des Meeres.

Trollfjordhytta

Die DNT-Hütte “Trollfjordhytta”

Das Gebiet um den Trollfjord bietet viele spektakuläre Bergtouren. Im Winter ist es auch bei den alpinen Skiläufern beliebt. Der Vesterålen Turlag betreibt eine Hütte etwa 2 km westlich vom Ende des Fjords entfernt auf 405 m Höhe – die Trollfjordhytta. Sie ist ganzjährig offen und hat 6 Betten. Zwei Wege führen direkt zur Hütte – der eine beginnt im Inneren des Trollfjords, der andere führt vom Austpollen 5 km durch die Berge. Beide sind nicht markiert, aber deutlich erkennbar.

 

Weitere Infos unter:
turliv.no/trollfjorden.html
www.hadsel.kommune.no
www.nrk.no/Trollfjordslaget

 

 

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Andenes - Meer, Strand und Walsafari

Andenes Fyr

Andenes Fyr – das Wahrzeichen der Stadt

Andenes liegt an der Nordspitze der Vesterålen-Insel Andøya und ist das Verwaltungszentrum der Kommune Andøy. Knapp 3.000 Menschen leben hier. Die Stadt ist einer der größten Fischerorte Nordnorwegens mit reichem Fang das ganze Jahr über und fischverarbeitender Industrie.
Im ganzen Land bekannt ist der Ort für die Walsafaris, sein Wal-Center und das Andøya Space Center. Die fantastische Lage direkt am Nordatlantik, kilometerlange, weiße Sandstrände und eine traumhafte Natur locken Jahr für Jahr jede Menge Touristen an…

Wann die ersten Menschen auf dem Gebiet des heutigen Andenes siedelten, ist nicht bekannt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im 16. Jahrhundert. Er entwickelte sich schnell zum größten Küstenort Nordnorwegens. Deutsche und Holländer trieben regen Handel mit der Nordspitze Andøyas, und es bestand Kontakt zur Hanse. Ein goldenes Zeitalter für den Ort, das aber nur von kurzer Dauer war. Schon im 17. Jahrhundert ging es bergab. Die großen Fischschwärme blieben aus, und immer mehr Fischer verließen das Dorf, um anderswo ihr Glück zu finden.

Im Hafen von Andenes

Im Hafen von Andenes

Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam wieder Leben in den Ort. Im Jahre 1840 lebten gerade noch zehn Familien in Andenes, nach 1850 stieg die Bevölkerungszahl wieder. Große Heringsschwärme, die von 1865 bis 1875 vorbeizogen, sorgten dafür, dass der Aufschwung weiter anhielt. Um die Jahrhundertwende wurden Molen um den Hafen gebaut, die ihn sicherer machten. Fischverarbeitende Betriebe wurden gegründet und boten viele Arbeitsplätze.
Im II. Weltkrieg wurde fast die Hälfte des Ortes durch Brände zerstört. Nach dem Krieg wurde der Flughafen von Andenes gebaut, der zuerst militärischen Zwecken diente. Inzwischen wird er auch von Passagierflugzeugen angeflogen.

Walsafari-Center in Andenes

Wal-Center in Andenes

Die größte Touristenattraktion sind ohne Zweifel die Walsafaris mit einer hundertprozentigen Garantie, Wale zu sichten. Bis zu vier Touren werden in den Monaten Mai bis September täglich angeboten. Die Boote starten am Wal-Center (hvalsenter), in dem ihr auch Ausstellungen über Wale und die Walforschung, einen Souvenirladen und ein Café findet. Hier könnt ihr Mitglied des Royal International Whale Safari Club werden – eine bleibende Erinnerung an den Besuch hier und gleichzeitig ein Beitrag zur Walforschung. Weiterhin sehenswert in Andenes sind die Ausstellung Hisnakul, in der sich alles um den Fischfang, Seevögel, das Nordlicht und die Landschaft dreht, das Nordlyssenteret (Nordlicht-Center) und das Polarmuseum.
Das Wahrzeichen der Stadt – der Leuchtturm – wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und ist 40 m hoch. Ihr könnt die 148 Treppenstufen natürlich auch absolvieren und den Ausblick, der euch oben erwartet, genießen. Nicht weit vor dem Ortseingang liegt das Andøya Space Center. Hier gibt es die Raumfähre Aurora, die als Lehr- und Besucherzentrum fungiert. Es werden Vorträge, Filme und Flugsimulationen angeboten – einmalig in Norwegen!

 

Weitere Infos unter:
www.andoyturist.no
www.vesteraalen.info
www.whalesafari.no

 

 

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