Ski-Star Therese Johaug unter Dopingverdacht

Kurz vor Beginn der Weltcup-Saison steht der norwegische Skilanglauf-Star Therese Johaug unter Dopingverdacht. Im September wurde die Läuferin positiv auf anabole Steroide getestet. Nachgewiesen wurde Clostebol, ein verbotener Stoff, den Johaug offenbar durch eine Hautsalbe aufgenommen hat. Nun muss die Sportlerin beweisen, dass sie die Wundsalbe Trofodermin nicht absichtlich zu Dopingzwecken verwendet hat. Doch selbst bei fahrlässiger Anwendung verbotener Substanzen können Sportlern bis zu zwei Jahre Sperre drohen. Bis zur endgültigen Entscheidung durch die Anti-Doping-Agenur darf Johaug nicht bei Wettbewerben antreten.

Der Mannschaftsarzt Fredrik Bendiksen übernahm die Verantwortung für den Vorfall, weil er Johaug versichert habe, die Salbe sei “sicher”. Bei einem Trainingslager in den italienischen Alpen erhielt Johaug das Mittel Trofodermin für einen schweren Sonnenbrand auf ihren Lippen. Neueste Enthüllungen weisen dabei auf extreme Unachtsamkeit hin: So sei eine explizite Dopingwarnung auf Verpackung und Beipackzettel des italienischen Produkts missachtet worden. Angeblich hätte eine einfache Google-Suche Aufschluss über die verbotenen Substanzen in Trofodermin geben können.

Johaugs Dopingfall ist bereits der zweite für den norwegischen Ski-Sport in diesem Jahr: Erst im Sommer wurde der Langläufer Martin Johnsrud Sundsby für zwei Monate gesperrt, weil er ein verbotenes Asthma-Mittel eingenommen hatte.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Molde - "Stadt der Rosen"

Blick auf Molde

Foto: tageswoche.ch

Molde liegt im Herzen der norwegischen Provinz Møre og Romsdal. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht recken sich 222 Berggipfel an der Südseite des Moldefjords entlang in die Höhe und bieten den Bewohnern und Besuchern der Stadt ein einmaliges Panorama.
Ende des 19. Jahrhunderts war das Ortsbild geprägt von üppigen Blumengärten und -parks, was Molde den Beinamen Stadt der Rosen (Rosenes by) einbrachte…

Molde ist mit knapp 30.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Provinz Møre og Romsdal und deren administratives Zentrum. Bereits im späten Mittelalter war der Ort ein reger Verschiffungsplatz für den Handel mit England und Holland und erhielt 1742 als erster in der Provinz das Stadtrecht verliehen. Neben dem Holzhandel lebte danach auch der Tourismus auf. Immer mehr Reisende, darunter Kaiser Wilhelm II., gingen hier an Land und sorgten für den wirtschaftlichen Aufschwung Moldes.

Die Stadt liegt nördlich des Romsdalsfjords am sogenannten Moldefjord, der kein Fjord im eigentlichen Sinne ist. Das Gelände steigt von sanften Hügeln entlang des Fjords zu bewaldeten Bergen und baumlosen Gipfeln an. Die meisten Häuser stehen auf dem Küstenstreifen direkt am Fjord. Die Natur liegt also zum Greifen nah und lädt zum Angeln, zu Wanderungen, Fahrrad- und Bootstouren ein. Wegen ihrer besonderen Architektur sind das Rathaus und die Domkirche Moldes ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher der Stadt. Das wichtigste Museum mit diversen Ausstellungsräumen und Nebengebäuden ist das Romsdalsmuseum.

Das bekannteste im Ort ist wohl dessen Fußballklub Molde FK, der seit Jahren sehr erfolgreich in der norwegischen Liga vertreten ist und als der reichste Klub in Norwegen gilt.
Im Sommer findet jährlich das Jazz- Festival von Molde statt, welches das größte seiner Art in Norwegen und das älteste in Europa ist. Es zieht nicht nur nationale Musiker an, auch internationale Größen lassen sich hier gerne blicken. Ebenfalls jährlich wird das Bjørnson– Festival, ein internationales Literatur- Event, durchgeführt.

 

Weitere Infos:
www.molde.kommune.no

 

 

© 2002 - 2023 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved