Die norwegische Südküste

Fangen wir doch einfach mal wieder mit einem Superlativ an: Die norwegische Südküste ist die nördlichste Südküste eines europäischen Landes. Was aber nicht bedeutet, dass es dort immerzu kalt ist… Nein, die norwegische Südküste überrascht durchaus oft mit sehr guten und warmen Sommerwetter.  Welche Regionen gehören nun zur Südküste? 

Die Südküste Norwegens  erstreckt sich in dem Gebiet zwischen den Orten Horten und Kristiansand. Sie bietet eine abwechslungsreiche Schärenküste mit romantischen Dörfern und Städten.  An der Küste finden wir viele geschützte Badebuchten, die ideal für einen klassischen Badeurlaub sind. Ein paar Kilometer ins Landesinnere hinein und schon wechselt die Landschaft. In der Telemark locken Wiesen und Wälder und sehr gute Wandermöglichkeiten.  Auch ein Ausflug in die Hardangervidda ist von der Küste aus möglich. Bekannt ist die Telemark jedoch vor allem durch den Telemarkkanal. Durch den Bau des Kanals im 19. Jahrhundert entstand in Südnorwegen ein Stück norwegischer Ingenieurskunst, das heute ein Anziehungspunkt für den Tourismus geworden ist.  Ein Radweg ist am Kanal entlang angelegt.

Das eigentliche Sørlandet hat eine Küstenlänge von ca.  250 km. Die Küste erstreckt sich vom Langesundfjord bis hin zum Flekkefjord im Westen. Das Sørlandet schließt die beiden Regierungsbezirke Vest-Agder und Aust-Agder ein. Trotz vieler neuer Hafenanlagen haben sich die meisten Städte an der Küste des „Südlandes“ ein beschauliches Flair bewahrt.  Beispielhaft genannt seien hier Mandal, Kristianssand, Lillesand, Arendal und Grimstad. Und auch die kleinen Dörfer haben immer noch – oder wieder – viel Charme und sind sehr gepflegt und sauber.

Küste bei Cap Lindesnes Foto: Kirsten Henckel

Küste bei Cap Lindesnes
Foto: Kirsten Henckel

Ein beliebtes Ziel im Süden des Landes ist noch heute der Leuchtturm am Cap Lindesnes, der an der südlichsten Spitze Norwegens immer noch den Seefahrern den Weg weist. In der Nähe von  Kristianssand empfiehlt sich ein Besuch im Tierpark „Dyreparken“ (Kardemomme By), der nicht nur den Kindern gefallen wird.

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Olympische Anlage in Gjøvik

Felsenhalle

Felsenhalle – Wikipedia

Obwohl Lillehammer der Hauptaustragungsort der Winterspiele von 1994 gewesen ist, gibt es auch eine olympische Anlage in Gjøvik. Denn neben Lillehammer waren auch Hamar und Gjøvik wichtige Austragungsorte dieser Spiele. Insgesamt 67 Nationen und 1739 Athleten nahmen an ihnen teil.

Zu den Olympische Winterspielen ´94, wie auch heute, dient die olympische Anlage in Gjøvik als Spielstätte für Eishockey. Insgesamt fanden 1994 16 Eishockeyspiele in dieser Halle statt. Heute ist es die Heimat der Gjøvik Mammuts. Die Halle trägt den Namen Fjellhall, zu deutsch Felsenhalle. Diesen Namen trägt sie, weil die Halle 120 Meter in den Bergfelsen gebaut wurde. Dazu wurden 120.000 m2 Fels aus dem Berg gehauen und mit 29.000 LKW-Ladungen abtransportiert. Die Spannweite der Halle beträgt 91 Meter und hat eine Höhe von 24 Metern.  Sofort nach Betreten der Halle, ist es einem Bewusst, dass man sich in einem Berg befindet. Die Halle wurde kaum, bis gar nicht verkleidet und es ist jederzeit der nackte Fels zu sehen. Bis zu 6.000 Zuschauer finden in der Felsenhalle platz, wovon 980 Stehplätze sind.

Der Bau kostete insgesamt NOK 134,6 Mio., wovon NOK 88.5 Mio. von der norwegischen Regierung bereitgestellt wurden. Am 6. Mai 1993 wurde die Eröffnung mit einem großen Fest und einer Fernseh-Liveübertragung im norwegischen Fernsehen mit 5.000 Gästen in der Halle gefeiert.

Die Halle wurde in Verbindung mit einer bereits existierenden Schwimmhalle gebaut, welche sich ebenfalls im

Eingangsbereich

Eingangsbereich

Felsen befindet. Im Winter 2008 kamen zwei Kletterwände hinzu. Das Kletterzentrum zählt zu den besten des Landes. Außerdem werden hier, wie auch in allen anderen für die Olympischen Winterspiele 1994 gebauten Hallen, Konzerte, Ausstellungen und Messen veranstaltet. Es ist die größte, sich im Berg befindende und für die Zivilbevölkerung zugängliche Halle der Welt.

Eine weitere Anlage ist die Kunsteisbahn für Rodeln und Bobsport. Sie liegt zwar nicht in Gjøvik, aber auch nicht in Lillehammer oder Hammer, sondern 15 km nördlich von Lillehammer, in Hunderfossen. Die Anlage liegt in einem Waldgebiet und bietet einen Höhenunterschied von 204 Metern, eine Länge von 1365 Metern und 16 Kurven. Dieser Bau schlug mit NOK 204 Mio. zu buche und bietet für 10.000 Zuschauer platz.

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