Saltfjellet – Svartisen- Nationalpark (Salten)

Im Saltfjellet – Svartisen-Nationalpark

Am Bjøllåvatn, Foto: nasjonalparkstyre.no

Der Saltfjellet – Svartisen- Nationalpark ist der wohl abwechslungsreichste Nationalpark Norwegens. Vom wilden Nordfjord im Westen erstreckt sich der Park über hohe Berge und Gletscher bis hin zu fruchtigen Tälern mit üppigen Birkenbewuchs und sanft dahinplätschernden Bächen. Im Osten sind die weiten Hochebenen des Saltfjellets mit Unmengen an Geröllschutt aus der letzten Eiszeit zu finden. Das Gebiet ist bekannt für seine Karst-Grotten. Der Svartisen, der zweitgrößte Gletscher auf dem norwegischen Festland, bedeckt 370 km² des Areals…

Im Jahre 1989 wurde der Saltfjellet – Svartisen- Nationalpark eröffnet. Mit einer Gesamtfläche von 2.102 km² ist er der zweitgrößte in Norwegen und erstreckt sich über die Kommunen Beiarn, Saltdal, Rana, Meløy und Rødøy in der Provinz Nordland. An den Park grenzen die Landschaftsschutzgebiete Saltfjellet und Gåsvatnan sowie die Naturreservate Storlia und Semska-Stødi. Das gesamte Schutzgebiet zieht sich von der Grenze zu Schweden bis hin zum Atlantischen Ozean. Durch den Nationalpark verläuft der Polarkreis.

Die Samen waren die ersten, die im Gebiet des heutigen Saltfjellet – Svartisen- Nationalparks auf Jagd gingen und Fallen aufstellten. Viele Opfer- und Grabstellen aus dieser Zeit zeugen davon. Die ältesten wurden auf 800 Jahre v. Chr. datiert. Das Lønsdalen war und ist auch heute noch das Kerngebiet der Rentierhaltung. Spuren der Besiedlung aus den 19. Jahrhundert sind in den Flusstälern zu finden. Viele der alten Höfe sind inzwischen verlassen.

In einigen Tälern findet ihr Elche und einen hohen Bestand an Schneehühnern. Die Bäche sind voll mit Forellen und Saiblingen. Vielfraße und Luchse haben hier einen ausgezeichneten Lebensraum gefunden.

Der kalkhaltige Untergrund im Gebiet des Nationalparks bietet die Grundlage für eine reichhaltige Flora. Hier wachsen auch seltene Pflanzen und solche, die nur hier noch vorkommen. Das Saltfjellet wirkt wie eine natürliche Barriere für die Pflanzen- und Tierwelt und schottet diese von den angrenzenden Gebieten ab.

Saltfjellet – Svartisen- Nationalpark

Saltfjellet–Svartisen-Nationalpark

 
Der Nationalpark bietet viele attraktive Aktivitäten wie zum Beispiel Gletscherwanderungen und Höhlenbesichtigungen. Für Wanderer gibt es eine Reihe von markierten Wanderwegen und insgesamt 15 DNT-Hütten. Und auch Jäger und Angler kommen hier voll auf ihre Kosten.
Das Gebiet liegt westlich der E6, ist also mit dem Auto gut zu erreichen. Zudem gibt es eine Eisenbahnlinie, die über das Saltfjellet fährt.
 

Weitere Infos:
www.nordlandnasjonalparksenter.no

 

 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...
  1. Pingback: Junkerdal- Nationalpark (mittleres Nordland) - Norwegenstube

Hinterlasse eine Antwort

Königskrabben

Königskrabbe

Königskrabbe

Hoch im Norden Norwegens, in der Finnmark, liegen die köstlichen Königskrabben im kalten Gewässer der Barentssee. Bis zu 13 Kilo kann eine Königskrabbe auf die Waage bringen, dazu schmeckt sie hervorragend und ist gesund. Sie sieht aufgrund ihrer Größe und den langen Arme sehr furchteinflößend aus. Mit spitzen Klauen an den Beinen sieht das bis zu einem Meter große und dreizehn Kilogramm schwere Schalentier unheimlich aus.

Sie kann eine Spannweite von bis zu zwei Metern erreichen und bis zu ca. 13 Kilogramm schwer. Viele Fischer lassen riesige Fangkörbe von ihren Schiffen, um die Krabben einzufangen. Dabei sind sie häufig mehrere Wochen unterwegs. Dafür wartet aber ein satter Gewinn für die Fischer.

Groß, rot, lecker, selten. So sieht der Steckbrief der Königskrabbe aus, die hierzulande selten serviert wird. Dieser Meeresbewohner gehört zu den Exoten unter den Meeresfrüchten. Serviert wird das gekochte und ausgebrochene Fleisch mit einer Knoblauch- und/oder Cocktailsoße, Salat, und dem leckeren Weißbrot Loff. Die Zubereitung erfordert etwas Übung. Am besten bekommen dem Beinfleisch indirekte Hitze oder Garen bei Temperaturen bis maximal 60 Grad. Meistens reichen 10 bis 15 Minuten Garen in Salzwasser.

Aussehen und ungewohnter Umgang sind möglicherweise Gründe, warum frische Königskrabben selten im Handel erhältlich sind. Ganz gibt es sie so gut wie gar nicht, die Beine im sehr gut sortierten Einzelhandel.

Ursprünglich heimisch sind die Krebse im Nordpazifik vor Kamtschatka. Entdeckt wurden sie von dem deutschen Naturforscher Wilhelm Gottlieb Tilesius von Tilenau. Er erzählte von der Kamtschatkakrabbe 1804 zum ersten Mal. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der Beringsee über Alaska und Kanada bis nach Hokkaido und die Straße von Korea. Im Nordpazifik fischen Japan, Korea, Russland und die USA nach ihnen. Die Norweger fischen hauptsächlich an der Küste der Finnmark, in der Barentssee. Für Touristen gibt es sogar extra Königskrabben-Safaris. Dabei können sie vom Boot aus zusehen, wie ein Taucher einen dieser Meeresungehäuer an die Wasseroberfläche bringt. Anschließend wird das Tier gekocht und zu einer Kostprobe verarbeitet. Wer einen Tauchschein hat, kann auch selbst nach den Krabben tauchen.

© 2002 - 2019 Schwedenstube by Karsten Piel All Rights Reserved