Hordaland

Hordaland – Fylke der Fjorde, Felsen und Wasserfälle

Die Provinz Hordaland in der norwegischen Region Vestlandet ist geprägt durch seine Lage am Meer, welches die Gegend durch Fjorde, Felsen und Inseln kennzeichnete.

Hordaland grenzt im Osten an die Provinz Telemark. Will man die Gegend aus dieser Richtung erkunden, führt kein Weg vorbei an der Hardangervidda, der größten europäischen Hochebene, die aufgrund einer weitgefächerten Flora und Fauna einzigartig ist. Was diese Gegend noch so besonders macht, kannst du hier lesen. Im Westen der Hardangergegend, an einem der beiden Arme des Hardangerfjordes, befindet sich das Industriestädtchen Odda, welches auch ein Industriemuseum beherbergt, in dem man viel über Wasserkraftanlagen, Stauseen und die Nutzung von Wasserfällen zur Energiegewinnung in dieser Gegend erfahren kann. Der Hardangerfjord selbst ist mit 179 Kilometern der zweitlängste Fjord Norwegens, welcher vor allem im Landesinneren mit steilen Felswänden beeindruckt. Zu einem der beliebtesten Wanderziele weltweit zählt übrigens die „Trollzunge“ unweit von Odda. Westlich von Udda wartet ein kleines Paradies für Gartenfreunde. Die Baronie Rosendal am Fuße des Gletschers Folgefonn lädt zu einem Besuch ein, genauso wie das Schloss aus dem Jahr 1665 mit dazugehörigem Rosengarten.

Ein weiteres ebenfalls unter Gartenfreunden beliebtes Urlaubsziel findet man weiter nördlich entlang des Fjordes. Der Ort Ulvik trägt ein Stück Gärtnerkultur in sich, denn hier befindet sich die älteste Gartenbauschule Europas mit einem öffentlichen Kräuter- und Rosengarten.

Nicht weit entfernt, ein Ort, der eine ganz andere Kultur in sich trägt, bei der es etwas spektakulärer zugeht – der Ort für Extremsportler, Voss! Hier treffen sich jährlich Adrenalinjunkies, um ihrem Hobby nachzugehen.

Wieder etwas weiter südlich gelegen, die Siedlung Aga, die ein Stück norwegische Kultur in sich trägt. Die alte Siedlung wurde zu einem Freilichtmuseum eröffnet, dessen ältestes Gebäude aus dem Jahr 1250 stammt.

Doch die Hauptstadt der Region ist wohl auch ihr Aushängeschild. Wer Hordaland besucht, kommt an Bergen nicht vorbei, denn der Ort zählt wohl zu den schönsten Ecken Skandinaviens. Was es alles zu entdecken gibt, kannst du hier erfahren. Nicht entgehen lassen, solltest du dir auf jeden Fall die Brygge mit ihren Hansehäusern, welche zum Weltkulturerbe zählen.
Weiter nördlich von Bergen, im Norden Hordalands, wartet ein weiteres Weltnaturerbe, der Nærøyfjord, an dessen Küste Wasserfälle bis zu 1.300 Meter in die Tiefe stürzen, der allerdings als schmalster Fjord nur eine Breite von 250 Metern besitzt. Nur einen Katzensprung von hier entfernt, liegt das 55-Seelen-Dorf Undredal, in dem man die kleinste Kirche von ganz Skandinavien besuchen kann. Von hier aus sollte man sich auch eine Fahrt durch den Gudvangatunnel, Norwegens zweitgrößten Tunnel, nicht entgehen lassen.

Die Region Hordaland hat so viel zu bieten und zwar für jeden: Naturliebhaber, Gartenfreunde, Extremsportler, Geschichtsfans und viele mehr!

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Stadtbummel in Oslo – Festung Akershus

Die Festung Akershus (Akershus Festning) liegt direkt am Hafen der Stadt an der östlichen Seite des Oslofjordes. Neben dem Rathaus ist der markante Festungsbau eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

Die Festung wurde bereits in den Jahren von 1299 bis 1304 erbaut. König Håkon V. begann den Bau, der unter seinem Nachfolger Håkon VI. fertig gestellt wurde. Nach einem Brand im Jahr 1527, der den nördlichen Teil der Festung und dem sich daran anschließendem Wiederaufbau wurde die Festung aufgerüstet. Etwa Mitte des 16. Jahrhunderts erfolgte der Umbau der Burg in ein Renaissanceschloss. Seither diente die Festung als Residenz der Könige und es fanden dort die Versammlungen der Stände statt.

Festung Akershus

Festung Akershus

Nach dem teilweisen Verfall der Anlage begannen gegen Ende der 1800er Jahre Überlegungen zum Wiederaufbau und erneuter Nutzung der Festungsanlage durch das Militär. Auch als Gefängnis wurde der Bau teilweise genutzt.

Die in Norwegen eingewanderten deutschen Architekten Wilhelm von Hanno und Heinrich Ernst Schirmer entwarfen die Pläne für die Rekonstruktion und den Ausbau, der in der Zeit von 1858–1870 durchgeführt wurde. In dieser Zeit entstand das Artillerie-Magazin, neue Gefängnisbauten und die Gefängniskirche sowie Reithalle und Kommandantenhaus.

Nach weiteren Sanierungen  (zuletzt im Jahr 2010) wurde der heutige Zustand der Festungsanlage hergestellt. Die Festung wird nach wie vor militärisch genutzt und beherbergt unter anderem das norwegische Verteidigungsministerium und den nationalen Verteidigungsstab.

Tagsüber ist das Gelände jedoch größtenteils zugänglich. Unter anderem sind dort das norwegische Militärmuseum und das Norwegische Widerstandsmuseum untergebracht. Außerdem befindet sich auf dem Gelände an der früheren Hinrichtungsstätte des Gefängnisses das Denkmal für die norwegischen Patrioten, die an dieser Stelle zwischen 1940 und 1945 erschossen wurden.

Wache in der Festung Akershus

Wache in der Festung Akershus

Im Südflügel des Schlosses befindet sich in der Krypta der Schlosskirche die letzte Ruhestätte der norwegischen Könige der Neuzeit. Zur Zeit beherbergt die Krypta zwei Särge, in denen Hakon VII und Olav V. mit ihren Ehefrauen bestattet wurden.

Die Festung Akershus ist von Montag bis Sonntag von 6 – 21 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Um 13:30 Uhr ist die Wachablösung der königlichen Garde ein gern gesehenes Ereignis. Ansonsten genießt man den Bummel über die historische Anlage und den herrlichen Blick über den Hafen hinüber nach Aker Brygge und zum Rathaus, besucht eines der Museen oder das am Ufer eines kleinen Teiches gelegene Café.

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