Norwegen nach den Wahlen

Norwegen nach den Wahlen 2013: Siv Jensen (links) und Erna Solberg (rechts) - die beiden starken Frauen des Landes

Norwegen nach den Wahlen 2013: Siv Jensen (links) und Erna Solberg (rechts) – die beiden starken Frauen des Landes

Die „Eiserne Erna“ übernimmt das Ruder – wer hat in Norwegen nach den Wahlen 2013 das Sagen im Land? Nach 12 Jahren erlebt Norwegen einen Machtwechsel – aber welche Parteien bilden eigentlich die neue Regierung?

Der 09. September 2013 – ein geschichtsträchtiger Tag für Norwegen. Der nun ehemalige Ministerpräsident des Landes Jens Stoltenberg verabschiedet sich nach acht Jahren aus der Position und auch seine Partei muss sich in die Opposition begeben. Die Sozialdemokraten bekamen zwar immer noch die meisten Stimmen, allerdings konnten sie mit den Grünen keine Mehrheit erreichen.

Bildung einer Minderheitsregierung

Statt der sozialdemokratischen Regierung wird nun ein Mitte-Rechts-Bündnis die Führung des Parlaments übernehmen. An der Spitze des Bündnis – Erna Solberg oder die „Eiserne Erna“ wie sie auch genannt wird. Ihre Partei Høyre hat ihre Koalitionspartner in den Christdemokraten, den Liberalen und der Fortschrittspartei gefunden. Nach längeren Verhandlungen steht nun die neue Regierung.

Rechtspopulisten in der Regierung

Damit hatte wohl niemand gerechnet. Ausgerechnet die Partei, die noch vor kurzer Zeit so stark in der Kritik stand, stellt heute nun sieben Ministerposten. Die rechtspopulistische Fortschrittspartei, die gerade nach dem Amoklauf auf der Insel Utøya an Stimmen verloren hat, ist nun Teil der norwegischen Regierung. Das wird von vielen natürlich als sehr kritisch angesehen. Schließlich war auch der Amokläufer Anders Behring Breivik Mitglied dieser Partei. Und auch wenn die Partei seit 2009 an Stimmen verloren hat, so ist sie dennoch die drittgrößte Partei des Landes. Was man vor allem nach starken ausländerfeindlichen Wahlsprüchen allerdings wirklich zu erwarten hat von der Partei, wird sich wohl noch ergeben. Die meisten Experten können sich nicht vorstellen, dass es allzu große Veränderungen in der Flüchtlingspolitik geben wird.

Zwei starke Frauen an der Spitze

Erna Solberg und Fortschrittspartei-Chefin Siv Jensen werden von nun an eng zusammen arbeiten. Nach Jens Stoltenberg haben also ab jetzt zwei Frauen die Zügel in der Hand. Die Hauptthemen, mit denen die Regierung sich ab jetzt wohl beschäftigen wird, sind Themen wie Steuersenkung und die Stärkung der privaten Gesundheitsvorsorge. Alles andere wird die Zukunft zeigen.

 

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Kilden Theater- und Konzerthaus in Kristiansand

Fassade Kilden, Foto: Hufton+Crow

Fassade Kilden, Foto: Hufton+Crow

Das Kilden Theater- und Konzerthaus in Kristiansand ist das Zuhause vom Agder Theater, dem Symphonieorchester Kristiansand und der Oper Süd. Das Theater- und Konzerthaus liegt auf der Odderøya in Kristiansand, direkt neben dem Fischereihafen, an der Hafenzufahrt von Kristiansand. Für diesen Bau wurde eine Brache am ehemaligen Industriehafen von Kristiansand  aufbereitet und als Bauplatz für das „Kilden“ zur Verfügung gestellt.

Das Gebäude hat insgesamt 4 unterschiedliche Säle: Der Konzertsaal ist mit seinen 1.180 Sitzplätzen, eines von Skandinaviens am besten ausgestatteten Sälen. Mithilfe neuester akustischer Technologien können im Konzertsaal eine Vielzahl von Veranstaltungen durchgeführt werden. Die Möglichkeiten reichen von Rockkonzerten bis hin zu zu großen Symphonieorchestern. Neben dem Orchester aus Kristiansand, können auch Gäste aus dem In- und Ausland in Empfang genommen werden.

Konzertsaal Kilden, Foto: Kjartan Bjelland

Konzertsaal Kilden, Foto: Kjartan Bjelland

Der Theater- und Opernsaal ist mit 672 Stühlen ausgestattet und hat zudem die Möglichkeit einen Orchestergraben abzusenken. Dieser Saal ist für Theateraufführungen, Musicals und Opern ausgerichtet. Es werden neben Eigenproduktionen auch Gastvorstellungen aufgeführt.

Ein weiterer Saal, ist der „Kleine Saal“. Dieser verfügt über eine Blackbox-Bühne und hat Platz für 100 Stühle.

Für einen runden Abschluss sorgt der Multifunktionssaal. In diesem Saal ist keine feste Bestuhlung vorhanden, aber dennoch die Möglichkeit gegeben, eine Bestuhlung mit 220 Plätzen aus der Wand zu fahren. Es bleibt somit eine Flexibilität für unterschiedlichste Veranstaltungen erhalten. Die Bühne ist ebenfalls eine klassische Blackbox.

Außerhalb der Konzert-, Theater- und Opernsälen befinden sich drei Bars und ein Café, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgen. Es sind aber nicht nur die Säle, die fantastisch aussehen, sondern auch das spektakuläre Foyer und die einzigartige Fassade des Gebäudes.

Foyer Kilden, Foto: Hufton+Crow

Foyer Kilden, Foto: Hufton+Crow

Der Eingang des Kilden Theater- und Kozerthauses liegt auf dem ehemaligen Pier und der Eingangsbereich ist an der dem Wasser zugewandten Seite. Das erste, was Besucher vom Gebäude zu sehen bekommen, ist die einmalige und eindrucksvolle Fassadenfront. Dabei handelt es sich um eine mehrfach geschwungene hölzerne Welle mit 3500 m². Durch eine vorgelagerte Glaswand hindurch betritt der Besucher das „Kilden“ und damit die Welt der norwegischen, darstellenden Kunst. Vom Foyer aus kommt man in die Aufführungssäle und mit entsprechender Zugangsberechtigung in die dahinter liegenden Servicebereiche.

Es ist ein tolles und atemberaubendes Bauwerk, welches auch einen Besuch wert ist, wenn man sich nicht unbedingt eine Aufführung anschauen möchte.

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