Jæren – westnorwegische Küstenlandschaft

Jæren

Foto: forskning.no

Jæren, das ist die flache Küstenlandschaft entlang des Ozeans südlich von Stavanger. Gepflegte Äcker, Steinmauern, ein weiter Horizont, endlose Strände und das Meer schlummern hier in einem ständig wechselnden Licht. So ruhig die Landschaft wirkt, so unbeständig und temperamentvoll ist das Wetter.
Jæren ist eine der norwegischen Landschaftsrouten, und es wird gesagt, wer Jæren nicht gesehen hat, hat Norwegen nicht gesehen…

Das eigentliche Jæren ist der 10 – 15 km breite Küstenstreifen, der 15 km nordwestlich von Egersund beginnt und sich ca. 60 km in nördliche Richtung Tungenes entgegenstreckt. Das Areal ist etwa 700 km² groß und damit Norwegens größte Tiefebene. Die geographischen Grenzen werden von Fall zu Fall unterschiedlich dargestellt. Üblicherweise werden die Kommunen , Klepp, Time und Sola sowie Sandnes, Stavanger und Randaberg (alle Rogaland) dazu gezählt. Dieses Gebiet umfasst dann 1.642 km² und hat ca. 304.000 Einwohner.

Dieser Landstrich war nach den großen Eiszeiten früher eisfrei als andere und damit schneller bewohnbar. Spuren und Funde aus Stein- und Bronzezeit, aber vor allem aus der Eisen- und der Wikingerzeit sind überall vorhanden. Auch die Namen der Siedlungen, die zu einem Großteil aus nicht zusammengesetzten Wörtern bestehen, weisen auf eine sehr alte Besiedlung hin.

Heutzutage lebt die Region von der Landwirtschaft und dem Tourismus. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die landwirtschaftliche Nutzung nur gering. Grund dafür waren der steinige Boden und die weiten Moor- und Heideflächen. Erst ab den 1860er Jahren fing man an, die Sümpfe zu entwässern, die saure Heide zu bearbeiten und den Boden von Steinen zu bereinigen. Der Boden ist nicht der fruchtbarste, aber Jærens Vorteil liegt in den klimatischen Vorzügen. Lange Wachstums- und Weidezeiten sowie eine gutes Verhältnis zwischen Temperatur und Niederschlägen sind gute Voraussetzungen.

Die norwegische Landschaftsroute Jæren verläuft zwischen Ogna und Bore und ist 41 km lang. Von den vielen Leuchttürmen entlang der Strecke ist wohl der von Kvassheim der schönste. Der 5 km lange Orrestranda mit seinem feinkörnigen, weißen Sand gilt als einer der prächtigsten Strände des gesamten Landes.

 

Weitere Infos:

www.nasjonaleturistveger.no

 

 

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Dverberg kirke

Dverberg kirkeEin Stück außerhalb von Dverberg, eine Ortschaft auf der Vesterålen- Insel Andøya, ist in nördlicher Richtung und direkt am Meer gelegen die Kirche von Dverberg (Dverberg kirke) zu finden. Die weithin sichtbare, schön gelegene, weiße Holzkirche wurde 1843 erbaut und hat einen achteckigen Grundriss. Etwa 30% der norwegischen Holzkirchen haben diese Form. Dverberg kirke bietet Sitzplätze für 230 Personen und steht unter Denkmalschutz. Insgesamt finden 350 Menschen in ihr Platz. Ihr Architekt war Christian H. Grosch. Dverberg gehört zum Dekanat Vesterålen.

Die erste Erwähnung Dverbergs als Kirchenort geht auf das Jahr 1589 zurück. Damals war die Gemeinde der Hauptkirchort auf Andøya, Andenes und Bjørnskinn waren Nebenkirchen von Dverberg. Zuerst stand hier eine Kreuzkirche, die 1734 durch einen Blitzschlag schwer beschädigt und danach immer wieder notdürftig repariert wurde. Erst 1839 wurde beschlossen, die alte Kirche abzureißen und eine neue zu bauen.

Dverberg kirke

Denkmal für die vermissten Fischer Dverbergs

Das neue Kirchengebäude wurde auf einer Landzunge etwa 300 m südwestlich vom alten Platz errichtet. Als die Kirche am 17. Oktober 1843 eingeweiht wurde, galt sie als die schönste der Vesterålen. 1930 wurde der Bau komplett restauriert.

Außerhalb der Kirche sind ein Gedenkstein für die Fischer Dverbergs, die nicht mehr vom Meer nach Hause gekommen sind, und ein im Jahre 1993 errichteter Gedenkstein für Augustinus Sellevoll, ein lokaler Politiker und Stortingsmann, zu finden.
Auf dem Friedhof von Dverberg kann das Grab des Kriegshelden und Teilnehmers der Kon-Tiki-Expedition Torstein Raaby, der aus Dverberg stammte, besucht werden.

Weitere Infos unter:
www.kulturminnesok.no
www.vesteraalen.info

 

 

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