Walfang in Norwegen

Es gibt nur noch wenige Länder auf der Welt, die Walfang kommerziell betreiben. Neben Japan und Island zählt auch Norwegen noch zu den Walfangnationen.  Besonders in den nördlichen Regionen Norwegens besteht eine richtige Walfangtradition.

In den Anfängen des 20. Jahrhundert wird in Norwegen beinahe 80 Prozent des weltweiten Tranerzeugnisses hervorgebracht. Damit hat Norwegen die Spitzenposition inne. Während kurzweilig der Walfang in Norwegen nicht kommerziell war, änderte sich diese Einstellung 1993. Norwegen widersetzte sich damit der Internationalen Walfangkommission.

In Norwegen, wo die Lebensmittelpreise im Vergleich zu Deutschland relativ hoch sind, gilt das Fleisch vom Wal als eine billigere Alternative zum Rindfleisch. Besonders der Walfleischschinken erfreut sich in Norwegen außerordentlicher Beliebtheit und gilt als Delikatesse.  Somit rechtfertigen sich die Walfänger vor ihren zahlreichen Gegnern und auch das Argument, das Walfang in der norwegischen Kultur und Tradition verankert ist, verstummt nicht.  Doch auch die Gegenseite hat einige Argumente vorzuweisen, den kommerziellen Walfang endlich zu beenden. Ihr Hauptgrund ist vor allem der unermessliche Reichtum Norwegens seit der Ölförderung. Außerdem gehört Norwegen zu den am stärksten subventionierten Ländern im Bereich der Nahrungsmittelerzeugung. Daher ist diese blutige Tradition nicht mehr überlebensnotwendig.

 

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Die Norwegische Seemannskirche in Hamburg

In Hamburg zwischen den Landungsbrücken und dem Michel liegt die Ditmar-Koel-Straße. Hier, direkt am Hamburger Hafen befindet sich die Norwegische Seemannskirche. 1907 gab es nur einen norwegischen Pastor, der in Hamburg von Schiff zu Schiff ging und seine Landsleute betreute. Seine Arbeit fand immer mehr Nachfrage und die Gemeinde bekam 1936 eine Kirche in Johannisbollwerk. Diese Kirche wurde im zweiten Weltkrieg allerdings zerstört und die Gemeinde hatte daraufhin diverse Aufenthaltsorte. 1959 wurde ihre neue Kirche in der Ditmar-Koel-Straße fertig gestellt und ist bis heute eine wichtige Institution für die rund 750 in Hamburg lebenden Norweger. Die Mitarbeiter der Kirche gehen auf Wunsch, trotz einer eigenen Kirche, immer noch an Bord von norwegischen Schiffen.

Jeden Sonntag findet in der Kirche um 11 Uhr der Gottesdienst statt. Neben dem Gottesdienst finden sich auch unter der Woche Touristen und Norweger und Freunde in den Räumen ein um sich zu unterhalten, norwegisches Fernsehen zu schauen oder um Zeitungen zu lesen – und dabei gibt es fast immer Waffeln.

Eine wichtige Tradition der Kirche ist der jährliche Nationalfeiertag von Norwegen, der 17. Mai. Dabei wird sich morgens zum hissen der Flagge getroffen und die Nationalhymne wird angestimmt. Anschließend findet ein Gottesdienst statt. Es ist wichtig rechtzeitig zu erscheinen da die Kirche fast aus allen Nähten platzt. Es herrscht eine lockere Atmosphäre und einladende Stimmung. Nach einer kurzen Pause finden sich alle im Hamburger Park Planten un Blomen ein. Aus allen Richtungen strömen Norweger mit Fahnen und Trachten und versammeln sich beim Musikpavillion zu einem Umzug mit dem Hamburger Polizei Orchester, bevor die Veranstaltung mit Spielen für die Kinder abgeschlossen wird. Dies ist aber nur eine von vielen Veranstaltungen, die unter Anderem von der Kirche organisiert wird. Es finden außerdem viele andere Aktivitäten das ganze Jahr über statt.

Wie alle anderen Norwegischen Seemannskirchen, bietet auch die in Hamburg, die Möglichkeit für Übernachtungen gegen einen Unkostenbeitrag an. Den Gästen steht eine kleine eingerichtete Wohnung mit Aufenthaltsraum und Küchenzeile, Bad und Schlafzimmer zur Verfügung.

Man muss nicht zwingend gläubig sein um Abstecher in die Kirche zu machen. Es lohnt einfach mal vorbei zu schauen um einen kleinen Hauch von Norwegen zu schnuppern und im Hauseigenen Kiosk eine Zeitung oder Spezialität für Zuhause mitzunehmen.

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