Skolebrød

Skolebrød

Skolebrød

Skolebrød bedeutet übersetzt Schulbrot. Der Begriff ist jedoch ein wenig irreführend und stammt wohl aus den 1950er Jahren, als man seinen kleinen Schützlingen gern ein paar Kalorien mehr in den Rucksack legte. Heute haben norwegische Schulkinder eher gesündere Snacks wie Apfel oder Müsliriegel im Ranzen. Das Skolebrød gibt es aber noch immer und ist zum Gebäck-Klassiker des Landes aufgestiegen. Süßer Hefeteig ist ohnehin sehr beliebt in Norwegen und wird für viele Gebäcke verwendet. Es gibt so einige norwegische Haushalte, die von sich behaupten, im Besitz des besten Rezeptes für Skolebrød zu sein. Skolebrød, Boller oder Skillingsbolle (Zimtkringel) passen immer und zu jeder Gelegenheit.

Das Skolebrød besteht aus einem flachen Hefeteig. Der Teig ist in der Mitte gefüllt mit festem Vanillepudding oder Vanillecreme. Zudem wird das Skolebrød mit Zuckerguss und Kokosraspeln garniert. Zu Beginn seiner Zeit wurde anstatt des Vanillepuddings eine Eiercreme verwendet.

Skolebrød gibt es nahezu überall dort in Norwegen zu kaufen, wo es auch Backwaren gibt und ist neben „Pølse med Lompe“ ein absolutes Muss bei einer Reise nach Norwegen, denn es ist ein Klassiker. Doch sollte die nächste Reise in das wunderschöne Land noch in allzu ferner Zukunft liegen, gibt es hier Abhilfe. Alle Zutaten für das Skolebrød bekommen wir in Deutschland zu kaufen und das passende Rezept gibt es natürlich hier in der Norwegenstube:

Zutaten:

  • Milch 500 ml
  • Hefe 1 Würfel
  • Zucker 150 g
  • Mehl 1 kg (Typ 550)
  • Eier 2 Stck.
  • Salz 1/2 Tl
  • Kardamom 1 Tl
  • Backpulver 1 Tl
  • Butter 150 g
  • Vanillepudding 1 Päckchen
  • Puderzucker 250 g
  • Zitronensaft 3 EL
  • Kokosraspaln
  • etwas Zeit

500 ml Milch lauwarm erwärmen. 1 Würfel frische Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit wenig lauwarmer Milch und 50 g Zucker glatt rühren. 10 Minuten stehen lassen. Die restliche Milch, 1 kg Mehl (Typ 550), 100 g Zucker, 2 Eier, 1 Tl Kardamom, 1 Tl Backpulver und 1/2 Tl Salz zufügen und mit dem Knethaken der Küchenmaschine bei geringer Geschwindigkeit 8 Minuten kneten. 150 g zimmerwarme Butter würfeln und nach und nach zufügen. Bei hohem Tempo weitere 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Schüssel mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten, in 20 Stücke teilen und zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Inzwischen 1 Päckchen Vanillepudding nach Packungsangabe kochen und lauwarm abkühlen lassen. Teiglinge zu kleinen Fladen formen, auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche geben und zugedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen. 1 Eigelb mit 2 EL Milch verquirlen. In die Fladen eine Mulde drücken, mit je 1 El Pudding füllen. Die Fladen mit Eigelb bestreichen und nacheinander im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas Stufe 3, Umluft 180 Grad) auf der 2. Schiene von unten 15–20 Minuten backen. Abkühlen lassen. 250 g Puderzucker und 2–3 EL Zitronensaft verrühren. Die lauwarmen Fladen mit Zuckerguss bestreichen und mit 30 g Kokosraspeln bestreuen. Am besten frisch servieren.

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Hamar Domkirkeodden

Domkirke im Gebäude aus Glas

Die Hamar Domkirkeodden ist eine kleine Landspitze, angrenzend an dem See Mjøsa, in der knapp 30.000 Einwohnerstadt Hamar.
Auf der Landspitze befindet sich eine Ruine, von einer aus dem Mittelalter stammenden Domkirche. Der Bau der Kirche begann etwa 1152 und wurde 1200 fertig gestellt. 1567 wurde der Dom zu Hamar allerdings im Krieg von den Schweden zerstört.
Da diese Ruinen zu den wichtigsten und prachtvollsten Norwegens gehören, wollte man sie für die Nachwelt erhalten und vor dem Verfall retten. 1987 wurde der Beschluss gefasst ein Gebäude aus Stahl und Glas zum Schutze dieser Ruinen zu bauen, um das Klima um die Ruinen herum zu kontrollieren. Das Projekt zum Bau des Gebäudes wurde ausgeschrieben und der Architekt Kjell Lund bekam den Zuschlag. 1998 fand nach Ausgrabungen rund um die Ruinen und dem Bau des Gebäudes, die feierliche Eröffnung statt. Die Anlage trägt den Namen Hamardomen. Die Ruinen mit ihrem Gebäude zum Schutze sind ein Bestandteil des Hedmarksmuseum, welches sich wenige nur wenige Meter entfernt liegt.

Lageplan des Hedmarkmuseums

Lageplan des Hedmarkmuseums

Die Domkirkeodden und Umgebung ist aber mehr als nur die Ruhestätte einer alten Kirche. Das Hedmarkmuseum – Hedmark ist eine Region, ähnlich eines deutschen Bundeslandes, in Norwegen – bietet seinen Besuchern kostenlosen Eintritt in seine „Freiluftabteilung“. Das Freiluftmuseum liegt ebenfalls idyllisch am Mjøsa. Im Umkreis der Domkirkeodden liegen insgesamt 65 antiquarische Gebäude, die vom Lande rund um Hamar, hierher verlegt wurden. Das Freiluftmuseum verschafft einen guten Eindruck des damaligen Baustils, vom großen Hof bis zur kleinen Hütte.
Dieser Teil von Mjøsas „Strand“ lockt aber auch zu jeder Jahreszeit viele Norweger der Umgebung an. Sie packen sich Getränke und etwas zu essen ein, um etwas Zeit am Wasser zu verbringen. Besonders im Winter hat dieser Ort etwas ganz besonderes: Das Wasser vom See hat sich zurückgezogen und legt Stellen frei, die im Sommer im verborgenen liegen, Mjøsa ist zum Teil gefroren und Nebelschwaden schweben über dem See. In der Adventszeit werden einige Wege der Häuser von Kerzen beleuchtet und weihnachtlich geschmückt.

Freiluftmuseum

Freiluftmuseum

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