Alta – die Nordlichtstadt

Nordlichtkathedrale in Alta

Nordlichtkathedrale in Alta
Foto: www.visitalta.no

Seitdem Alta im Jahre 2000 den Stadtstatus erhalten hat, wird der Ort Nordlysbyen (Nordlichtstadt) genannt, und das nicht ohne Grund. Jahr für Jahr zieht die größte Stadt der Provinz Finnmark tausende Besucher an, die staunend unter dem sternenklaren Nachthimmel stehen und die Lichtspiele bewundern.
Alta ist aber auch bekannt für den jährlich hier stattfindenden Finnmark-Lauf, die Felszeichnungen und das Igluhotel Sorrisniva

Alta ist das Verwaltungszentrum der gleichnamigen Kommune und beherbergt rund 14.500 Einwohner. Die Stadt liegt im Nordwesten der Finnmark am Altafjord.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1520, damals bewohnt von Samen, die vom Fischfang und der Jagd lebten. Um das Gebiet gab es wegen der reichen Fischvorkommen im Alta-Fluss Streit zwischen Schweden und den Dänen, die damals die Vorherrschaft über Norwegen hatten. Mit Beginn des 17. Jahrhunderts siedelten sich auch Norweger am Ufer des Altafjords an. Einen großen Bevölkerungsaufschwung erlebte der Ort um 1700 als eine Einwanderungswelle von Kvenen sich hier niederließ. Sie brachten die Landwirtschaft in die Region. Die Stadt ist heute noch dreisprachig – neben norwegisch sind die samische und die kvenische Sprache verbreitet.
Während des II. Weltkriegs wurde Alta von den Deutschen komplett niedergebrannt. Das einzige Gebäude, welches stehenblieb, war die Kirche. Die Bevölkerung wurde in den Süden evakuiert, kehrte aber schon im Frühling 1945 wieder zurück und baute die Stadt wieder auf.

Im Sorrisniva Igluhotel in Alta

Im Sorrisniva Igluhotel in Alta
Foto: www.visitalta.no

Neben den bis zu 6.000 Jahre alten Felszeichnungen von Alta, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen, gehört das Nordlichtobservatorium auf Haldde zum kulturellen Andenken der Stadt. Es wurde 1899 von Kristian Birkeland eröffnet, der hier umfangreiche Studien für seine Polarlichttheorie betrieb.

Auf alle Fälle lohnt sich ein Besuch des Alta-Museums. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Nordlichtkathedrale, der nördlichste Messpunkt des Struve-Bogens und das Tirpitz-Museum. Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Übernachtung im Igluhotel Sorrisniva oder eine Hundeschlittentour.
Für Naturfreunde hat die Umgebung von Alta allerhand zu bieten. Weltbekannt ist Sautso, der größte Canyon Nordeuropas. Die Region gilt als eine der besten, um Nordlichter zu beobachten. Zwischen dem 16. Mai und dem 26. Juli geht die Sonne nicht unter, die Mørketid dauert vom 24. November bis zum 18. Januar an.

 

Weitere Infos:
www.visitalta.no
www.alta.kommune.no

 

 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Hinterlasse eine Antwort

Tine

Diplom Is

Diplom Is

1.500 Millionen Liter Kuhmilch und 19,7 Millionen Liter Ziegenmilch, produziert auf fast 20.000 Bauernhöfen, werden von den norwegischen Molkereien verarbeitet. 4,3 Millionen Norweger werden täglich mit Molkereierzeugnissen versorgt. Norwegische Käsespezialitäten werden in viele Länder der Erde exportiert. TINE ist Norwegens größter Produzent, Vertreiber und Exporteur von Molkereiprodukten.

Sie ist eine Genossenschaft und im Besitz von mehr als 15.000 norwegischen Milchbauern. Jeder Bauer ist Anteilseigner der Genossenschaft. Die von den Bauern angelieferte Milch wird zu mehr als 200 verschiedenen Produkten verarbeitet, die rund um die Welt unter der Marke TINE vertrieben werden. Die international bekannten Produkte sind der Jarlsberg Käse, Snøfrisk, Ridder Käse und Gudbrandsdalen, der bekannte etwas nach Karamell schmeckende und zu 100% aus Ziegenmolke hergestellte Käse.

Die Geschichte von Norwegens Molkereigenossenschaften geht zurück bis in das Jahr 1856, und die erste norwegenweite Molkereigenossenschaft „Den Norske Meieriforening“ wurde 1881 gegründet. Die Wurzeln des heutigen Unternehmens gehen zurück bis 1928, als die „Norske Meieriers Eksportlag“ (Norwegisches Molkerei Exportunternehmen) ihren Anfang fand. 1942 änderte das Unternehmen seinen Namen zu „Norwegische Molkereiverkaufszentrale“ und in 1984 „Norske Meierier“ (Norwegische Meierei). Der uns heute so bekannte Name „TINE“ wurde erst 1992 eingeführt. Die Verantwortlichen haben eingesehen, dass sie einen eingängigeren Markennamen für ihre Molkereiprodukte benötigen.

2008 belegte TINE sogar den ersten Platz, der größten Genossenschaft in der International Cooperative Alliance.

Wie so viele andere Unternehmen hat auch TINE Tochtergesellschaften. Die wohl bekannteste und vor allem bei Kindern beliebteste Tochter ist, der Eiskrem Hersteller Diplom-Is. Es ist Skandinaviens größter Eiskremproduzent. 2005 hat das Unternehmen 51.100.000 Liter Eiskrem hergestellt. Die ersten Eiskremfabriken wurden in Norwegen um 1920 eröffnet. Von dort an hat es nicht sehr lange gedauert bis auch die Molkereien ihre eigene Marke erschufen, Diplom-Is in Oslo. Als während des zweiten Weltkrieges die Eisproduktion einbrach, gab es in ganz Norwegen viele unabhängige kleine Produzenten. Die Eigentümer waren zu dem Zeitpunkt noch regionale Molkereigenossenschaften. 1951 haben sich schließlich auch alle Eiskremhersteller zusammengeschlossen und treten seitdem gemeinsam unter der Marke Diplom-Is auf. Erst seit 2002 gehört Diplom-Is zu TINE.

© 2002 - 2024 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved