Hovden, Magnus: Scheißrentiere

RentiereDie Nordnorweger Leif und Roy träumen davon, das schnelle Geld zu machen. Da hat Leif eine geniale Idee: ein Erlebniscamp, in dem gestresste Urlauber wie Samen leben und im Kontakt mit der Natur wieder zu sich finden können. Braucht ja niemand zu wissen, dass Leif und Roy in Wirklichkeit wenig Ahnung von den Traditionen der Samen und vor allem von Rentieren haben! Doch manche Touristen stellen echt viele Fragen, und die Geschäftsidee verwickelt sich….. “Eine amüsante Posse aus dem hohen Norden, gut komponiert, gekonnt erzählt und mit Hintersinn angereichert”, lobt die Presse.

Der Autor, Magne Hovden, geboren 1974 im norwegischen Ålesund, arbeitet als Schriftsteller, Cartoonist, Übersetzer, Literaturagent, Transportunternehmer und Goldgräber. Er hat in Norwegen mehrere Bücher veröffentlicht; »Scheißrentiere« ist das erste, das auf Deutsch erscheint. Übersetzung von Frank Zuber. Wie seine beiden Romanhelden lebt der Autor in Kirkenes, das früher als der letzte Außenposten der westlichen Welt nördlich des Polarkreises galt.

Verlag Piper, 224 Seiten.

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Skudeneshavn / Skudeneshamn

An der äußersten Südspitze der Insel Karmøy (Rogaland Fylke) liegt die alte Hafenstadt Skudeneshavn (auch Skudeneshamn genannt).  Es ist selbst für norwegische Verhältnisse eine kleine Stadt, aber sehr sehenswert wegen der Vielzahl der dort erhalten gebliebenen Holzhäuser und sie ist daher eine der am besten erhalten Altstädte Europas.

Wir erreichen Skudeneshavn am besten auf zwei Wegen: Entweder über Haugesund und die 180 Meter hohe und  ca. 690 Meter lange (und inzwischen mautfreie) Bogenbrücke über den Karmøysund, die seit 1955 in Betrieb ist. Oder über eine Fährverbindung der Nordled – Fähren von Mekjarvik über Kvitsøy, dann ist man direkt im Hafen der Stadt angekommen.

Die unter Denkmalsschutz stehende Altstadt des Ortes besteht aus ca. 130 Wohnhäusern und Speichergebäuden, fast alle aus dem frühen 18. Jahrhundert. Bei einem gemütlichen Bummel durch die Gassen der Stadt fühlt man sich fast in ein anderes Jahrhundert versetzt. Ganz ohne Superlative geht es auch hier nicht: In der Søragadå lädt „Verdens minste kafe“ (das kleinste Kaffee der Welt) mit ca. 10 Sitzplätzen zum Verweilen ein.

Wirklich das kleinste Café der Welt?

Wirklich das kleinste Café der Welt?

Richtig Rummel in der Stadt ist beim „Skudefestivalen“, bei dem jedes Jahr neben 30 -40.000 Besuchern in der Stadt über 600 Boote den Hafen bis auf den letzten Platz ausfüllen. Präsentiert werden neben Booten aller Art die norwegische Küstenkultur,  Handwerker zeigen alte Techniken z. B. im Bootsbau und in den Gassen der Stadt sind zahlreiche Marktstände aufgestellt.

Altstadt und Hafen dicht beieinander - wie fast überall in Norwegen

Altstadt und Hafen dicht beieinander – wie fast überall in Norwegen

Wer es ruhiger mag kommt besser außerhalb der Festivalzeit nach Skudeneshavn oder entflieht dem Trubel und macht einen Besuch am Leuchtturm „Geitung Fyr“ (1924), geht vielleicht zum Angeln oder zum Sonnenbaden an einen der schönen Sandstrände, zum Beispiel am Sandvesand oder Mjølhussand.  Möglichkeiten bietet die „Sommerstadt“  (Norges Sommerby, diesen Titel errang Skudeneshavn im Jahr 2004) reichlich, man muss sich nur etwas Zeit und Muße mitbringen sie zu entdecken.

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