Kongevegen over Filefjell (Oppland)

Kongevegen over filefjell

Mauerwerk am Wegesrand zeichnen die gewundene Teilstrecke Vindhellavegen aus. Foto: visitkongevegen.no

Beim Kongevegen over Filefjell handelt es sich um die historische Königsstraße von Bergen über das Filefjell nach Christiania, dem heutigen Oslo. Lange war sie in Vergessenheit geraten, bis 2009 die norwegische Straßenbaubehörde Statens Vegvesen der geschichtlich bedeutenden Ost-West-Verbindung wieder Leben einhauchte. Als kulturhistorischen Wanderweg führt der Kongevegen nun Aktivurlauber auf die Spuren der Geschichte und durch eine faszinierende Landschaft…

Der Kongevegen over Filefjell entstand in den 1790er Jahren und war der erste Weg zwischen Ost und West, der mit einem Pferdewagen befahrbar war. Das Filefjell wurde schon seit dem Mittelalter von Menschen überquert. Der Weg über das Gebirge galt als einer der schwierigsten und gefährlichsten des Landes. Es gab viele Klagen und Streit bei den zuständigen Amtsmännern, um den Transport der Menschen und Güter einfacher zu gestalten. Der Bau der Königsstraße war seinerzeit eine große Herausforderung und der Beginn des modernen Straßenbauwesens in Norwegen. Er wurde nach dem französischen Prinzip gebaut – möglichst gerade Linienführung, gute Entwässerung und eine 4 m breite Fahrbahn. Heute gehört der 10 Meilen (110 km) lange Abschnitt zwischen Vang in Valdres und Lærdal, der zum Tourweg entlang des Kongevegen over Filefjell angelegt wurde, zu den schönsten straßenhistorischen Kulturdenkmälern des Landes.

Die Tour ist eine abwechslungsreiche Strecke vom landschaftlich schönen Valdres über das Høgfjellet auf dem Filefjell bis hinunter zur dramatischen Fjordlandschaft im Sognefjord. Die Beschaffenheit des Weges ist gut, er besteht aus unterschiedlichen Belägen wie Gras, Kies und Asphalt. Er ist auch befahrbar, die empfohlene Route für Radfahrer weicht aber von der für Wanderer ab. Von Mai bis Oktober ist der Kongevegen normalerweise passierbar.

Ihr könnt die komplette Tour in Angriff nehmen. Entlang der Strecke gibt es mehrere Gaststätten und Unterkünfte, aber auch das Zelten ist möglich. Wer mit Kindern unterwegs ist oder keine mehrtägige Tour machen will, dem sei empfohlen, sich eine Unterkunft zu suchen und von dort Tagestouren zu unternehmen. Besonders beliebt und schön sind Vindhellavegen, Kvamskleiva, Øye stavkyrkje – Tyinkrysset, Kyrkjestølen – Maristova, Galdane und Gamle Lærdalsøyri.

 

Weitere Infos:

visitkongevegen.no

 

 

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Nordische Filmtage Lübeck

Nordische Filmtage Lübeck

Nordische Filmtage Lübeck

Die Nordischen Filmtage Lübeck fanden in diesem Jahr zum 55. Mal statt. 1956 ergriff der Lübecker Filmclub die Initiative und veranstaltete die Filmtage zum ersten Mal. 1971 übernahm die Stadt Lübeck die Trägerschaft des Festivals und richtet es seither in Zusammenarbeit mit den Filminstituten und Filmstiftungen Skandinaviens und den Filminstitutionen der baltischen Länder aus.

Die Filmtage Lübeck haben in Deutschland und Europa ein Alleinstellungsmerkmal. Präsentiert werden ausschließlich Filme aus dem Norden und Nordosten Europas und dadurch ist es auf diesem Kontinent gleichzeitig das größter seiner Art.

Jedes Jahr werden Ende Oktober/Anfang November fünf Tage lang die neuesten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Schweden und natürlich Norwegen vorgestellt.

Ein großer Meilenstein für den norwegischen Film wurde im vergangenen Jahr mit dem Spielfilm Kon-Tiki erreicht. Der Abenteurer Thor Heyerdal ist mit dem gleichnamigen Floß 1947 über den Pazifik gesegelt. Er wollte mit seiner Crew beweisen, dass es möglich gewesen ist, Polynesien von Südamerika aus zu besiedeln. Diese Reise hat er dokumentarisch mit einer Kamera festgehalten und 1952 dafür einen Oscar erhalten. Die Verfilmung dieser Reise von 2012 war der Eröffnungsfilm der Nordischen Filmtage von 2012. Die Hauptdarsteller waren in Lübeck vor Ort um ihren Film zu präsentieren und wurden groß gefeiert. Die Verfilmung war anschließend ebenfalls für einen Oscar nominiert, doch dieses Mal hat es für Norwegen leider nicht gereicht.

In diesem Jahr standen aus Norwegen insgesamt drei Spielfilme, drei Dokumentationen, sechs Kurzfilme, neun Kinder-/Jugendfilme und zehn Filme der Retrospektive auf Programm des Festivals, welches von Linde Fröhlich, der künstlerischen Leitung, zusammengestellt wurde. Linde Fröhlich hatte 2012 die große Ehre vom norwegischen Botschafter Sven E. Svedman, im Auftrag des Königs, in den Stand des Ritters 1. Klasse des Königlich Norwegischen Verdienstordens erhoben zu werden.

In diesem Jahr konnte der norwegische Spielfilm Jeg er din bei der Jury des NDR Filmpreises punkten und gewann ex aequo mit einem dänischen Film. Der Preis war mit 12.500 EUR dotiert.

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