Totale Sonnenfinsternis auf Svalbard

Spitzbergen ist die größte Insel im Archipel Svalbard. Dieses wird 2015 von einer Sonnenfinsternis verdunkelt. Foto: Visit Norway

Spitzbergen ist die größte Insel im Archipel Svalbard. Dieses wird 2015 von einer Sonnenfinsternis verdunkelt. Foto: Visit Norway

Auf dem 77. Breitengrad ist es den Winter über ziemlich dunkel. Doch eine Dunkelheit der besonderen Art überkommt Svalbard – Spitzbergen – noch auf dem Weg in den kommenden Frühling: Am 20. März 2015 wird auf der Inselgruppe das Schauspiel einer totalen Sonnenfinsternis erwartet. Damit ist Spitzbergen die einzige Region Europas, in der man dieses außergewöhnliche Naturschauspiel vom Boden aus vollständig miterleben kann. Die Flug- und Reisegesellschaften stellen sich somit auf erhöhtes “Svalbard-Interesse” im kommenden Frühjahr ein.

Geografisch hat Svalbard dabei einen Joker gezogen: Jedes Jahr gibt es irgendwo auf der Erde eine totale Sonnenfinsternis, doch nicht überall hat man die Chance, diese deutlich zu sehen. Auf dem norwegischen Festland beispielsweise wird die Sonne des 20. März 2015 nur zu 90 Prozent vom Mond verdeckt. Im Jahr 2016 stehen die Gestirne wieder ganz woanders “auf Linie”, nämlich am 9. März in Indonesien.

Durch die Nähe zum Nordpol und aufgrund stabiler Wetterverhältnisse im März hofft man auf gute Sichtbedingungen für die Sonnenfinsternis 2015.  Das Fremdenverkehrsamt auf Spitzbergen erwartet aus Anlass des Naturspektakels zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt, die vorzugsweise in Longyearbyen auf der Hauptinsel untergebracht werden. Die Sonnenfinsternis, bei der die Temperaturen sinken und die Vögel plötzlich verstummen, dauert selbst nur zweieinhalb Minuten. Doch die Inselgruppe will das Himmelsphänomen als Chance nutzen, der Welt noch viel mehr faszinierende Seiten von Svalbard zu zeigen.

Reiseinformationen Norwegen und Spitzbergen auf http://www.visitnorway.com/de/

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Nordkalottruta - ein grenzenloser Wanderweg

Nordkalottruta

Foto: visit-lyngenfjord.com

Ihr wollt die arktische Natur hautnah erleben? Dann ist eine Wanderung auf der Nordkalottruta vielleicht genau das richtige für euch. Der rund
800 km lange Wanderweg führt durch die drei nordischen Länder Norwegen, Schweden und Finnland. Die wilde Natur mit hohen Gebirgszügen, Gletscherlandschaften, tiefen Tälern, Schluchten und weiten Moor- und Heideflächen zieht eine ganze Reihe von Wanderern an und wird auch euch verzaubern…

Die Nordkalottruta, üblich ist auch die Bezeichnung Nordkalottleden, ist ein markierter Wanderweg. Er wurde 1993 in Zusammenarbeit der Wandervereine der drei beteiligten Länder Norwegen, Schweden und Finnland eröffnet. Mehrere kürzere Wege, die schon existierten, wurden zu einem fast 800 km langen zusammengesetzt. Unterwegs wird zehnmal die Grenze passiert. Ihr müsst natürlich nicht den kompletten Pfad absolvieren. Es bieten sich Tagestouren unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade an. Die volle Strecke im Winter zu absolvieren, wird nur den erfahrensten Wanderern empfohlen. Die meisten sind im Juli und August unterwegs. Aber auch im Sommer ist das eine kräftezehrende Tour. Die richtige Ausrüstung und Erfahrung für Gebirgstouren sind wichtig. Ihr solltet zudem eine Karte mitnehmen, auch wenn der Weg als markiert gilt.

Der Nordkalottleden startet in der Finnmark in Kautokeino schlängelt sich durch das Dreiländereck und endet in Sulitjelma, eine ehemalige Bergarbeitersiedlung in der Nähe von Fauske (Nordland). Mit rund 380 km hat Norwegen den größten Anteil an der Wegstrecke. Dahinter folgen Schweden mit ca. 350 km und Finnland mit 70 km. Es gibt diverse Alternativen zum eigentlichen Weg. Eine ist zum Beispiel, den Weg in Kvikkjokk in Schweden enden zu lassen. Auch der ein oder andere Abstecher zu weiteren Attraktionen etwas abseits des Hauptweges bietet sich an.

Unterwegs führt die Nordkalottruta durch mehrere Nationalparks. Auf norwegischer Seite sind das der Øvre-Dividal-, der Rohkunborri- und der Reisa– Nationalpark in Troms. In Schweden werden der Padjelanta- und der Abisko- Nationalpark passiert. Oder wie wäre es mit einem Besuch der Huskyfarm in Innset? Auf alle Fälle solltet ihr bei der Treriksrøysa vorbeischauen. Das ist der Punkt, an dem sich die Grenzen der drei Länder treffen.

Entlang der Nordkalottruta gibt es an die 50 Übernachtungsmöglichkeiten. Die meisten davon sind Hütten. Die norwegischen sind verschlossen, die schwedischen und finnischen stehen offen. Die Hütten liegen oft mehr als einen Tagesmarsch auseinander, so dass ihr ein Zelt dabei haben solltet.

 

Weitere Infos zur Nordkalottruta:

ut.no

 

 

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