Eidsvoll – der Ort des norwegischen Grundgesetzes

Eidsvoll

Foto: eidsvoll1814.no

Die meisten von euch kennen Eidsvoll im historischen Kontext als den Ort, in dem am 17. Mai 1814 die Nationalversammlung das norwegische Grundgesetz verabschiedete und dem Land somit eine Verfassung gab. Der Ort der Versammlung – Eidsvollsbygningen – kann besucht werden. Die beiden nationalen Berühmtheiten Henrik Wergeland und Camilla Collett sind Kinder des Ortes. Und nicht zuletzt könnt ihr von hier aus eine Fahrt mit dem trotz oder gerade wegen seines Alters populären D/S Skibladner, Norwegens ältestes in Betrieb befindliches Dampfschiff, auf dem größten Binnensee des Landes unternehmen…

Eidsvoll ist das administrative Zentrum der gleichnamigen Kommune, die sich am südlichen Ufer des Mjøsa– Sees ausbreitet. Der Ort, der von der lokalen Bevölkerung auch einfach Sundet genannt wird, liegt im nördlichen Teil der norwegischen Provinz Akershus, im oberen Romerike. Die Gegend ist geprägt von der letzten Eiszeit. Viele kleine und größere Teiche und Seen bieten gute Angelmöglichkeiten. Große, zusammenhängende Wälder mit Moränenzügen, Schluchten und Todeisgruben sowie weite Ebenen mit Meeresablagerungen sind die Grundlage für schöne Wanderungen und Spaziergänge in der Umgebung der Stadt.

Die Region um Eidsvoll war schon früh besiedelt, davon zeugen ein paar Namen von Bauernhöfen und einige steinzeitliche Funde. Im Ort wurde mehr als 600 Jahre lang das Ting für ganz Ostnorwegen abgehalten. Auch der St. Olavsweg, der die Verbindung zum nördlichen Binnenland herstellte, war wichtig für die Existenz und das Wachstum der Stadt. Bis zum Beginn des 20. Jahrhundert wurden Eisenerz und Gold abgebaut. Eidsvoll war schon immer ein Verkehrsknotenpunkt für den Verkehr über den Mjøsa– See und damit für die Verbindung zwischen dem Gudbrandsdalen und dem Oslofjord. Auch die erste Eisenbahnlinie Norwegens, die 1854 in Betrieb genommen wurde, verlief von Christiania (heute Oslo) nach Eidsvoll.

Besuchen könnt ihr das Eidsvoll Museum, das Eidsvollsbygningen, Norwegens einziges Binnenschifffahrtsmuseum – Mjøssamlingene am Minnesund, die Smaragdgrube am Minnesund und die Goldgrube. Es gibt in der Gegend der Eidsvoll Kirche einen Lehrpfad zum kulturellen Erbe der Region, der auch ein sehr schöner Wanderweg mit Aussichtspunkten und herrlicher Landschaft ist.

 

Weitere Infos zu Eidsvoll

www.eidsvollkommune.no

 

 

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Das norwegische Erdölmuseum

Norwegisches Erdölmuseum

Norwegisches Erdölmuseum

Stavanger ist das Zentrum der norwegischen Ölindustrie und aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges eine der reichsten und schönsten Städte Norwegens. Es sind alle wichtigen internationalen Ölgesellschaften heute in Stavanger präsent, der staatliche norwegische Ölkonzern Statoil wurde sogar hier gegründet. Es liegt also auch nicht sonderlich fern, wenn in dieser florierenden Öl-Stadt, Norwegens Erdölmuseum seine Heimat hat. Seit der ersten erfolgreichen Ölbohrung 1969 hat keine andere Stadt so sehr vom Ölboom profitiert wie Stavanger.

Das Museum ist ein aufsehenerregender Bau aus Granit und liegt direkt am Wasser. Ein Teil des Museums befindet sich sogar auf dem Wasser. Dieser wurde einer Ölplattform nachempfunden. Im inneren des Museums sieht es ganz ähnlich aus. Auch hier bekommt man ständig den Eindruck vermittelt, sich auf einer echten Bohrinsel zu befinden: dunkle Gänge, eine authentische Geräuschkulisse, sowie nachgebaute Räume. Das Museum informiert auch über den technologischen Fortschritt und darüber, wie das Erdöl die norwegische Gesellschaft beeinflusst hat. Originalobjekte, Modelle, Filme und interaktive Exponate zeigen jeden Blickwinkel von einem Alltag auf der Ölplattform bis zur Technologie und zu dramatischen Unfällen.

1980 kippte die Förderinsel Alexander L. Kielland in die Nordsee. 123 Menschen sind ums Leben gekommen und 89 überlebten die Havarie. Eine ähnliche Situation kann im norwegischen Erdölmuseum erlebt werden. Bei einem Stromausfall und in kompletter Dunkelheit irrt der Besucher über die Plattform, die Sirene heult, überall Hindernisse und ein Hauch von Panik liegt in der Luft. So erlebt man in 5 Minuten den Katastrophenraum in dem Museum. Sogar ein Rettungsschlauch kann in dem Museum ausprobiert werden, der einem Schlauch auf einer Bohrinsel sehr nahe kommt.

Des weiteren zeigt das Erdölmuseum die Technologieentwicklung von den ersten Plattformen, die aus Stahl- und Beton bestanden, bis hin zu modernen Schiffen und Unterwassersystemen. Ein 3D-Film zeigt die Geschichte des Öls, wie es entstand, gefunden, gefördert und verwendet wurde und wird.

Öffnungszeiten:
1. Juni – 21. August: täglich von 10:00 Uhr – 19:00 Uhr
1. September – 31. Mai: Montag – Samstag von 10:00 Uhr – 16:00 Uhr, Sonntags von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr

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