Skien – Hauptstadt der Telemark

Skien wurde im Jahr 1000 als feste Siedlung erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt ist eher überschaubar groß geblieben, die gesamte Kommune Skien hat ca. 53.000 Einwohner.  Ein paar Besonderheiten / Sehenswürdigkeiten bietet aber auch diese Kleinstadt und ist durchaus einen Abstecher wert.

Da ist zuerst der Telemarkkanal zu nennen, der von der Stadt aus ins Landesinnere führt. Skien war bereits ab dem 15. Jahrhundert ein bedeutender Handelsplatz für Holz, der Bau des Kanals diente seinerzeit in der Hauptsache dazu den Transport der Stämme aus dem Landesinneren nach Skien zu beschleunigen. Auch heute noch ist die Holz- und Papierherstellung ein, oder besser der wesentliche Wirtschaftszweig der Stadt.

Für den Touristen interessant ist neben einer Fahrt auf dem Kanal – es fahren drei historische Schiffe in der Saison – natürlich die Stadt selbst, die sich am Besten bei einem gemütlichen Bummel erschließt. Die Skien Kirke, eine eindrucksvolle zweitürmige im neugotischen Stil erbaute Kirche ist auf jeden Fall sehenswert. Interessant ist auch die Ruine der Steinkirche auf dem Kapitelberg mit einer relativ gut erhaltenen Krypta.

Rückseite der Skien Kirke  Foto: Kirsten Henckel

Rückseite der Skien Kirke
Foto: Kirsten Henckel

In Skien wurde 1828 der Schriftsteller und Theaterautor Henrik Ibsen geboren. Die Stadt veranstaltet einmal im Jahr (September) ein Kulturfestival mit dem Schwerpunkt „Henrik Ibsen“, das Ibsen Theater und ein Denkmal (am Dom) erinnern an den Dramatiker und natürlich ist auch das Geburtshaus Ibsens zu besichtigen. Etwas außerhalb der Stadt gibt es im Hof Venstøp (einst dass Sommerhaus der Familie Ibsen) ein kleines Museum, dass an Ibsen erinnert.

In Skien gibt es das Projekt „Kunstnerbyen“ (Künstlerstadt), das seit 2007 in einer ehemaligen Alkoholfabrik (Spriten) aus dem Jahr 1917 zu Hause ist. Das markante Fabrikgebäude im Jugendstil ist durch die Stadt instand gesetzt worden und in Studios aufgeteilt. Aktuell sind 12 Künstler dort mit Ihren Ateliers zu Haus.  In der Spriten Kunsthall sind in wechselnden Ausstellungen Arbeiten dieser und anderer Künstler zu besichtigen.

Künstlerstadt Skien - Forever until the end Foto: Kirsten Henckel

Künstlerstadt Skien – Forever until the end
Foto: Kirsten Henckel

 

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Der Schrei

Der Schrei

Der Schrei – Wikipedia

Der Schrei ist Edvards Munchs bekanntestes Werk und damit auch eines der bekanntesten der Welt. Der 1863 in Løten, Hedmark, geborene Maler erstellte insgesamt vier fast identische Werke des Schreis, es wird der Epoche des Epressionismus zugeordnet.

Das Gemälde zeigt eine unwirkliche Umwelt und in ihr steht im Vordergrund, auf einer großen, schräg links oben aus dem Bild führenden Brücke eine Gestalt, die Hände an die Ohren gepresst, die lidlosen Augen sind wie der Mund weit aufgerissen, die Wangen eingefallen. Der haarlose Kopf ist niemandem wirklich zuzuordnen. Man weiß nicht ob es ein Mann oder eine Frau ist, oder ob jung oder alt. Es ist der Jedermann, der für alle Menschen seiner Zeit schreit, ohne Hoffnung, dass der Schrei gehört wird. Der Schrei hat keinen Inhalt – und keinen bestimmten Hörer.

Drei Exemplare sind der Öffentlichkeit zugänglich und befinden sich heute sowohl in der norwegischen Nationalgalerie als auch im Munch-Museum in Oslo. Das vierte Exemplar befindet sich in Privatbesitz. Das letzte Mal hat es seinen Besitzer, in Form einer Versteigerung, 2012 gewechselt und ist mit 119,9 Millionen Dollar das bisher teuerste verkaufte Bild. Zuständig für die Versteigerung war der deutsche Auktionator, der für das New Yorker Auktionshaus Sotheby‘s arbeitet, Tobias Meyer.

Der Schrei hat allerdings nicht immer rechtmäßig seinen Besitzer gewechselt. Zwei der Werke wurden jeweils 1994 und 2004 gestohlen. Der Diebstahl von, 1994 konnte nach nur drei Monaten aufgeklärt werden. 2004 wurde Der Schrei durch einen maskierten Raubüberfall entwendet. Doch dieses Mal war das Gemälde nicht so schnell auffindbar wie sein Doppelgänger. Erst nach zwei Jahren hat die Polizei bei einer Razzia das Werk gefunden. Das Bild hat die Strapazen nicht ohne Blessuren überstanden und dadurch musste es aufwändig restauriert werden. Im Mai 2008 wurde es nach Abschluss der Restaurationsarbeiten wieder öffentlich ausgestellt, diesmal wesentlich besser geschützt als vorher. Es soll kein unüberwindbarer Glastresor die Gemälde sichern, sondern eher andere Maßnahmen, die den Dieben kostbare Zeit rauben.

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