Drammen im Fylke Buskerud

Drammen ist mit ca. 66.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt in Norwegen. Drammen liegt ca. 40 Kilometer südwestlich von Oslo und gehört daher noch zu den Städten im Lande, die von der Nähe zur Hauptstadt und dem Wachstum in der Region um Oslo herum profitieren.

Die Stadt liegt an der Mündung des Flusses Drammenselva in den Drammenfjord, der wiederum in den Oslofjord führt. Die Drammenselva ist ein fischreicher Fluss – insbesondere Lachse gibt es hier so reichlich, dass auch die Lachsfischerei wirtschaftlich interessant ist. Ansonsten gibt es mehrere metallverarbeitende Betriebe (einige Edelmetalle werden in der Umgebung abgebaut, z.B. Zink und Nickel), Holzverarbeitung und Papierherstellung und einen für norwegische Verhältnisse mittelgroßen Handelshafen. Ferner beherbergt Drammen die älteste norwegische Brauerei Aass Bryggeri, die seit 1840 nach deutschem Reinheitsgebot braut.

Die Stadt Drammen selbst gibt es erst seit dem Jahr 1811. In diesem Jahr wurden die Siedlungen Stromsø an der Südseite und Bragernes an der Ostseite der Drammenselva gelegen zur Stadt Drammen zusammengefasst. Erste dauerhafte Siedlungen an der Flussmündung gab es bereits seit dem frühen 14. Jahrhundert.

Nach einem Spaziergang am Ufer des Flusses oder nach einem Stadtbummel bietet sich ein Besuch in der Bragernes Kirke an. Sie wurde 1871 mit einem hohen Glocken- und Uhrturm errichtet, sehenswert auch das große Hauptschiff im Kircheninneren. Im Stadtteil Stromsø erwartet den Reisenden die Kirche von Stromsø und das Regionalmuseum von Buskerud. Auch alte Felszeichnungen gibt es hier zu sehen, denn erste nicht dauerhafte Besiedelungen gab es in diesem Gebiet schon vor ca. 6.000 Jahren.

Kunst am Uferweg der Drammenselva  (Foto: Kirsten Henckel)

Kunst am Uferweg der Drammenselva
(Foto: Kirsten Henckel)

Sehenswert ist die Aussicht vom „Spiralen“ mit einem schönen Ausblick über die Stadt und hinüber zur Bergkette bei Kongsberg. Und auch die Anfahrt ist etwas Besonderes: Ein Tunnel von ca. 1.600 Meter Länge überwindet etwa 200 Höhenmeter und führt in sechseinhalb Windungen korkenzieherförmig durch den Berg hinauf nach oben. Die Zufahrt erfolgt über den Eivind Olsens Vei, der direkt hinter dem Krankenhaus der Stadt vom Bergstien abzweigt.

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Skolebrød

Skolebrød

Skolebrød

Skolebrød bedeutet übersetzt Schulbrot. Der Begriff ist jedoch ein wenig irreführend und stammt wohl aus den 1950er Jahren, als man seinen kleinen Schützlingen gern ein paar Kalorien mehr in den Rucksack legte. Heute haben norwegische Schulkinder eher gesündere Snacks wie Apfel oder Müsliriegel im Ranzen. Das Skolebrød gibt es aber noch immer und ist zum Gebäck-Klassiker des Landes aufgestiegen. Süßer Hefeteig ist ohnehin sehr beliebt in Norwegen und wird für viele Gebäcke verwendet. Es gibt so einige norwegische Haushalte, die von sich behaupten, im Besitz des besten Rezeptes für Skolebrød zu sein. Skolebrød, Boller oder Skillingsbolle (Zimtkringel) passen immer und zu jeder Gelegenheit.

Das Skolebrød besteht aus einem flachen Hefeteig. Der Teig ist in der Mitte gefüllt mit festem Vanillepudding oder Vanillecreme. Zudem wird das Skolebrød mit Zuckerguss und Kokosraspeln garniert. Zu Beginn seiner Zeit wurde anstatt des Vanillepuddings eine Eiercreme verwendet.

Skolebrød gibt es nahezu überall dort in Norwegen zu kaufen, wo es auch Backwaren gibt und ist neben „Pølse med Lompe“ ein absolutes Muss bei einer Reise nach Norwegen, denn es ist ein Klassiker. Doch sollte die nächste Reise in das wunderschöne Land noch in allzu ferner Zukunft liegen, gibt es hier Abhilfe. Alle Zutaten für das Skolebrød bekommen wir in Deutschland zu kaufen und das passende Rezept gibt es natürlich hier in der Norwegenstube:

Zutaten:

  • Milch 500 ml
  • Hefe 1 Würfel
  • Zucker 150 g
  • Mehl 1 kg (Typ 550)
  • Eier 2 Stck.
  • Salz 1/2 Tl
  • Kardamom 1 Tl
  • Backpulver 1 Tl
  • Butter 150 g
  • Vanillepudding 1 Päckchen
  • Puderzucker 250 g
  • Zitronensaft 3 EL
  • Kokosraspaln
  • etwas Zeit

500 ml Milch lauwarm erwärmen. 1 Würfel frische Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit wenig lauwarmer Milch und 50 g Zucker glatt rühren. 10 Minuten stehen lassen. Die restliche Milch, 1 kg Mehl (Typ 550), 100 g Zucker, 2 Eier, 1 Tl Kardamom, 1 Tl Backpulver und 1/2 Tl Salz zufügen und mit dem Knethaken der Küchenmaschine bei geringer Geschwindigkeit 8 Minuten kneten. 150 g zimmerwarme Butter würfeln und nach und nach zufügen. Bei hohem Tempo weitere 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Schüssel mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten, in 20 Stücke teilen und zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Inzwischen 1 Päckchen Vanillepudding nach Packungsangabe kochen und lauwarm abkühlen lassen. Teiglinge zu kleinen Fladen formen, auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche geben und zugedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen. 1 Eigelb mit 2 EL Milch verquirlen. In die Fladen eine Mulde drücken, mit je 1 El Pudding füllen. Die Fladen mit Eigelb bestreichen und nacheinander im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas Stufe 3, Umluft 180 Grad) auf der 2. Schiene von unten 15–20 Minuten backen. Abkühlen lassen. 250 g Puderzucker und 2–3 EL Zitronensaft verrühren. Die lauwarmen Fladen mit Zuckerguss bestreichen und mit 30 g Kokosraspeln bestreuen. Am besten frisch servieren.

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