DNT – der norwegische Wanderverein

DNT-LogoDen Norske Turistforening (DNT) ist mit über 246.000 Mitgliedern die größte Organisation für Outdoor-Aktivitäten in Norwegen. Der DNT steht für vielseitige und umweltfreundliche Aktivitäten in der Natur und die Bewahrung von natürlichen und kulturellen Werten. Mit einem über das ganze Land verteilten Wegenetz, Hütten und Rastplätzen lädt er ein, die Natur Norwegens hautnah zu erleben…

DNT-Wanderung

På tur, Foto: M. Jürgensen

Am 21. Januar 1868 gründete der norwegische Bankier und Politiker Thomas Heftye den DNT. In der Anfangszeit des Wandervereins waren ausschließlich Männer aus den oberen Bevölkerungsschichten in ihm organisiert. Sie waren damals die einzigen, die die Zeit hatten, zum Vergnügen in die Berge oder den Wald zu gehen. Erst ab 1920 traten auch Menschen aus dem einfachen Volk dem Verein bei. Insbesondere die Einwohner Oslos nahmen dieses Angebot gern in Anspruch, und so waren es auch die Umgebung Oslos und die Wälder des Østlandet, in denen als erstes die Wege markiert wurden.
Der Wanderverein hat seitdem einen ständigen Zuwachs an Mitgliedern, in den 1930er Jahren waren es 20.000, 2012 schon 245.000. Die Mitglieder sind in 57 selbständig arbeitenden Mitgliedsverbänden und lokalen Wandervereinen organisiert.

Heute stehen etwa 20.000 km mit dem roten “T” markierte DNT-Wanderwege und 6.500 km an Skiwanderrouten, die mit Stöcken gekennzeichnet sind, zur Verfügung. Über alle Regionen Norwegens verstreut findet der Wanderer mehr als 490 DNT-Hütten mit über 8.000 Betten. Die Hütten reichen von ganz einfachen, unbewirtschafteten Unterkünften bis zu großen Berghotels.
Engagierte Mitarbeiter und Tausende von ehrenamtlichen Helfern bauen und unterhalten die Hütten, pflegen und markieren die Wanderwege und veranstalten Gruppenwanderungen und Kurse. Die Wandervereine gehen dabei auf unterschiedliche Bedürfnisse ein, so gibt es Touren für Kinder und Familien mit Kindern, aber auch Seniorentouren. Spezielle Angebote wie Klettertouren und Gletscherwanderungen stehen ebenfalls auf dem Programm.

DNT-Rastplatz

Wanderpause, Foto: M. Jürgensen

Mitglied kann jeder werden, also auch Nichtnorweger. Die Mitgliedschaft hat viele Vorteile, so ist die Übernachtung in den DNT-Hütten billiger, nur als Mitglied kann man an Gruppenwanderungen, Gletscher- und Kletterkursen teilnehmen und ihr bekommt Vergünstigungen bei vielen Outdoor-Ausstattern in Norwegen, bei der norwegischen Eisenbahngesellschaft NSB und sogar in den Hütten der schwedischen, finnischen und isländischen Wandervereine. Viele privat bewirtschaftete Hütten und Berghöfe gewähren ebenfalls Rabatt nach Vorzeigen der DNT- Mitgliedskarte. Wenn ihr in einer unbewirtschafteten DNT- Hütte übernachten wollt, müsst ihr euch den Schlüssel holen. Den bekommen aber nur Mitglieder ausgehändigt.
Der Jahresbeitrag kostet derzeit 590 NOK. Schon mit der dritten Hüttenübernachtung rentiert sich das. Für Kinder, Jugendliche, Studenten und Senioren gibt es Ermäßigungen.
Die Mitgliedschaft könnt ihr direkt auf www.turistforeningen.no beantragen.

 

Weitere Infos unter:
www.turistforeningen.no

 

 

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  3. Helga Rahe sagt:

    Guten Tag,
    bitte löschen Sie alle Einträge zu NACH NORDEN
    bzgl. DNT Mitgliedschaft, die Firma wird demnächst geschlossen.
    Danke.
    MFG
    Nach Norden, Helga Rahe

    • Kathrin sagt:

      Hallo Frau Rahe,
      danke für den Hinweis! Die Links sind entfernt.

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Wie bekommt man in Norwegen einen Job?

Wikipedia, Ssu

NAV- Arbeids- og velferdsetaten

Vor allem interessierte und potenzielle Auswanderer stehen irgendwann vor den Fragen „Wie bekommt man in Norwegen einen Job?“ oder „Ist es schwer in Norwegen einen Job zu bekommen?“. Die einzig richtige Antwort ist natürlich: „Es kommt darauf an“. Es kommt auf die Schulbildung an. Es kommt auf die Ausbildung an. Es kommt darauf an, wie gut man Norwegisch spricht. Und es kommt darauf an, wie viel Glück man hat. Es gibt keine absolut richtige Antwort aber es gibt auch in Norwegen wie so häufig keine Abkürzungen.

Es gibt häufig zwei Gründe, weshalb Auswanderer Norwegen als Arbeitsort wählen: Geld und Erlebnisse. Norwegen zahlt sehr hohe Gehälter und bietet gute Arbeitsbedingungen. Mit fünf Wochen bezahltem Urlaub, Mutterschaftsurlaub und Vaterschaftsurlaub, ebenfalls bezahlt. In Norwegen muss man weniger arbeiten für mehr Lohn. Dem gegenüber stehen natürlich auch etwas höhere Kosten als in Deutschland. Ein höheres Einkommen verursacht mehr Steuern (durchschnittlich 36%), hinzu kommen höhere Lebenshaltungskosten und sehr hohe Preise für Luxusartikel wie z.B. Autos. Wobei dabei anzumerken ist, dass die Preise für Elektronikartikel, je nach Wechselkurs, sehr denen in Deutschland ähneln.

Wenn Leute in Norwegen leben wollen um die Kultur, die Menschen oder die Umwelt zu erleben oder Erfahrungen zu sammeln, dann können diese manchmal auch schwieriger werden als zunächst angenommen. Doch kommen wir nun zurück zu unserer Fragestellung: Wie bekommt man in Norwegen einen Job? Im Grunde ist es wie auch in jedem anderen Land. Zunächst ist es sinnvoll, wenn man sich auf Webseiten von national und international vertretenen Unternehmen umschaut. Denn diese bieten in Norwegen i.d.R. eine sehr gute Übersicht über verfügbare Stellen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Stellenanzeigen der lokalen Tages- und Wochenzeitungen zu lesen, und zu Job-Messen zu gehen, auf denen Firmen sich und ihre offenen Stellen vorstellen. Hierzu muss man ein ausreichendes Maß an Norwegisch verstehen und sprechen, denn obwohl die meisten Norweger auch Englisch sprechen, ist es sinnvoll, sich vorher mit der norwegischen Sprache auseinanderzusetzen. Der häufigste Weg, in Norwegen einen Job zu bekommen, ist die Mund-zu-Mund-Propaganda. Hierzu ist es wichtig, vor Ort zu sein und zu kommunizieren, um Leute kennenzulernen, die wieder andere Leute kennen und so weiter.

Auch in Norwegen ist es von großem Vorteil, in einem Beruf zu arbeiten, der auf eine große Nachfrage trifft. In den Bereichen Gesundheitswesen, Öl (Maschinenbau), Krankenhaus, Bildung, Management und der Informationstechnologie finden sich häufig gute Arbeitgeber für „Nicht-Norweger“. Eine gute Schulbildung und Ausbildung ist nahezu unerlässlich, um in Norwegen Arbeit zu finden und es ist hart, einen durchschnittlichen Job ohne einen Bachelorabschluss zu bekommen. Noch schwieriger ist es, einen sehr gut bezahlten Job ohne einen Masterabschluss zu bekommen. Der Grund dafür: In Norwegen ist es unheimlich einfach, Bildung zu bekommen, sie ist nämlich überall im Land kostenlos und man muss sich also gegen sehr gut gebildete Norweger beweisen. Völlig unabhängig davon sind natürlich die Erfahrungen, die man bereits bei seinem bisherigen Arbeitgeber sammeln konnte. Und auch in Norwegen ist es möglich, klein anzufangen um sich hochzuarbeiten.

Der einfachste Weg, um sich vorab auch von Deutschland aus zu informieren und freie Stellen zu suchen, ist über das Online-Portal der „norwegischen Bundesagentur für Arbeit“ (www.nav.no) . Jeden Tag in der Woche werden alle Stellenanzeigen aus den Zeitschriften, Unternehmenswebseiten und ihnen von Unternehmen zugetragenen freien Stellen gesammelt und in die Datenbank eingetragen. Diese Datenbank gibt einem also eine vorerst sehr gute Übersicht über den norwegischen Arbeitsmarkt. Auch über die große Stellenbörse auf der Seite www.finn.no findet man viele freie Stellen. Der jedoch beste Weg in Norwegen einen Job zu finden ist zum Teil auch der schwierigste: lebe in Norwegen, sei gut ausgebildet, spreche die Sprache und habe ein gutes Netzwerk vor Ort.

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