Die Sängerin Kari Bremnes

Kari Bremnes, Foto: Liv Andrea Mostøl

Foto: Liv Andrea Mostøl

“Nordwärts gewandt, europäisch, offen, persönlich und melancholisch”, so beschreibt Kari Bremnes selbst ihre Musik auf ihrer Webseite. Die Musikerin berührt seit mittlerweile über 25 Jahren mit ihren Liedern und Texten ihre Zuhörer und ist eine der erfolgreichsten Musikerinnen in Norwegen. Auch in Deutschland hat sie mit ihrer Mischung aus Jazz, Folk und Singer/Songwriter-Tradition zahlreiche Fans gefunden, und Tourneen führten sie bis nach Japan.

Kari Bremnes stammt von den Lofoten, aber ging mit 19 Jahren nach Oslo, um dort Sprachen, Literatur, Geschichte und Theaterwissenschaften zu studieren. Das Jahr 1986 erwies sich mit der Veröffentlichung ihres ersten Albums Mitt ville hjerte als Wendepunkt in ihrem Leben, das von nun an von Musik bestimmt sein sollte. Zahlreiche Alben, darunter 14 Soloalben, hat die Sängerin seitdem veröffentlicht und wurde für ihr Werk auch mehrfach ausgezeichnet. So erhielt sie allein dreimal den renommierten norwegischen Spellemannpris.

Kari Bremnes, Foto: Yngve Olsen Sæbbe

Foto: Yngve Olsen Sæbbe

Dem norwegischen ‘Dagbladet’ zufolge, sei es Kari Bremnes gelungen, ihr nahezu eigenes Genre zu schaffen, bei dem Text und Melodie gleichrangige Bestandteile sind. Ihre charakteristische Stimme ist in der Lage, sowohl Melancholie als auch Freude am Dasein auszudrücken. Die Norwegerin ist eine Geschichtenerzählerin, deren Lieder von Menschen und ihren Träumen und Wünschen handeln, von Begegnungen, Schicksalen, Reisen, Alltagsdingen und auch der norwegischen Natur. Auch historische Figuren inspirierten die Sängerin, so widmet sich ihr Konzeptalbum Svarta Bjørn Anna Rebecka Hofstad, einer engagierten Frau, die Ende des 19. Jahrhunderts als Köchin beim Bau der schwedisch-norwegischen Eisenbahn arbeitete. Auf ihrem letzten, 2012 erschienenen, Album „Og så kom resten av livet“ gibt es einen Song über die norwegische Künstlerin Dagny Juul, die zusammen mit anderen skandinavischen Künstlern zu Begin des 20. Jahrhunderts in Berlin lebte. Kari Bremnes singt hauptsächlich auf norwegisch. Zur Zeit tourt sie durch Norwegen.

http://www.karibremnes.no/

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Skudeneshavn / Skudeneshamn

An der äußersten Südspitze der Insel Karmøy (Rogaland Fylke) liegt die alte Hafenstadt Skudeneshavn (auch Skudeneshamn genannt).  Es ist selbst für norwegische Verhältnisse eine kleine Stadt, aber sehr sehenswert wegen der Vielzahl der dort erhalten gebliebenen Holzhäuser und sie ist daher eine der am besten erhalten Altstädte Europas.

Wir erreichen Skudeneshavn am besten auf zwei Wegen: Entweder über Haugesund und die 180 Meter hohe und  ca. 690 Meter lange (und inzwischen mautfreie) Bogenbrücke über den Karmøysund, die seit 1955 in Betrieb ist. Oder über eine Fährverbindung der Nordled – Fähren von Mekjarvik über Kvitsøy, dann ist man direkt im Hafen der Stadt angekommen.

Die unter Denkmalsschutz stehende Altstadt des Ortes besteht aus ca. 130 Wohnhäusern und Speichergebäuden, fast alle aus dem frühen 18. Jahrhundert. Bei einem gemütlichen Bummel durch die Gassen der Stadt fühlt man sich fast in ein anderes Jahrhundert versetzt. Ganz ohne Superlative geht es auch hier nicht: In der Søragadå lädt „Verdens minste kafe“ (das kleinste Kaffee der Welt) mit ca. 10 Sitzplätzen zum Verweilen ein.

Wirklich das kleinste Café der Welt?

Wirklich das kleinste Café der Welt?

Richtig Rummel in der Stadt ist beim „Skudefestivalen“, bei dem jedes Jahr neben 30 -40.000 Besuchern in der Stadt über 600 Boote den Hafen bis auf den letzten Platz ausfüllen. Präsentiert werden neben Booten aller Art die norwegische Küstenkultur,  Handwerker zeigen alte Techniken z. B. im Bootsbau und in den Gassen der Stadt sind zahlreiche Marktstände aufgestellt.

Altstadt und Hafen dicht beieinander - wie fast überall in Norwegen

Altstadt und Hafen dicht beieinander – wie fast überall in Norwegen

Wer es ruhiger mag kommt besser außerhalb der Festivalzeit nach Skudeneshavn oder entflieht dem Trubel und macht einen Besuch am Leuchtturm „Geitung Fyr“ (1924), geht vielleicht zum Angeln oder zum Sonnenbaden an einen der schönen Sandstrände, zum Beispiel am Sandvesand oder Mjølhussand.  Möglichkeiten bietet die „Sommerstadt“  (Norges Sommerby, diesen Titel errang Skudeneshavn im Jahr 2004) reichlich, man muss sich nur etwas Zeit und Muße mitbringen sie zu entdecken.

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