Mo i Rana – Stadt am Polarkreis

Mo i Rana

Foto: www.rana.kommune.no

Die Industriestadt Mo i Rana ist mit mehr als 18.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Nordnorwegens. Sie liegt direkt am Ende des Ranfjords. Es ist eine junge Stadt, die noch stark am wachsen ist. Mo i Rana ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region Helgeland. Theater, Museen und Kinos laden zum Besuch ein. Zudem punktet die Stadt mit ihrer Umgebung und der Nähe zum Polarkreis

Mo i Rana ist seit 1724 eine Pfarrei und seit den 1730er Jahren ein gut besuchter samischer Marktplatz. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde in der Nähe des Ortes mit dem Erzabbau begonnen. Der Bau einer Eisenbahnlinie und der Bergbau verlangten nach Arbeitskräften, die sich hier niederließen. Aber erst nachdem das Storting 1946 beschloss, in Mo i Rana eine staatliche Eisenhütte (A/S Norsk Jernverk) aufzubauen, strömten Arbeitskräfte aus alle Landesteilen Norwegens nach Mo i Rana, und aus dem Dorf wurde eine Stadt. 1930 zählte der Ort 1.300 Einwohner, am Ende der 1970er Jahre waren es 15.000. Im Jahre 1988 stieg der norwegische Staat aus dem Hüttenwerk aus. Heute sind es mehr als 1.600 Unternehmen, die in Mo i Rana ansässig sind. Seit 1997 hat der Ort das Stadtrecht.

Nördlich der Stadt ist der Saltfjellet– Svartisen- Nationalpark zu finden, durch den der Polarkreis verläuft und in dem auch Norwegens zweitgrößter Gletscher – der Svartisen – zu finden ist. Die Kommune Rana ist bekannt für ihre Vielzahl an Höhlen und Karstgrotten. Überhaupt ist die Umgebung der Stadt allen Outdoor- Freunden sehr zu empfehlen. Wandern, Klettern, Kajak fahren, Angeln und Jagen im Sommer, Ski laufen und Snowboarden im Winter.

 

Weitere Infos:
www.rana.kommune.no

 

 

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Hålogaland - das Land der Wikinger

Hålogaland

Quelle: www.diskusjon.no

Hålogaland ist die historische Bezeichnung Nordnorwegens. In der Zeit vor der Christianisierung war es ein eigenständiges Königreich, das die heutigen Provinzen Nordland, Troms südlich von Lyngen und Nord- Trøndelag nördlich von Namdalen umfasste. Hålogaland war die nördlichste Ausdehnung der Besiedlung durch Norweger, nur die Samen lebten noch nördlicher.
Auch heute noch werdet ihr den Begriff Hålogaland in Reiseführern und auf Infotafeln finden. Er ist weiterhin für diese Region gebräuchlich…

Das Hålogaland erscheint in geschichtlichen Quellen deutlich vor Norwegen. Bereits im Jahre 900 vor unserer Zeitrechnung hatten griechische Seefahrer Handelsbeziehungen mit den Einwohnern im Norden. Der Dichter Homer schrieb über das Land, dass es so lange Tage hat, dass der Hirte, der das Vieh abends von der Weide treibt, dem Hirten, der das Vieh morgens auf die Weide treibt, grüßen kann. Andere beschrieben ein Volk, welches sechs Monate schläft.

Dass das Reich im Hohen Norden regen Handel betrieb und ein ökonomisches Machtzentrum war, davon zeugen viele archäologische Funde. Der größte dieser Funde wurde auf der Lofoten– Insel Vestvågøya gemacht. Die Forscher gruben in Borg das umfangreichste Wikingergebäude, das je entdeckt wurde, aus. Weitere Hauptsitze befanden sich in Tjøtta, Bjarkøy, Salten, Steigen, Vågan, Andenes und Trondarnes.

Es war und ist das Meer, das den Reichtum dieser Region ausmacht. Der Dorschfang, die Heringsfischerei und Robbenjagd, der Walfang, die Jagd auf Seevögel und das Sammeln von Eiern und Federn machten die Hålogaländer zu einem wohlhabenden und mächtigen Volk. Es gab viele Marktplätze in Hålogaland. Die bekanntesten sind Torgar in Helgeland, Sandtorg im Tjeldsund, Vågan auf den Lofoten, Bjarkøy und Hillesøy in Troms. Nicht nur über den Seeweg wurden die Waren transportiert. Es gab auch Verbindungen auf dem Land nach Osteuropa und Finnland.

Erst als mit dem Gebrauch von Eisen die Landwirtschaft expandierte, kam es zu einem Einbruch im Hålogaland, da die Bodenverhältnisse und das Klima nicht günstig waren. Einige zogen nach Südnorwegen, viele aber wanderten nach Island aus.

 

Weitere Infos:

www.nfk.no/fylkesleksikon
 

 

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