Ringerike – Norwegens Märchen- und Sagenland

Ringerike

Kongens utsikt, Foto: www.motor.no

Ringerike in der Provinz Buskerud ist das Land der norwegischen Volksmärchen und Sagen. Jørgen Moe und Peder Christian Asbjørnsen schrieben diese in der Mitte des 19. Jahrhunderts zusammen und platzierten sie hierher. Platzierten sie in eine der romantischsten Landschaften des Landes, welche am Tyrifjord liegt und geprägt ist von fruchtbaren Feldern, saftigen Wiesen und dunklen Wäldern, die sich auf sanften Hügeln abwechseln…

Ringerike ist ein uralter Name für die Gegend um den Tyrifjord, das Flachland entlang der Flüsse Randselva, Begna und Sokna und die Waldhügel um diese herum. Die älteste bekannte Namensform ist Hringariki. Wegen des fruchtbaren Bodens war das Areal schon frühzeitig besiedelt. Die Spuren reichen zurück bis vor 2.000 – 3.000 Jahre v.Chr. Noch ältere Hinterlassenschaften von nomadisierenden Volksgruppen wurden auf ca. 8.000 Jahre v.Chr. datiert. In der Eisenzeit stieg die Bevölkerungszahl und mit ihr die Anzahl der Siedlungen. Ringerike wurde schließlich ein kleines Königreich. Zwei der Könige aus der Wikingerzeit sind bekannt – Halvdan Svarte und Sigurd Syr. Um die restlichen Herrscher des Königreichs spinnen sich diverse Mythen und Sagen, die alle historisch nicht nachweisbar sind.

Die heutige Kommune Ringerike ist etwas kleiner als das historische Gebiet. Ihr administratives Zentrum ist Hønefoss. Daneben gibt es noch die Ortschaften Norderhov, Vang, Helgelandsmoen, Tyristrand, Nakkerud, Sokna und Hallingby. Etwa 70% der Bevölkerung der Kommune lebt in diesen Orten. Direkt vor den Toren der Stadt Hønefoss treffen sich drei regional wichtige Straßen und machen Ringerike so zu einem bedeutenden Drehkreuz.

Die Landschaft lädt zu Wanderungen, Angeltouren und anderen Outdoor- Aktivitäten ein. Schöne Wanderziele sind der Panoramablick Kongens utsikt, die Schlucht Mørkgonga und das gerade im Winter sehr beliebte Skigebiet um den Ringkollen. Wenn ihr lieber die Geschichte Ringerikes erkunden wollt, sei euch der Besuch des Veien kulturminnepark ein paar Kilometer nordwestlich von Hønefoss ans Herz gelegt. Es erwarten euch unter anderem ein großes Feld mit Grabhügel aus der Eisenzeit und ein restauriertes Langhaus der Wikinger.

 

Weitere Infos zu Ringerike:

www.ringerikekommune.no
www.ringerikes.museum.no

 

 

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Die Svela - eine norwegische Tradition

svela

Sveler mit Marmelade und Brunost

Eine Svela ist ein traditionelles norwegisches Gebäck. Sie sieht aus wie ein ca. 1 cm dicker Pfannkuchen, schmeckt aber etwas anders. Natron und Hirschhornsalz werden als Backtriebmittel benutzt, was der Svela einen sehr charakteristischen Geschmack verleiht.

1971 begann die Fährgesellschaft MRF, die die Gemeinden in Møre og Romsdal verbindet, Sveler an Bord zu verkaufen. Die Tradition verbreitete sich übers ganze Vestland und weiter in ganz Norwegen. Heutzutage gibt es kaum eine Fähre, die nicht Sveler verkauft. Auch in den meisten Cafés in Norwegen bekommt man Sveler, denn sie sind ein sehr leckerer und populärer “Snack” für Zwischendurch. Die Svela isst man mit Brunost (der norwegische braune Molkekäse), Marmelade oder Zucker. Oder einfach nur mit Butter. Die Svela wird von Jung und Alt gern genommen.

 

Svela- Rezept zum selbst probieren
3 Eier
125 g Zucker
1 TL Natron
1 TL Hirschhornsalz
500 ml Kefir (im Originalrezept: Tine Melk Kultur 3,8 % Fett)
200 – 250 g Weizenmehl
50 g Butter

Das Natron und das Hirschhornsalz gut mit den Eiern und dem Zucker vermischen. Kefir, Mehl und die geschmolzene Butter dazugeben und alles gut vermengen. Ca. 5 Minuten ruhen lassen.
Dann bei mittlerer Hitze in einer beschichteten Pfanne portionsweise backen. Wenn der Teig Blasen wirft, wenden und goldbraun fertig backen.

 

(Foto und Autorin: Ellen Maja)

 

 

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