Kristiansund – Stadt in Nordmøre

Kristiansund

Foto: www.tk.no

Kristiansund ist eine Stadtkommune in Nordmøre, dem nördlichen Teil der Provinz Møre og Romsdal, die direkt am Meer auf einer Reihe von Inseln liegt. Die Ortschaft ist eine der markantesten Städte Norwegens, die während des II. Weltkriegs fast komplett zerstört und nach 1945 neu aufgebaut wurde. Man entschied sich, nicht eine Kopie des alten Ortes zu schaffen, sondern eine moderne Stadt…

In Kristiansund lebten zum Ende des Jahres 2014 knapp 25.000 Einwohner. Die Inseln, auf denen sich die Stadt erstreckt, haben eine Gesamtfläche von 87 km². Nicht alle sind bewohnt. Die größten sind die Insel Frei, Nordlandet mit Flugplatz und dem Industriezentrum der Stadt und Kirkelandet. Letztere ist seit alters her die Hauptinsel des Ortes. Hier befindet sich auch das Gemeindezentrum.

Es heißt, dass der erste Norweger ein Kristiansunder gewesen sein könnte. Auf der Insel Nordlandet wurden die frühesten Funde Norwegens aus dem Steinzeitalter gemacht. Die Fosna-Kultur wurde nach dem Ort in Nordmøre benannt.
Die vorbeiführenden Schiffahrtswege und ein guter natürlicher Hafen sind die Existenzgrundlage für die Stadt. Ende des 17. Jahrhundert begann in der Region die Klippfischproduktion und das Verschiffen für den Export. Das sorgte für einen enormen Aufschwung Kristiansunds. Im Jahre 1742 erhielt der Ort den Stadtstatus und wurde nach König Christian VI. von Fosna in Kristiansund umbenannt. Die Stadt entwickelte sich rasch weiter und wurde ein Pionier in Sachen Fischhandel. Die Hafenanlagen wurden ausgebaut und durch Werften und Fischfabriken erweitert. Viele Ausländer, insbesondere Briten, ließen sich im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts hier nieder.
Im April 1940 fiel die Stadt mehreren deutschen Bombenangriffen zum Opfer. Die meisten alten Holzhäuser wurden zerstört oder brannten nieder.

Kristiansund ist bekannt für sein Opernhaus, das 1928 vom norwegischen Komponisten Edvard Bræin ins Leben gerufen wurde. Jedes Jahr im Februar findet die über die Landesgrenzen bekannte Opernfestwoche statt.
Vågen i Kristiansund ist ein altes Hafengebiet mit vielen interessanten Sehenswürdigkeiten und Museen, die von der großen Zeit Kristiansunds als Fischhandelsstadt zeugen. Hier findet ihr unter anderem alte Handelshäuser und Werftanlagen und das Norsk klippfiskmuseum (Norwegisches Klippfisch- Museum).

 

Weitere Infos:
www.visitkristiansund.com

 

 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Raet-Nationalpark (Aust-Agder)

Raet Nationalpark

Foto: raetnasjonalpark.no

Der Raet- Nationalpark verdankt seinen Namen einem geologischen Phänomen – der Raet- Endmoräne. Jene entstand während der letzten Eiszeit und zieht sich unter Wasser dem Land vorgelagert entlang. An der Südküste von Aust-Agder geht sie ans Land. Die Endmoräne ist die Basis für ein abwechslungsreiches Leben im Meer, zu Land und in der Luft. Diese einzigartige, qualitativ hochwertige Natur ist für jeden leicht zugänglich. Der Raet- Nationalpark bietet eine Vielzahl von Outdoor- Möglichkeiten. Er ist ideal zum Kajakfahren, Windsurfen, Bootfahren und Wandern sowie zum Angeln, Baden und Tauchen…

Der Raet-Nationalpark wurde im Dezember 2016 eröffnet. Er erstreckt sich über die Kommunen Arendal, Grimstad und Tvedestrand (alle Aust-Agder). Der Park umfasst ca. 607 km² Küstenlandschaft und Meer. 98% des Areals sind Wasserfläche. Das besondere an der Landschaft ist, dass deutlich sichtbar wird, wie das Eis die Küste geprägt hat. Die Raet- Endmoräne ist unter Wasser und an Land gut auszumachen. Besonders reichhaltig ist das Leben unter Wasser. Von den Ufern und dem Schärengarten bis zu einer Tiefe von 500 m im Skagerrak hat die Eiszeit hier eine abwechslungsreiche Meereslandschaft hinterlassen.

Innerhalb der Grenzen des Nationalparks befinden sich einige der meist genutzten Erholungsgebiete Südnorwegens. Auf dem Wasser herrscht viel Betrieb. Mehr als 130 Sommerhäuser und -hütten sind im Park zu finden, mehrere Hundert in direkter Nachbarschaft zum Park. Das milde Wetter der Region, der Schärengarten und die weißen Strände ziehen Urlauber und Tagesausflügler jeden Alters magisch an. Kulturhistorisch von Bedeutung sind die Leuchttürme im Nationalpark. Lyngør fyr, Møkkalasset fyr und Lille Torungen stehen als leuchtende Kathedralen des Meeres vor der Küste.

Ein reiches Vogelleben prägt den Raet- Nationalpark. Hier sind sowohl Arten anzutreffen, die im Schärengarten nisten, als auch Arten, die den Wald als Lebensraum bevorzugen. Die Waldfläche ist nicht groß, aber hier sind die nördlichsten Buchenwälder Europas anzutreffen. Die Wiesen und Heideflächen direkt an der Küste bieten nicht nur einer ganzen Reihe von Pflanzen wie Blumen, Gräsern, Pilzen und Flechten eine Heimat, sie sind auch einer der wichtigsten Gründe, dass das Gebiet den Status Nationalpark erlangt hat. Viele seltene und geschützte Pflanzen sind zu finden. Über 1.500 Schmetterlingsarten wurden gezählt.

Weitere Infos zum Raet-Nationalpark:

raetnasjonalpark.no

 

 

© 2002 - 2021 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved