Ålesund und Fjordnorwegen: Selbst der Kaiser war schon hier

Jugendstil-Flair mitten in den Fjorden. Ålesund. Foto: Oldenburg Kommunikation

Jugendstil-Flair mitten in den Fjorden. Ålesund. Foto: Oldenburg Kommunikation

Auf den Spuren von Kaiser Wilhelm II. kann wandeln, wer sich nach Fjordnorwegen in das beschauliche Städtchen Ålesund begibt. Nur wenige Norwegen-Reisende wissen, dass der deutsche Kaiser hier einst tatkräftige Aufbauhilfe geleistet hat, nachdem die Stadt 1904 durch einen Brand zerstört worden war. Weil er – gleichsam als “Tourist” – so in die Region verliebt war, zögerte Kaiser Wilhelm nicht, der Stadt mit einem Teil seines Privatvermögen zu helfen. Neue Gebäude entstanden, die bis heute Jugendstilflair aus dieser alten Zeit ausstrahlen. Trotz der Ereignisse des Zweiten Weltkrieges ist bis heute eine Straße in Ålesund nach dem deutschen Kaiser Wilhelm II. benannt.

Die Reederei Fjord Line bietet in Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter Feelgood Reisen PKW-Rundtouren an, die nach Fjordnorwegen und Ålesund führen. In dem neuesten Auto-Rundreise-Katalog sind diese und weitere Touren für die unterschiedlichsten Interessen aufgelegt. Die Reisen beginnen im dänischen Hirtshals, wo die komfortablen Fähren mit Kurs auf Langesund, Kristiansand, Stavanger und Bergen ablegen. Weiter geht es im eigenen Pkw, für die Zwischenstopps sind Hotelzimmer inklusive Frühstück schon gebucht. Hier gibt es mehr Informationen über Fjord-Line und zur “Kaiser-Wilhelm-Tour”.

Übrigens baut Fjord Line seinen Service mit einer neuen, umweltfreundlichen Fünf-Sterne-Fähre aus: Am 14. Juli 2013 begibt sich die „MS Stavangerfjord“ auf Jungfernfahrt. Sie soll fortan im Wechsel mit der “MS Bergensfjord” täglich die Linie Hirtshals-Stavanger und dreimal wöchentlich Hirtshals-Bergen bedienen. Weitere Infos zum Skandinavien-Verkehr beim Verband der Fährschifffahrt und Fährtouristik e.V. (VFF)

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Sparke - skandinavische Tradition auf Kufen

Sparke

Foto: M. Jürgensen

Der spark oder sparke stammt ursprünglich aus Nordschweden. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts hat er sich auch in Norwegen verbreitet und ist heute nicht mehr wegzudenken. Ob als Transportmittel, als Sportgerät oder nur zum Spaß – der sparke wird von Jung und Alt insbesondere im Norden des Landes gern genutzt.

Der sparke ist ein Tretschlitten, der auf festem Schnee oder Eis zum Einsatz kommt. Er ist für zwei Personen gebaut und besteht aus einem Stuhl, der auf den Kufen befestigt ist und an dessen Lehne Griffe angebracht sind, mit denen der Schlitten gelenkt werden kann. Die Kufen waren ursprünglich aus Holz, sind inzwischen aber aus Stahl. Sie sind mehr als doppelt so lang wie der Stuhl und ragen hinter diesem hervor. Während eine Person auf dem Stuhl sitzt, steht die andere Person hinter dem Stuhl auf den Kufen und schiebt durch das Treten mit einem Bein den Schlitten an. Geübte sparke– Fahrer erreichen Geschwindigkeiten von 20 km/h und mehr.

Es gibt verschiedene Variationen des sparke, mit einer oder drei Kufen und mit Rädern statt Kufen. Aber diese konnten sich alle nicht durchsetzen und den Erfolg des Originals auch nur annähernd erreichen. Zudem gibt es den Schlitten in mehreren Größen.
Moderne Sportschlitten bestehen nicht mehr aus Holz und haben auch keinen Stuhl mehr. Sie bestehen nur noch aus Kufen und Lenker und können deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen als die traditionellen Schlitten.

Schon bei den Nordischen Spielen (Nordiska spelen), die zwischen 1901 und 1926 in Schweden ausgetragen wurden, standen Rennen mit dem sparke auf dem Programm. Seit 1988 findet im finnischen Ort Multia jährlich die Weltmeisterschaft im Tretschlittenfahren statt.

Weitere Infos:
Sparkpikene på Hølonda (auf Norwegisch)

 

 

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