Friedensnobelpreisvergabe – warum in Oslo?

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Foto: nobelpeaceprize.org

Alfred Bernhard Nobel (1833 – 1896) legte in seinem Testament fest, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet wird, deren Zinsen „…als Preis denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben…“ *.
Nun war Nobel Schwede, und die Preise für Physik, Chemie, Medizin und Literatur werden auch von schwedischen Institutionen in Stockholm verliehen.
Nur der Friedensnobelpreis wird in Oslo überreicht. Warum ist das so?

 
 
Niemand weiß genau, warum Alfred Nobel wollte, dass ausgerechnet der Friedensnobelpreis von einem norwegischen Komitee verliehen wird und was ihn überhaupt dazu bewegt hat, Norwegen in die Vergabe einzubeziehen. Mehrere Faktoren könnten ihn beeinflusst haben.

Als Nobel sein Testament verfasste, waren Norwegen und Schweden in einer Personalunion unter schwedischer Führung verbunden. In vielerlei Hinsicht scheint es richtig, dass auch „der kleine Bruder“ Norwegen mitreden durfte.
Da die Schweden in den Naturwissenschaften und der Medizin den Norwegern voraus waren, wurde die Vergabe dieser Preise nach Schweden verlegt. Nobel war ein großer Anhänger der norwegischen Literatur, aber Norwegen hatte keine literarische Institution wie die renommierte Svenska Akademien, die die Vergabe des Literaturnobelpreises übernahm. So blieb nur der Friedensnobelpreis übrig.

Auch könnte Nobel der Meinung gewesen sein, dass die Voraussetzungen für die Vergabe eines Friedenspreises in Norwegen besser wären als in Schweden. Norwegen hatte nicht die gleiche militärische Tradition wie Schweden und engagierte sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in der Interparlamentarischen Union und deren Bemühungen, Konflikte durch Vermittlung und Schlichtung zu lösen. Nobel wollte wahrscheinlich diesen Einsatz würdigen.

Es gibt auch noch die Theorie, dass Nobels juristischer Berater auf ihn eingewirkt hat. Dieser war mit einer norwegischen Frau verheiratet.

Oder es war doch Nobels Bewunderung für den norwegischen Dichter Bjørnstjerne Bjørnson.

Vergabe des Friedensnobelpreises

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Verleihungszeremonie im Osloer Rathaus
Foto: nobelpeaceprize.org

Der Friedensnobelpreis gilt als der ehrenvollste Preis der Welt. Er wird jedes Jahr am 10.Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, im Osloer Rathaus feierlich überreicht.
Die Vergabe erfolgt seit 1901. Der Preis wurde bis jetzt in 19 Jahren nicht verliehen.
Die Preisträger werden von Den Norske Nobelkomité unabhängig und mehrheitlich gewählt. Den Norske Nobelkomité besteht aus fünf Mitgliedern, die vom norwegischen Storting für einen Zeitraum von sechs Jahren mit der Möglichkeit auf Wiederwahl bestimmt werden.

Nobel verfügte in seinem Testament, dass der Friedensnobelpreis „…dem, der am meisten oder am besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat, für die Abschaffung oder Verminderung der stehenden Heere sowie für die Bildung und Verbreitung von Friedenskongressen hinwirkt…“ *, verliehen wird.

Norwegische Friedensnobelpreisträger

1921 Christian Lous Lange als Generalsekretär der Interparlamentarischen Union
1922 Fridtjof Nansen als Erfinder des so genannten Nansen-Passes für Flüchtlinge

 
Weitere Informationen:
nobelpeaceprize.org

 

* NOBEL, Alfred Bernhard: Testament vom 27. November 1895

 

 

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Øya Festival

Øya Festival  - oyafestivalen.no

Øya Festival – oyafestivalen.no

Der Sommer rückt immer näher und damit auch die Zeit der Musik Festivals. Nicht nur in Deutschland finden jedes Jahr zahlreiche Outdoor Festivals statt, sondern auch Norwegen hat so einige zu bieten und lockt zahlreiche Besucher hinaus in die norwegischen Sommernächte.

Eines dieser Festivals ist das renommierte Øya Festival. Die Veranstaltung ist Oslos größtes Outdoor-Musik-Festival und findet dieses Jahr zum 16 mal statt, jedoch an einem anderem Ort als sonst. Aufgrund von Eisenbahnarbeiten muss das Festival seinen Standort vom Medieval Park zum Tøyenparken in Sofienberg verlegen. Auch dieser Ort liegt wie sein Vorgänger inmitten einer wunderschönen grünen Umgebung, aber dennoch in der Nähe des Osloer Stadtzentrums. Das neue Gelände ist umgeben von zwei bekannten Teilen der Stadt: dem Munch Museum und dem Botanischen Garten.

Das Festival beginnt am Dienstag und am Dienstag ist Clubtag. Es ist der Auftakt für das viertägige Festival, an dem in vielen kleinen Clubs Konzerte gegeben werden.

Mittwoch bis Samstag finden Konzerte auf drei Bühnen im Park statt. Wer eine Pause benötigt, kann Bio-Gerichte probieren oder Platten, Kleidung und Comics an den Ständen und Zelten kaufen. An den Bio-Snacks ist es zum Teil schon zu erkennen: Das Øya Festival ist das umweltfreundlichste Festival des Landes. Die Veranstalter setzen alles daran eine ethisch ökologische Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Alles soll möglichst umweltfreundlich sein.

Wenn am späten Abend der Festivalbereich schließt, gibt es in einigen Osloer Clubs Nighttime Øya-Veranstaltungen.

Das Øya Festival ist der Nachfolger des Kalvøyafestivals, das von 1971-1997 auf der Insel Kalvøya stattfand. Hier spielten Legenden wie Frank Zappa, Jackson Browne und Nirvana. 1999 fand das neue Festival unter dem Namen Øya („Insel”) statt, und der Name wurde beibehalten, als das Festival 2001 von der Insel in die Stadt verlegt wurde.

Das Lineup ist stets international aufgestellt. In diesem Jahr sind als Headliner Outcast und Queens of the Stoneage. Das Øya Festival beginnt am 5. August und endet am 9. August 2014. Der Weekpass für die kompletten 5 Tage kostet ca. 280 EUR und das Tagesticket ca. 90 EUR.

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