Jazz in Norwegen

Wie klingt ein Fjord? So richtig ist mir gar nicht bewusst wo ich diese Frage mal gelesen oder gehört habe. Für mich klingt er wenn überhaupt „jazzig“, denn der Jazz in Norwegen ist schon etwas Besonderes.

Die Jazzszene ist im Vergleich zur Größe des Landes beachtenswert. Ca. 400 Musiker sind im norwegischen Jazzforum zusammen geschlossen.  Und Festivals mit richtig gutem Jazz gibt es im Land der Mitternachtssonne nicht nur im Sommer. Die Jazzsaison (die ganzjährig Saison ist) beginnt hoch im Norden und in der Dunkelheit der Polarnacht.  Polar Jazz in Longyearbyen ist angesagt, dieses Jahr fand die Veranstaltung im Februar statt. Weiter geht es über Voss (Vossa Jazz) nach Trondheim und – endlich Sommer – nach Molde zum größten Festival in Norwegen, dem Molde International Jazz Festival.

Wer dieses Jahr noch Veranstaltungen besuchen möchte hat noch eine gute Auswahl:  Vom 11. – 16. August lockt das Oslo Jazz Festival. Ebenfalls im August unmittelbar vor der Veranstaltung in Oslo der Silda Jazz in Haugesund vom 6. – 10. August 2014. Im Oktober gibt es noch den DølaJazz in Lillehammer und der Kreis schließt sich wieder in Longyearbyen auf Svalbard, dieses Mal jedoch mit Blues. Dark Season Blues findet Ende Oktoder in diesem Jahr zum 12. Mal statt.

Oslo - festlich geschmückt für das Jazzfestival

Oslo – festlich geschmückt für das Jazzfestival

Jan Gabarek – geboren in 1947 – ist wohl der wichtigste Vertreter der Jazzszene in Norwegen. Er hat die Szene entscheidend geprägt, seine Improvisationen haben den nachfolgenden Generationen das Gefühl gegeben, dass „alles möglich ist“. Teilweise miteinander aber auch unabhängig voneinander haben sowohl Garbarek als auch Terje Rypdal auch nach Verbindungen zur heimischen skandinavischen Volksmusik gesucht. Darauf aufbauend haben sich viele sehr gute Musiker  in dieser nordischen Spielart des Jazz engagiert, beispielhaft seien Sidsel Endresen, Bugge Wesseltoft, Eivind Aarset und  Nils Petter Molvær genannt.

Hier mal eine Hörprobe vom Altmeister Jan Garbarek http://www.youtube.com/watch?v=IHbW2mtwZKM  und ansonsten kann man nur empfehlen eines der Festivals zu besuchen und die Vielfalt des Jazz in Norwegen zu genießen.

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Jostedalsbreen - der größte Gletscher Norwegens

Jostedalsbreen

Jostedalsbreen, Foto: welt.de

Der Jostedalsbreen ist nicht nur Norwegens größter Gletscher sondern auch der größte auf dem europäischen Festland. Der Hauptgletscher bedeckt eine Fläche von 415 km² und ist eine der meistbesuchtesten Naturattraktionen in der Provinz Sogn og Fjordane. Spektakuläre Gletscherwanderungen, Eisklettern, Kajaktouren auf den Gletscherseen und zwei Nationalparks ziehen tausende von Touristen an…

Der Jostedalsbreen ist kein Überbleibsel aus der letzten Eiszeit. Das älteste Eis im Gletscher ist heute gerade 1.000 – 2.000 Jahre alt. Zahlreiche Gletscherzungen verzweigen sich beiderseits des Hauptgletschers. Die längste seiner Zungen ist mit 15 km der Tunsbergdalsbreen. An seinen dicksten Stellen ist der Jostedalsbreen 500 – 600 m dick. Seine größte Ausdehnung beträgt ca. 100 km. Der eigentliche Jostedalsbreen erstreckt sich zwischen Lodalskåpa und Jostefonn. Rechnet man alle Gletscherzungen und die durch das Schmelzen inzwischen vom Hauptgletscher isolierten Gletscher der Umgebung hinzu, bedeckt das Eis eine Fläche von rund 800 km².

Nigardsbreen

Jostedalsbreen, hier der Seitenarm Nigardsbreen
Foto: welt.de

Es gibt viele Übergänge über den Gletscher, die schon in früheren Zeiten relativ hoch frequentiert waren. Sie bildeten die kürzeste Verbindung zwischen den Ortschaften am Nordfjord und denen in Sogn.

In den 1960er Jahren verringerte sich die Fläche des Gletschers stark, wuchs aber wegen kalter Winter mit großen Niederschlagsmengen zwischen 1988 und 1995 wieder an. Seit 2000 schmelzen die Zungen erneut, und das Volumen des Jostedalsbreen hat schon deutlich abgenommen.

Der Nationalpark wurde im Oktober 1991 eröffnet und schützt die Umgebung des Gletschers und den Gletscher selbst. Mit einer Fläche von 1.310 km² gehört er zu den größten des Landes. Fast angrenzend findet ihr den Breheimen– Nationalpark, den es seit 1995 gibt. Drei Besucherzentren sind in dem Gebiet zu finden und geben Auskunft über die Geschichte und Entwicklung des Eises und die vielen Möglichkeiten an Outdoor- Aktivitäten, die das Jostedal bietet – das Breheimsentret im Jostedal, das Jostedalsbreen– Nationalparkcenter in Stryn und das Norsk Bremuseum (Norwegisches Gletschermuseum) in Fjærland.

 

Weitere Infos:
www.jostedal.com
www.nasjonalparkstyre.no

 

 

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