Highland Games auf den Vesterålen

Highland Games auf den VesterålenDie Vesterålen hatten in diesem Jahr ein ganz besonderes Spektakel zu bieten. Erstmalig wurden hier die Weltmeisterschaft der Highland Games und der Stones of Strength Contest ausgetragen.
33 Aktive aus der ganzen Welt nahmen an den Wettbewerben, die vom 27. Juni bis zum 29. Juni in Bø i Andøy und Alsvåg (Øksnes) ausgetragen wurden, teil – darunter der stärkste Mann Irlands, der stärkste Mann der Slowakei, der stärkste Mann der Ukraine und mehrere Weltrekordhalter. Der 20-jährige Robert Stakston aus dem Gudbrandsdal repräsentierte das Gastgeberland, war aber nur ein Außenseiter.
Sowohl der Vizepräsident Ryan Vierra als auch der Präsident Francis Brebner der Internationalen Highland Games Association (IHGF) waren vor Ort und konnten sich bei schönstem Sonnenschein davon überzeugen, dass die Norweger perfekte Gastgeber sind…

Bei beiden Wettkämpfen geht es um physische Kraft. Steine und Baumstämme werden gehoben, getragen, geworfen. Die Aktiven nennen es den ältesten Sport der Welt. Entstanden sind die Kraftproben in Schottland, wo die Clans erst untereinander, später auch gegen Engländer, Wikinger und Römer kämpften. Wer aus den Wettbewerben als stärkster Mann hervorging, konnte mit Ehre und Ruhm rechnen. Inzwischen finden die Highland Games auf der ganzen Welt statt.

Highland Games auf den Vesterålen

Stones of Strength Contest

Am 27. Juni startete das Event mit dem Stones of Strength Contest in Alsvåg (Øksnes). Die Gemeinde hatte sich stark gemacht, diesen Wettbewerb austragen zu dürfen, um an den Riesen Stor Johan, einem lokalen Volkshelden aus dem 19. Jahrhundert, zu erinnern.
Beim Stones of Strength Contest geht es darum, einen 180 kg schweren Stein so weit wie möglich zu tragen. Der Favorit Oleksander Lashyn aus der Ukraine hatte einen schlechten Tag erwischt. Er schaffte nur 49 m. Casey Garrison (USA) erreichte einen neuen Weltrekord. 123 m trug er den Stein und schlug damit den alten Rekord des stärksten norwegischen Manns Sveinung Tangstad, der verletzungsbedingt nicht an den Wettkämpfen teilnehmen konnte.

Die weiteren Wettkämpfe fanden in Bø i Andøy statt. Baumstammwerfen, Gewichtheben, Steinstossen, Hammerwurf, Gewichtshoch- und Gewichtsweitwurf standen auf dem Programm. Der Sieger und damit der stärkste Mann der Welt 2014 wurde der Niederländer Peter Karst Bouma. Der zweite Platz ging an den amtierenden Europameister Jimmy Van De Walle (Belgien), der dritte Platz an Duncan McCallum (USA). Der Ire Jonathan Kelly holte sich den Gesamtsieg im Stones of Strength Contest mit zwei 1. und drei 3. Plätzen. Weitere Weltrekorde wurden nicht erreicht, aber viele persönliche Rekorde.

 

Weitere Infos:
nb-no.facebook.com/vmihighlandgames
www.worldheavyevents.com
www.vol.no

 

(Fotos: www.vol.no)

 

 

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Skulpturlandschaft Nordland

Skulpturlandschaft Nordland: 'Havsøye' von Sigurdur Gudmundsson

‘Havsøye’ in Sortland (Vesterålen)

Die Skulpturlandschaft Nordland ist ein international bekanntes Kunstprojekt. Künstler aus 15 Ländern haben sich beteiligt und 34 Skulpturen geschaffen, die in der Provinz Nordland verstreut zu finden sind. Eine Skulptur steht in Skånland (Troms). Alle Werke sind ständig aufgestellt und bereichern die ohnehin schon schöne Landschaft. Den Künstlern wurde kein spezielles Thema oder Material vorgeschrieben. Vielmehr wurde darauf Wert gelegt, dass eine große Vielfalt visueller Ausdrucksformen entsteht.
Nordland verfügt damit über eine wichtige Sammlung der Gegenwartskunst, die lebhafte Debatten und Diskussionen ausgelöst hat…

Das Projekt Skulpturlandschaft Nordland wurde im Auftrag der Nordland fylkeskommune von 1992 – 1998 realisiert. Neben den Kommunen, in denen die Kunstwerke platziert werden sollten, und den Künstlern selbst halfen auch viele Freiwillige bei der Umsetzung. Nachdem das Projekt genehmigt wurde, löste es heftigen Streit aus. Die Gegner waren der Meinung, hier werden Steuergelder verschwendet und die Skulpturen verschandeln die Landschaft. Nur wenige von ihnen wurden von der lokalen Bevölkerung warmherzig aufgenommen. Im Laufe der Zeit stieg die Akzeptanz, inzwischen sind die kritischen Stimmen vollständig verklungen. Schließlich locken die Skulpturen mehr und mehr Besucher und Touristen an.

Kunst finner sted ist das Motto der Skulpturlandschaft Nordland. Das Projekt ist von dem Gedanken geleitet, dass ein Kunstwerk durch sein Vorhandensein einen eigenständigen Ort schafft und auch die jeweilige Umgebung beeinflusst und reicher macht.

Eines der beeindruckendsten und beliebtesten Werke ist der 4,3 m hohe Mannen fra havet (Der Mann vom Meer), der in der Kommune Bø i Vesterålen steht:

 

Weitere Infos unter:
www.skulpturlandskap.no
www.nrk.no/Skulpturlandskap_Nordland

 

 

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