Stabbursdalen- Nationalpark (Finnmark)

Stabbursdalen Nationalpark

Foto: www.stabbursnes.no

Der Stabbursdalen- Nationalpark ist geprägt von den für die Finnmark so typischen Landschaftsformen – karge Berge, weite Ebenen, schmale Schluchten, viel Wasser. Der Park ist der nördlichste Lebensraum für einige Tier- und Vogelarten, und ihr findet hier den weltweit nördlichsten Kiefernwald mit Bäumen, die bis zu 500 Jahre alt sind. Die unberührte Natur und die fischreichen Gewässer ziehen zahlreiche Sportangler an…

Der Stabbursdalen- Nationalpark erstreckt sich über die Kommunen Porsanger und Kvalsund (beide Finnmark) und hat eine Größe von 747 km². Er wurde 1970 eröffnet, 2002 wurde seine Fläche erweitert. Das Areal hat eine lange Tradition als Fisch- und Jagdgebiet. Der Kiefernwald diente als Holzquelle für den Haus- und Bootsbau. Noch heute dient der Park als Weide für Rentierherden. Für die Samen hatte der Ort eine zentrale Bedeutung im religiösen Leben. Einige Berge und Seen galten als heilig.

Die letzte Eiszeit prägte das Gebiet des Stabbursdalen- Nationalparks. Überall sind Spuren des Abschmelzens des Gletschers zu finden. Der größte Fluss, der auf einer Länge von 60 km durch den Nationalpark fließt, ist der Stabburselva. Er hat auf weite Strecken ein tief eingeschnittenes Flussbett gebildet, das an einigen Stellen eine canyonartige Landschaft bildet. Nur wenige Flüsse in Norwegen von dieser Größe können wie dieser ein von technischen Eingriffen befreiten Verlauf bieten. Im Südosten prägt die Hochgebirgskette Gáissene das Bild des Parks, die sich teilweise über 1.000 m in die Höhe streckt. Hier ist kaum Vegetation vorhanden, der südliche Teil kann als Felswüste bezeichnet werden.

Der Nationalpark bietet viele Möglichkeiten für Touren per Fuß oder Ski. Es gibt einige markierte Wege und die beiden unbewirtschaftete Hütten Bastingammen und Ivarstua. Die Bedingungen für Angler sind hervorragend – Lachse, Saiblinge und Forellen warten darauf, gefangen zu werden. Auch die Möglichkeit der Jagd ist im Stabbursdalen- Nationalpark gegeben. In beiden Fällen braucht ihr eine Angel- bzw. Jagdkarte, die ihr im Stabbursnes Naturhus og Museum erwerben könnt.

 

Weitere Infos:
www.nasjonalparkstyre.no/Stabbursdalen
www.stabbursnes.no

 

 

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Fauske - die norwegische Marmorstadt (Nordland)

Fauske

Foto: saltenposten.no

Fauske ist weltberühmt für seinen Marmor. Eine ganze Reihe monumentaler Bauwerke wie der Kaiserpalast in Tokio, das Osloer Rathaus, das UN- Gebäude in New York und der Flughafen der norwegischen Hauptstadt Oslo- Gardermoen ist mit Material aus den Dolomit- und Marmorsteinbrüchen rund um Fauske ausgeschmückt. Aber die Stadt ist auch ein Verkehrsknotenpunkt in der Region Salten und die nördlichste Station der norwegischen Eisenbahn. Ab hier geht es nur noch per Bus weiter in den Hohen Norden…

Fauske ist das administrative Zentrum der gleichnamigen Kommune und liegt an der Fauskevika, einem kurzen Seitenarm des Skjerstadfjords. Der Ort, in dem rund 6.300 Einwohnern leben, liegt ca. 60 km östlich von Bodø. Trotz der Nähe zur Provinzhauptstadt ist Fauske selbst ein wichtiges Dienstleistungs- und Kommunikationszentrum der Salten– Region. Der Ort erblühte durch den Bergbau, der in unserer modernen Zeit mehr und mehr in den Hintergrund tritt. Neben den Marmor- und Steinbrüchen fand man auch Kupfer und betrieb Kupferminen zur Ausbeutung des Rohstoffs.

Der historische Dorfkern Fauskes ist erhalten geblieben und gehört heute zum Nordlandsmuseum. Ausstellungen mit lokalgeschichtlichen Sammlungen sind das ganze Jahr über zu besichtigen. Nicht weit entfernt steht die Statue “Uten tittel” von Per Barclay, die Teil der Skulpturlandschaft Nordland ist. Die Kirche in Fauske ist eine Langkirche aus Holz, fertiggestellt im Jahre 1867. Im Stadtzentrum findet ihr weiterhin den Melenci park, benannt nach der Städtefreundschaft mit der serbischen Gemeinde Melenci.

Die Stadt ist umgeben von zwei Höhenzügen – Finneidfjell und Storsteinfjell. Diese bieten viele Möglichkeiten für Wanderer, Mountainbiker und Skisportler, sowohl nordisch als auch alpin. Der Sjunkhatten– und der Junkerdal– Nationalpark können in der Nähe besucht werden. An der Grenze des letzteren befindet sich das alte Bergbaudorf Sulitjelma, das heute als Museum fungiert und auf alle Fälle einen Besuch wert ist. In Fauske selbst gibt es ein großes und bei Kindern sehr beliebtes Spaßbad. Es gibt eine Reihe von Tropfsteinhöhlen in der Kommune wie die Brasetgrotta und die Okshola.

 

Weitere Infos zu Fauske:

visitbodo.com

 

 

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