Finnsnes – das Tor zur Insel Senja

Finnsnes

Foto: www.botnhamn.com

Finnsnes ist eine charmante Kleinstadt in Nordnorwegen, die landschaftlich sehr schön auf einer Landzunge an der Ostseite des südlichen Endes des Gisundes gelegen ist. Durch die 1.147 m lange Gisundbrücke ist der Ort mit der Abenteuerinsel Senja verbunden. Geprägt ist die Region vom Fischfang, der nach wie vor lebendig ist. Einen gewissen Grad an Bekanntheit hat der Ort durch das in jedem Sommer stattfindende Festival Finnsnes i fest erlangt…

Finnsnes ist der Verwaltungssitz der Kommune Lenvik in der nordnorwegischen Provinz Troms. Rund 4.600 Einwohner leben in der Stadt, die 70 km südwestlich von Tromsø zu finden ist. Sie ist ein wichtiges Handels- und Dienstleistungszentrum für die Region Midt-Troms und hat seit dem Jahr 2000 den Stadtstatus. Finnsnes ist ein Anlaufpunkt der Hurtigruten und verfügt über Schnellbootverbindungen nach Tromsø und Harstad. Der Ort ist stark am Wachsen. Aus Mangel an Wohnungen und Häusern werden Wohnblöcke etwas außerhalb des Zentrums gebaut. Im Stadtzentrum selbst findet ihr jede Menge Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants.

Finnsnes ist vor allem ein guter Ausgangspunkt für Touren per Fuß, Auto oder Boot in die Umgebung. Die Stadt ist bekannt als das Tor zu Insel Senja, die als Märcheninsel Norwegens oder Norwegen in Kleinformat bekannt ist. Die meisten Touristen zieht es auch dorthin. In der Stadt selbst lohnt sich ein Besuch des Stadtparks, der mit einem natürlichen See und der Kirche aufwartet.

 

Weitere Infos:

www.hurtigruten.de

 

 

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Narvik - Hafenstadt nördlich des Polarkreises

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Im Hafen von Narvik

Narvik am immer eisfreien Ofotfjord ist bekannt für seinen großen Hafen, die Ofotbanen, die seit 1902 Erz aus dem schwedischen Kiruna hierher transportiert und die sehr guten alpinen Skianlagen, auf denen regelmäßig Rennen stattfinden. Traurige Berühmtheit erlangte die Stadt im II. Weltkrieg, als sie in der Schlacht um Narvik zwischen deutschen und alliierten Truppen fast vollständig zerstört wurde.
Narvik hat heute knapp 19.000 Einwohner und ist das Verwaltungs- zentrum der gleichnamigen Kommune…

Am Ende des 19. Jahrhundert war der Ort noch ein kleines, verschlafenes Fischerdorf. Im nicht weit entfernten schwedischen Kiruna, bei Narvik erreicht das norwegische Festland seine schmalste Stelle, wurden zu dieser Zeit reiche Eisenerzvorkommen entdeckt. Um diese zu den Industriezentren Englands und Mitteleuropas zu verschiffen, wurde 1898 mit dem Bau einer Eisenbahnlinie von den Bergwerken zum Hafen von Narvik begonnen. Vier Jahre später konnte die Strecke in Betrieb genommen werden. Das brachte den Aufschwung für Narvik – der Hafen, der dank des Golfstroms auch im Winter beschiffbar bleibt, wurde ausgebaut, und immer mehr Menschen siedelten sich hier an. Bald war der Erzhafen einer der weltweit bedeutendsten. Erst seitdem mehrere Entwicklungsländer mit dem Abbau und dem Handel von Eisenerz begonnen haben und dieses billiger anbieten, verlor Narvik an Wichtigkeit. Heute sind nur noch rund 300 Menschen mit der Verschiffung des Erzes beschäftigt.

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Rombaksfjorden, der nordöstlich von Narvik zu finden ist

Narvik an sich ist keine schöne Stadt. Beim Wiederaufbau nach dem II. Weltkrieg wurden anstelle der für Norwegen typischen Holzhäuser weniger ansehnliche Steinbauten errichtet. Historische Gebäude gibt es gar nicht mehr. Die wohl größte Attraktion der Hafenstadt sind die riesigen, 1977 modernisierten Kaianlagen, durch die auch Führungen stattfinden. Im Zentrum Narviks findet ihr das Krigsminnemuseum. Auch der Eisenbahnpark ist einen Besuch wert. Und Narvik kann mit einer wunderschönen Umgebung punkten. Einzigartig ist die Lage des Ortes auf einer Landzunge, die von zwei Fjorden eingeschlossen wird und von einer fantastischen Bergwelt umgeben ist. Ein Paradies für Wanderer und alpine Skifahrer.
Südöstlich der Stadt erhebt sich das 1.250 m hohe Fagernesfjell. In 700 m Höhe befindet sich ein Restaurant, das mit einer Seilbahn erreichbar ist. Während der Zeit der Mitternachtssonne fährt diese sogar nachts. Das Bergmassiv Den sovende Dronning (Die schlafende Königin) prägt das Stadtbild Narviks.
Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der Ofotbanen. Die Aussicht ist aber nur auf der linken Seite des Zuges in Fahrtrichtung Schweden gut. In atemberaubenden Serpentinen schlängelt sich die Bahn um den Rombaksfjorden zum schwedischen Wintersportort Riksgränsen, der nach 1,5 Stunden erreicht ist.

 

Weitere Infos:
www.narvik.kommune.no
www.narvik.no

 

(Fotos: M. Jürgensen)

 

 

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