Größtes Mittsommerfeuer in Fjordnorwegen

"Slinningsbålet" - das große Mittsommerfeuer auf der Insel Slinning.

“Slinningsbålet” – das große Mittsommerfeuer auf der Insel Slinning.

Mittsommer feiern und dabei ein Feuer abbrennen – das ist beliebte Tradition in Norwegen, und bald ist es wieder soweit. Ein ganz besonderes Feuer legen die Jugendlichen von Ålesund am 25. Juni, wenn vor der Kulisse der Jugendstilstadt ein neuer Rekord aufgestellt werden soll! Das Sonnenwendfeuerholz soll bis auf 45 Meter Höhe gestapelt werden und das spektakulärste Mittsommerfeuer bilden, das Norwegen je gesehen hat.

Schon jetzt sind die Arbeiten für den Weltrekord-Stapel auf der Insel Slinning vor Ålesund in vollem Gange. Spätestens seit 2010, als das Feuerholz schon über 40 Meter hoch geschichtet wurde, ist das spektakuläre „Slinningsbålet“ eine Institution geworden. In diesem Jahr soll das höchste Mittsommerfeuer der Welt am 25. Juni erneut für ein loderndes Erlebnis im Norden Fjordnorwegens sorgen. Zahlreiche Zuschauer aus Norwegen und aller Welt reisen an, um dies mitzuerleben.

Die Faszination und Gefahr des Feuer sind in der Geschichte Ålesunds fest verankert, – auch weil im Jahr 1904 ein Großbrand mitten in der Stadt wütete und die meisten Bauten radikal vernichtete. Sein heutiges Stadtbild in feinster Jugendstilarchitektur verdankt Ålesund unter anderem deutschen Architekten, die von Kaiser Wilhelm II für den Wiederaufbau nach Norwegen gesendet wurden.

Anno 2016 wird die Sicherheit beim Feuermachen natürlich groß geschrieben: Das Slinning-Feuer wird strikt überwacht und ist durch die exponierte Lage auf der Insel aus sicherem Abstand zu beobachten. Je nach Wetterlage wird das Anzünden schon einmal um einige Tage verschoben, um Funkenflug oder Rauchentwicklung zu minimieren. Wer genau nachschlagen möchte, wann es soweit ist, sollte unter => Visitalesund.no nachschauen.

Noch ein Tipp: Den besten Blick auf das “Slimmingsbålet”, das größte Mittsommerfeuer der Welt, hat man vom “Hausberg” Aksla. Dies ist ein leicht zugängliches Plateau, mitten in der Ålesunder Innenstadt.

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Halden - historische Stadt an der Fredriksten-Festung

Halden

Foto: www.halden.kommune.no

Ganz im Südosten der Provinz Østfold an der Grenze zu Schweden ist Halden zu finden. Die Stadt liegt strategisch günstig zwischen einem hübschen Schärengarten auf der einen und großen Wäldern und Seen auf der anderen Seite. Halden ist eine historische Stadt am Fuße der Fredriksten-Festung, eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Norwegens. Das Stadtzentrum befindet sich rund um die Mündung des Flusses Tista in den Iddefjord

Spuren menschlicher Besiedlung des Gebietes und Grabhügel reichen zurück bis in die Steinzeit. 1580 wurde der Ort erstmalig urkundlich erwähnt als Hafen für Holz. Nachdem in der Mitte des 17. Jahrhunderts mehrere schwedische Angriffe zurückgeschlagen wurden, wurde 1665 die Stadt Fredrikshald gegründet. Zwischen 1661 und 1670 baute man alte Verteidigungsanlagen zur Festung Fredriksten aus. Auch im 18. Jahrhundert gab es immer wieder erfolglose Angriffe der Schweden. Erst 1814 wird die Festung so stark von den Schweden getroffen, dass man sie aufgab. Ein verheerender Brand zerstörte 1826 fast die ganze Stadt und die Reste der Festung. Nach dem Wiederaufbau gelang auch der wirtschaftliche Aufschwung. 1929 wurde der Ort wieder in Halden zurückbenannt.

Halden ist heute das administrative Zentrum der gleichnamigen Kommune, die im Jahre 1837 als Stadtkommune gegründet wurde. Durch Stadterweiterungen und Gebietsreformen im 20. Jahrhundert wuchs die Kommune und ist heute deutlich größer als die Stadt, in der knapp 26.000 Menschen leben.

Neben der Festung, die unter anderem das Museum für Kultur- und Kriegsgeschichte beherbergt, gibt es eine ganze Reihe denkmalgeschützter Bauten und Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Westlich des Zentrums findet ihr den Rød herregård, ein alter Gutsbesitzerhof aus dem 17. Jahrhundert, in dem sich die Verwaltung der historischen Sammlungen von Halden etabliert hat. Gut besucht ist das Fredrikshalds-Theater aus dem Jahre 1838. Es wurde nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten 1982 wiedereröffnet. Mittelalterliche Kirchen stehen in der Umgebung der Stadt in Berg, Rokke und Idd. Die Hauptkirche in Halden, die Immanuels-Kirche, ist eine Kreuzkirche aus Backstein, die 1833 erbaut wurde.

 

Weitere Infos zu Halden:

www.visitoestfold.com

 

 

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