Kreuzfahrt oder Fähre? Beides – zwischen Hirtshals und Norwegen

MS Stavangerfjord. Foto: Fjord Line

MS Stavangerfjord. Foto: Fjord Line

Kleine Kreuzfahrt statt Fähre? Im Seeverkehr zwischen “dem Kontinent” und Norwegen ist ab sofort ein neues Verkehrsmittel im Einsatz, das nicht weniger als “ein neues Kapitel der Fährschiffahrt” aufschlagen soll. Mit der Jungfernfahrt der MS Stavangerfjord am 14. Juli 2013  kam erstmals ein Kreuzfahrtfährschiff der gehobenen Klasse im direkten Verkehr mit Fjordnorwegen zum Einsatz. Ab sofort bedient die MS Stavangerfjord Bergen und Stavanger vom dänische Hirtshals aus. Darüber hinaus wurde die neue Fährlinie Hirtshals-Langesund (Telemark) eröffnet.

Die MS Stavangerfjord der norwegischen Reederei “Fjord Line” ist das erste von zwei neuen Kreuzfahrtfährschiffen. Das baugleiche Schwesterschiff MS Bergensfjord kommt ab dem kommenden Winter zum Einsatz. Bis zum Jahreswechsel bedient noch die aktuelle MS Bergensfjord als zweites Schiff die Strecken Hirtshals-Stavanger und Hirtshals-Langesund.

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Die Festung Oscarsborg

Die ca. 1856 vollendete norwegische Festung Oscarsborg sicherte die Zufahrt zur norwegischen Hauptstadt Oslo durch den Oslofjord vom offenen Meer her ab. Die Festung liegt auf den Kaholmen – Inseln im Drøbaksund, der eine natürliche Engstelle im Oslofjord bildet. Bereits um 1643 herum ließ daher Christian IV die Inseln befestigen, ein weiterer Ausbau der Befestigungen erfolgte im 16. und 17. Jahrhundert.

Nach der Fertigstellung war Oscarsborg jedoch nur für kurze Zeit Nordeuropas modernste Festung. Die Entwicklung der Artillerie machte in dieser Zeit große Entwicklungsschritte und da das alte Fort und seine Bewaffnung dem Fjord zugewandt war konnte es umsegelt und von hinten angegriffen werden. So wurden bereits ab 1880 weitere Modernisierungen an der Anlage vorgenommen.

Die Durchfahrt westlich der Insel zum Festland wurde um 1890 durch ein künstliches Riff auf eine durchschnittliche Wassertiefe von 2 Meter verringert, so dass auch heute noch der gesamte Schiffsverkehr von und nach Oslo in unmittelbarer Nähe an der Festung vorbeiführt. Für Reisende auf den Fähr- und Kreuzfahrtschiffen ist Oscarsborg so immer wieder ein lohnendes Fotomotiv.

Fahrt durch die Enge des Sundes, voraus ist Kaholmen mit der Festung in Sicht

Fahrt durch die Enge des Sundes, voraus ist Kaholmen mit der Festung in Sicht

1940 hatte Oscarsborg seine erste wirkliche „Prüfung“: Während des deutschen Angriffs auf Norwegen (die sogenannte Operation Weserübung) gelang von dort aus die Versenkung des schweren Kreuzers Blücher. Dies war einer der schwersten Verluste auf deutscher Seite bei dieser Kriegshandlung. Ca. 320 Soldaten starben bei dem Schiffsuntergang.. Die erfolgreiche Gegenwehr der Festung ermöglichte es jedoch  dem norwegischen König Håkon VII., mitsamt dem Goldschatz des Landes nach Großbritannien ins Exil zu entkommen.

Heute fahren ab Drøbak (eine Kleinstadt auf der Ostseite des Fjordes gegenüber von Oscarsborg) ganzjährig Personenfähren auf die Insel. Fahrtzeiten und touristische Angebote können auf der Seite http://www.forsvarsbygg.no/festningene/Festningene/Oscarsborg-festning/  abgefragt werden. Die militärischen Anlagen sind heute bis auf wenige Ausnahmen zur Besichtigung freigegeben, ferner finden in den Sommermonaten vielfältigste kulturelle Veranstaltungen in der Festungsanlage statt, auch ein Museum beherbergt die Anlage, dass durchaus einen Besuch wert ist.

Die Festung Oscarsborg

Die Festung Oscarsborg

 

 

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