The Carve

Barcode Projekt, The Carve (rechts), Wikipedia, Helge Høifødt 2012

Barcode Projekt, The Carve (rechts), Wikipedia, Helge Høifødt 2012

In der Nähe des Osloer Hauptbahnhofes liegt das neue Bar-Code-Projekt. Auf sechs Flächen, die wie ein Supermarkt-Strichcode parallel angeordnet sind, entstehen individuell gestaltete Hochhäuser, die sich deutlich voneinander unterscheiden, jedoch alle . Eines dieser Gebäude ist „The Carve“.

„The Carve“ liegt inmitten des Bauprojektes und beherbergt im unteren Teil Büros, und im oberen Teil Wohnungseinheiten, sowie eine außergewöhnliche und charakteristische Terrasse, die sich in der oberen Mitte des Bauwerkes befindet. Ein zentrales Merkmal des Projektes ist es gewesen, Wohnraum und Gewerbe mit einem gemeinsamen Aufenthaltsort in einem Gebäude zu vereinen. Dies zeigt sich durch die Wahl des Materials, der Fassade, der Anordnung und Gestaltung der Fenster und anderen Details, die zusammen ein einheitliches Gesamtbild abgeben. Die acht untersten Etagen bilden die Zentrale der international agierenden norwegischen Bank DnB. Die Büros sind offen und es gibt nur wenige Einzelbüros. Ein Teil ist unterirdisch und mit den beiden westlich gelegenen Gebäuden verbunden.

Damit alle Wohnungen in “The Carve” mit möglichst viel Tageslicht und einer tollen Aussicht versorgt werden, liegen die 41 Wohnungen mit Blick auf die Stadt oder Fjord und haben eine Terrasse. In der 9. Etage von „The Carve“ beginnt der wohl außergewöhnlichste Teil des Gebäudes. Über 4 Etagen ist das Gebäude ausgehöhlt und eine über 1000 m² große Terrasse bietet allen Bewohnern und Mitarbeitern von „ The Carve“ Zugang. Der große Dachgarten dient ebenfalls als natürlicher Übergang zwischen den Wohnungen und dem kommerziellen Teil des Gebäudes. “The Carve” erhielt zudem einen Preis in der Kategorie “Mixed-Used Architecture” bei den European Property Awards in London. Es wurde von dem norwegischen Architektbüro A-Lab entwickelt und ist ein untraditionelles Gebäude sowohl in Bezug auf Design und Inhalt. Das 15-stöckige Bauwerk hat eine Grundfläche von nur 21×105 Metern. Es liegt im Stadtteil Bjørvika in der Dronning Eufemias gate 32-34. Der Bauherr ist die Oslo S Utvikling AS.

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Tilslørte bondepiker (Verschleierte Bauernmädchen)

Tilslørte bondepikerWer auf der Suche nach dem i-Tüpfelchen nach einem gelungenem Festmittag ist, für den hält die norwegische Küche das Dessert Tilslørte bondepiker (Verschleierte Bauernmädchen) bereit. Dieser Nachtisch ist nicht nur eine Gaumenfreude, sondern auch gut vorzubereiten, und selbst für den Anfänger machbar. Obendrein gibt es zum klassischen Rezept inzwischen so viele Variationen, dass für jeden Geschmack und sogar für Allergiker eine passende Alternative zu finden ist…

Ausgangsrezept für Tilslørte bondepiker

300 ml Semmelbrösel
7 TL Zucker
1 TL Zimt
150 ml Schlagsahne
300 ml Apfelmus
  1. Semmelbrösel, Zucker und Zimt mischen und in eine Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rösten. Abkühlen lassen.
  2. Schlagsahne mit etwas Zucker steif schlagen.
  3. Unmittelbar vor dem Servieren Apfelmus, Schlagsahne und Semmelbrösel in Gläser schichten.

Variationsmöglichkeiten für Tilslørte bondepiker

Die Semmelbrösel können durch Haferflocken, Kekskrümel (in der Weihnachtszeit werden gern Pfefferkuchen genommen) oder auch gehackte Nüsse oder Mandeln ersetzt werden. Auch zerbröckeltes Baiser bietet sich an. Hauptsache es wird knusprig.

Die Schlagsahne kann durch Quark, Joghurt oder auch ein Sojaprodukt ersetzt werden, Hauptsache süß und cremig.

Und das Apfelmus kann man, je nach Saison, gegen Pflaumenmus oder auch Erdbeerpüree austauschen, Hauptsache fruchtig.

Für die kostspieligeren Varianten hat der Volksmund übrigens den Namen Søkkrike Bypiker (steinreiche Stadtmädchen) erfunden.

Zu den Besonderheiten der norwegischen Produkte lässt sich sagen, dass die Schlagsahne (kremfløte) mit ihren 38 % sehr viel fettiger als die deutsche ist und damit stabiler. Ihr könnt sie also Stunden vor dem Verzehr schlagen, ohne Angst haben zu müssen, dass sie zusammenfällt. Apfelmus ist an sich kein so gewöhnliches Produkt und wird auch in den norwegischen Supermärkten nicht angeboten. Beim Selbermachen empfiehlt es sich, auf säuerliche Äpfel zurückzugreifen. Schälen, entkernen, in Stückchen schneiden, mit ein wenig Wasser und eventuell etwas Zucker weich kochen, dann pürieren. Hier hat Norwegen sehr leckere Sorten, vor allem aus den Anbaugebieten in Hardanger.

Siehe auch:
Tine- Rezept für Tilslørte bondepiker

(Autorin: Ellen Maja)

 

 

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