Karius og Baktus

karius-og-baktusDer Klassiker zum Thema Zähneputzen!
Aber wer weiß schon, dass ein Norweger der Schöpfer der beiden ist?
Die ersten Geschichten von den “Zahntrollen” Karius und Baktus wurden 1941 in Thorbjørn EgnersDen nye barneboka” (Das neue Kinderbuch) veröffentlicht. Kurze Zeit später wurden die Geschichten als Hörspiel im Radio gesendet. 1949 erschien dann das vom Autor selbst illustrierte Buch, in dem es nur um den schwarzhaarigen Karius und den rothaarigen Baktus geht. Es wurde in mehrere Sprachen übersetzt und so auch international ein Klassiker…

In Deutschland gibt es außer dem Buch, das inzwischen in diversen Auflagen erschienen ist, auch ein Hörspiel, welches 1980 veröffentlicht wurde, und ein Hörbuch, das von Dirk Bach gelesen wurde.
1955 kam der Puppentrickfilm des norwegischen Filmemachers Ivo Caprino mit Liedern Egners heraus. In der deutschen Fassung wird Baktus von Hans Clarin, Karius von Werner Lieven und der Erzähler von Erik Jelde gesprochen.

Sowohl das Buch als auch der Film wurden und werden ausdrücklich für die Verwendung im Grundschulunterricht empfohlen. Die meisten von Euch können sich bestimmt noch erinnern…
Thorbjørn Egner hat mehrere Preise von Zahnarztorganisationen für seinen Kinderbuchklassiker erhalten.

Karius (nach Karies) und Baktus (nach Bakterie) wohnen in den Zähnen eines Jungen namens Jens (anfangs in der deutschen Fassung Max, in den neueren Ausgaben auch Jens). Weil Jens oft Süßes isst und selten seine Zähne putzt, leben die beiden wie im Schlaraffenland und bauen immer mehr und größere Löcher in seinen Zähnen. Nach kurzer Zeit bekommt Jens großes Zahnweh, und seine Mutter rät ihm, seine Zähne zu putzen. Karius und Baktus haben fürchterliche Angst vor der Zahnbürste und rufen ihm laut zu „Tu nicht, was deine Mutter sagt, Jens!“ (Ikke gjør som mora di sier, Jens!). Jens putzt trotzdem seine Zähne, und die beiden müssen sich in ihren Löchern verstecken. Schließlich geht Jens zum Zahnarzt, der seine Löcher mit Plomben füllt. Als Jens anschließend seinen Mund ausspült, geraten die beiden Zahntrolle in den Ausguss und von dort letztendlich aufs offene Meer, auf dem sie mit einem Floß treiben und nach einem neuen Heim Ausschau halten.

Es heißt, dass dieses Buch die Haltung der Kinder zum Zähneputzen beeinflusst hat. Mir zum Beispiel wurde als kleines Kind oft gesagt: „Putz deine Zähne, sonst kommen Karius und Baktus!“.

 

(Foto und Autorin: Ellen Maja)

 

 

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Olympische Anlage in Gjøvik

Felsenhalle

Felsenhalle – Wikipedia

Obwohl Lillehammer der Hauptaustragungsort der Winterspiele von 1994 gewesen ist, gibt es auch eine olympische Anlage in Gjøvik. Denn neben Lillehammer waren auch Hamar und Gjøvik wichtige Austragungsorte dieser Spiele. Insgesamt 67 Nationen und 1739 Athleten nahmen an ihnen teil.

Zu den Olympische Winterspielen ´94, wie auch heute, dient die olympische Anlage in Gjøvik als Spielstätte für Eishockey. Insgesamt fanden 1994 16 Eishockeyspiele in dieser Halle statt. Heute ist es die Heimat der Gjøvik Mammuts. Die Halle trägt den Namen Fjellhall, zu deutsch Felsenhalle. Diesen Namen trägt sie, weil die Halle 120 Meter in den Bergfelsen gebaut wurde. Dazu wurden 120.000 m2 Fels aus dem Berg gehauen und mit 29.000 LKW-Ladungen abtransportiert. Die Spannweite der Halle beträgt 91 Meter und hat eine Höhe von 24 Metern.  Sofort nach Betreten der Halle, ist es einem Bewusst, dass man sich in einem Berg befindet. Die Halle wurde kaum, bis gar nicht verkleidet und es ist jederzeit der nackte Fels zu sehen. Bis zu 6.000 Zuschauer finden in der Felsenhalle platz, wovon 980 Stehplätze sind.

Der Bau kostete insgesamt NOK 134,6 Mio., wovon NOK 88.5 Mio. von der norwegischen Regierung bereitgestellt wurden. Am 6. Mai 1993 wurde die Eröffnung mit einem großen Fest und einer Fernseh-Liveübertragung im norwegischen Fernsehen mit 5.000 Gästen in der Halle gefeiert.

Die Halle wurde in Verbindung mit einer bereits existierenden Schwimmhalle gebaut, welche sich ebenfalls im

Eingangsbereich

Eingangsbereich

Felsen befindet. Im Winter 2008 kamen zwei Kletterwände hinzu. Das Kletterzentrum zählt zu den besten des Landes. Außerdem werden hier, wie auch in allen anderen für die Olympischen Winterspiele 1994 gebauten Hallen, Konzerte, Ausstellungen und Messen veranstaltet. Es ist die größte, sich im Berg befindende und für die Zivilbevölkerung zugängliche Halle der Welt.

Eine weitere Anlage ist die Kunsteisbahn für Rodeln und Bobsport. Sie liegt zwar nicht in Gjøvik, aber auch nicht in Lillehammer oder Hammer, sondern 15 km nördlich von Lillehammer, in Hunderfossen. Die Anlage liegt in einem Waldgebiet und bietet einen Höhenunterschied von 204 Metern, eine Länge von 1365 Metern und 16 Kurven. Dieser Bau schlug mit NOK 204 Mio. zu buche und bietet für 10.000 Zuschauer platz.

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