Stockfisch ins EU-Qualitätsregister eingetragen

Stockfisch - jetzt mit geschützter geographischer Markenbezeichnung. Foto: Visit Norway

Stockfisch – jetzt mit geschützter geographischer Markenbezeichnung. Foto: Visit Norway

Stockfisch von den Lofoten ist das erste norwegische Exportprodukt, das den Status einer rechtlich geschützten geographischen Markenbezeichnung in der EU erhält. Damit erhält die Spezialität von den Lofoten den gleichen Status wie zum Beisiel die Thüringer Rostbratwurst oder die Spreewälder Gurken in Deutschland. Nach nur drei Monaten Bearbeitungszeit hat die EU einen entsprechenden Antrag Norwegens auf “Protected Geographical Indication – PGI” für Stockfisch von den Lofoten bewilligt. Damit ist der luftgetrocknete Fisch das erste Produkt des Landes, das es in das EU-Qualitätsregister geschafft hat. Für die Bezeichnung „Stockfisch von den Lofoten“ muss mindestens eine der Herstellungsstufen, Erzeugung, Verarbeitung oder Bereitstellung, in einem fest umrissenen Herkunftsgebiet stattfinden.

Stockfisch ist für den langgestreckten Archipel Lofoten nördlich des Polarkreises ein wichtiges Symbol und seit mehr als 1000 Jahren ein wichtiges Handelsprodukt. Der Fisch gilt sowohl in Norwegen als auch in Südeuropa und Afrika als Spezialität. Bereits seit 2007 ist Stockfisch von den Lofoten in Norwegen eine geschützte Marke.

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Kaptein Sabeltann

Kaptein Sabeltann, Quelle: Wikipedia, C. Hill

Kaptein Sabeltann, Quelle: Wikipedia, C. Hill

„Kaptein Sabeltann“ ist eine frei erfundene Seeräubergeschichte. Der Texter und Komponist Terje Formoe hat sie sich 1989 ausgedacht und nur ein Jahr später, am 9. Juli 1990, im Tierpark von Kristiansand auf die Bühne gebracht.

Nicht nur die Hauptperson Kaptein Sabeltann (Kapitän Säbelzahn) wurde im ganzen Land populär, sondern auch die musikalischen Stücke rund um den Seeräuber. Es entstand ein regelrechter Seeräuber-Kult in Norwegen, der bis heute anhält: Neben den Theaterstücken und der Musik, gibt es Bücher, Zeitschriften, Filme, Serien und viele andere Spin-Off-Produkte von Kaptein Sabeltann und seinen Piraten. 2003 hat der Pirat es sogar mit dem gleichnamigen Film auf die norwegischen Kinoleinwände geschafft. Die TV-Serie „Kaptein Sabeltann – Kongen på havet“ läuft noch heute im Fernsehen. Kaptein Sabeltann ist also ein kommerzieller Erfolg in der Kinderunterhaltung in Norwegen geworden.

Schon die erste Kinder- und Familienvorstellung „Kaptein Sabeltann og skatten i Kjuttaviga“, im Tierpark von Kristiansand, war ein Riesenerfolg. Seitdem gab es keinen Sommer mehr, an dem Kaptein Sabeltann nicht sein Unwesen getrieben hat. Anfangs waren die Vorstellungen tagsüber, bis eine Testvorstellung in 1991 dazu geführt hat, dass seit 1992 alle Vorstellungen am Abend stattfinden. Die Dämmerung der Sommerabende, gepaart mit der natürlichen Umgebung der Bucht (Kjuttaviga), machten das kleine Amphitheater zur perfekten Kulisse.

Von 1990 bis 1999 ist die Besetzung nahezu die selbe geblieben. Und Terje Formoe spielte die Hauptperson Kaptein Sabeltann. Seitdem wechselt die Besetzung immer wieder. Die Inhalte der Stücke variieren nahezu Jährlich. Terje Formue ist allerdings immer noch organisatorisch in allen Bereichen hauptberuflich rund um den Seeräuber aktiv. Seit dem Start der Vorstellungen wurden über eine Million Tickets verkauft.

Im Tierpark von Kristiansand gibt es neben dem Amphitheater, der Austragungsort der Theatervorstellungen, eine „karibische Seeräuberstadt“. Dieser Themenbereich („Kaptein Sabeltanns Welt“) beherbergt einige kleine Geschäfte, Kioske und eine Hafenanlage mit dem Schiff des Piraten. Es heißt „Den sorte dame“ – „Die schwarze Dame“.

Wem der Sommer und Norwegen zu weit weg ist, um sich Kaptein Sabeltann einmal live anzuschauen, kann sich auf youtube umschauen und eine der ersten (1994, mit Terje Formoe) Aufführungen ansehen.

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