Glåmdalen – Flusstal in der südlichen Hedmark

Glåmdalen

Foto: www.interhome.com

Das Glåmdalen findet ihr im südlichen Teil der Hedmark. Es ist ein Teil des Tales, das der Fluss Glomma in die Landschaft geschnitten hat, sowie die sich auf beiden Seiten des Flusses erstreckenden Waldgebiete. Im Norden bildet die Stadt Elverum die Grenze, im Süden ist es die Provinzgrenze zwischen Hedmark und Akershus

Zum Glåmdalen werden die Kommunen Eidskog, Våler, Åsnes, Grue, Kongsvinger, Nord-Odal und Sør-Odal. Die einzige Stadt der Region ist Kongsvinger, das seit 1854 den Stadtstatus besitzt. Das Gebiet hat eine Fläche von 5.289 km², auf der rund 52.800 Menschen leben. Das regionale Zentrum ist die Festungsstadt Kongsvinger mit ca. 12.000 Einwohnern.

Historisch betrachtet gehörten die Kommunen einst zum Raumafylki im Landesteil Oppland. Im 17. Jahrhundert wurde die Festung in Kongsvinger erbaut. 1838 wurde das Gebiet in die Kommunen Nord-Odal, Sør-Odal, Vinger, Hof und Grue eingeteilt. Nach mehreren Verschiebungen der kommunalen Grenzen, Eingemeindungen und Abgrenzungen ist das Glåmdalen seit 1964 in der jetzigen Aufteilung auf den Karten zu finden.

Der Name Glåmdalen ist eine neuere Bezeichnung und bezieht sich auf den Fluss Glomma. So lautet eine alternative Schreibweise Glomdalen. 1943 änderte die Lokalzeitung Kongsvinger Arbeiderblad ihren Titel in Glåmdalen. Seitdem war der Name in der Region ein Begriff und wurde auch schnell zum Sammelbegriff für die genannten Kommunen.

Der Glomma und seine Nebengewässer laden zum Angeln ein, die Kiefernwälder entlang des Flusses zu Wanderungen und Spaziergängen. Die Festung in Kongsvinger ist einen Besuch wert.

 

Weitere Infos zum Glåmdalen:

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Birkebeiner Rennen

Birkebeiner Rennen

Birkebeiner Rennen

Die Geschichte des Birkebeiner Rennen reicht zurück bis in das 13. Jahrhundert. „Birkebeiner“ nannten sich Rebellen in der Zeit des norwegischen Bürgerkrieges im 13. Jahrhundert. Die Birkebeiner stellten eine sehr arme und unterdrückte Bevölkerungsgruppe dar. Der Name rührt von der Propaganda ihrer politischen Gegner, der Bagler her, weil die Rebellen nach einer anfänglichen Niederlage in die Wälder flüchten mussten und aufgrund der klirrenden Kälte ihre Waden mit Birkenrinde umwickelt haben.

Die Bagler beabsichtigten den Königssohn Håkon Håkonsson, welcher später als König Håkon IV. 1217 bis 1263 Norwegen regieren sollte, zu töten. Der Sage nach brachten die zwei besten Birkebeiner-Skiläufer Torstein Skjevla und Torstein Skjevladen Königssohn an Weihnachten zu König Inge II. Wegen der überall zu erwartenden Bagler nahmen sie nicht den normalen Weg durchs Gudbrandsdalen, (dieses Tal ist ebenfalls für seinen braunen Süßmolkekäse aus Ziegen- und Kuhmilch, dem Gudbrandsdalsost, berühmt) sondern zogen bei Frost, Schneetreiben und sehr schlechtem Wetter über die Berge ins Østerdalen.

Im Gedenken an diese besondere Tat wurde 1932 der Birkebeinerlauf aus der Taufe gehoben. In seinem Entstehungsgedanken ehrt das Birkebeiner-Rennen die sportliche und heldenhafte Leistung der Birkebeiner bei ihrer Flucht durch die winterlichen Berge. Über 70 Mal ist der Wettkampf in den letzten Jahren ausgetragen worden. Das 77. Rennen hat im vergangenen Monat, am 21. März 2014 stattgefunden. Das Langlaufrennen in klassischer Technik geht über 54 km von Rena bis nach Lillehammer, wo sich das Ziel im Birkebeiner-Stadion befindet.20 Kilometer der anspruchsvollen Laufstrecke führen durch ein Berggebiet über der Baumgrenze mit offenen Flächen. Die Strecke ist dadurch dem Wind ausgesetzt und kann je nach Wetterlage den Teilnehmern das Rennen erheblich erschweren. Jeder Teilnehmer ist dazu verpflichtet, einen Rucksack zu tragen, der bei Ankunft im Ziel mindestens 3,5 kg wiegen muss. Zum einen soll dieser Rucksack den Königssohn symbolisieren und zum anderen windschützende Bekleidung und Verpflegung verstauen, um für überraschende Wetterwechsel vorbereitet zu sein. Im Ziel wird das Gewicht der Rucksäcke stichprobenartig kontrolliert. Jedes Jahr nehmen bis zu 17.000 Sportler an diesem Wettkampf teil.

In den vergangenen Jahren wurde das Wettkampfangebot rund um das Birkebeiner Rennen erheblich erweitert. So gibt es mittlerweile Wettkämpfe mit dem Fahrrad, zu Fuß und natürlich auf Skiern, und das alles ebenfalls für Jugendliche und Kinder.

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