Reisa- Nationalpark (Troms)

Reisa NP

Foto: reisa-nasjonalpark.no

Üblicherweise kommt ihr per Boot oder Kanu in den Reisa- Nationalpark. Ist man einmal drin, bieten sich gute Möglichkeiten für Bergtouren. Unter anderem führt der Nordkalottleden, ein 800 km langer Wanderweg durch den äußersten Norden Norwegens, Schwedens und Finnlands, durch den Park. Auch die Angler kommen voll auf ihre Kosten. Die Flüsse sind voll mit Fischen wie Saibling, Forelle und Lachs. Eine Vielzahl der Wasserfälle ist im Winter gefroren, so dass sie beliebte Objekte für Eiskletterer sind…

Der Nationalpark wurde 1986 ins Leben gerufen und bedeckt eine Fläche von 803 km². Er befindet sich in der Kommune Nordreisa (Troms). Drei verschiedene Kulturen haben das Reisa– Tal geprägt – Norweger, Samen und Kvenen. Sie waren entweder sesshaft oder gehörten zur Gruppe der Rentierhirten. Spuren der Besiedlung gehen zurück bis ins 16. Jahrhundert. Das Tal und die Berge ringsum waren wichtige Jagd- und Fischereigebiete. Der Kiefernwald lieferte den Rohstoff für Schreinereien und Pechbrennereien. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein verdiente sich fast jeder Hof im Tal durch die Pechbrennerei ein paar Kronen dazu. Und natürlich diente und dient der Park als Weidefläche für Rentiere.

Der Fluss Reisa hat sich im Laufe der Jahrtausende in die Gebirgshochebene eingeschnitten und damit das langgestreckte Reisa– Tal geschaffen. An den Talrändern sind mächtige Wasserfälle zu finden. Besonders beeindruckend sind der Mollis mit einer Fallhöhe von 269 m und der Imofossen, in dem sich zwei Flüsse vereinen, um die vertikale Granitwand hinab zu stürzen. Die Felswände entlang des Tals erzählen die letzten 2 Milliarden Jahre der Erdgeschichte.

Die große Variation der Landschaft bildet die Grundlage für eine reiche Flora und Fauna. Diese zählen zu den artenreichsten in Nordnorwegen. Steile Klippen und unzugängliche Waldgebiete bieten Raubvögeln den perfekten Lebensraum. In den Überschwemmungszonen der Flüsse leben Wattvögel. Vielfraße, Luchse und Polarfüchse sind hier ansässig. Auch Braunbären werden immer wieder im Park gesichtet.

Es gibt mehrere Hütten und Gammen im Reisa- Nationalpark. Ihr findet auch markierte Wanderwege. Wenn ihr Angeln oder Jagen wollt, braucht ihr die entsprechenden Genehmigungen. Es kann zu plötzlichen Wetterumschwüngen kommen, habt entsprechende Kleidung dabei.

 

Weitere Infos:

reisanasjonalpark.no

 

 

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Mit dem Motorrad nach Norwegen

IMG_0093Mit dem Motorrad nach Norwegen – unter den Motorradfahrern, außerhalb der norwegischen Grenzen, ist es wohl eher ein Geheimtipp und ein exotisches Ziel. Denn bei der Planung einer Reise mit dem Motorrad spielt sicher auch das Wetter eine Rolle. Da Norwegen häufig mit dem Vorurteil kämpfen muss, es würde dort immer regnen und kalt sein, ist es nicht unbedingt die erste Wahl unter den Urlaubszielen und schon gar nicht mit dem Motorrad als Fortbewegungsmittel. Es ist einfach zu unsicher. Doch ist es nicht auch das, was den Reiz des Motorradfahrens ausmacht? Sich treiben lassen und nicht zu wissen was hinter der nächsten Kurve für ein Wetter ist? Gerade das kann Norwegen einem passionierten Motorradfahrer bieten – Kurven und Abenteuer. Und eine einzigartige Landschaft, an der man sich einfach nicht satt sehen kann. Gerade in der Motorradsaison, im Sommer.

Von Deutschland aus gibt es drei direkte Möglichkeiten um Norwegen mit dem Motorrad anzusteuern. Die erste ist die bequeme Variante: Man fährt nach Kiel und geht an Bord der Color Magic/Fantasy und bereist Norwegen über Nacht vom Wasser aus an. Oslo ist ein guter Ausgangspunkt für tägliche Expeditionen ins Hinterland oder für die Weiterreise in den Norden. IMG_0108

Die zweite Variante ist ein guter Mittelweg zwischen einem soliden und bequemen Motorradritt: Über Flensburg besteht die Möglichkeit, unseren Nachbarn Dänemark zu erreichen. Von dort aus bietet die Color Line eine überfahrt von Hirtshals nach Larvik oder von Hirtshals nach Kristiansand an. Die Überfahrten dauern ca. drei bis vier Stunden. In Kristiansand und Larvik bietet es sich an, auf einem der zahlreichen Campingplätze, zu übernachten. Viele haben kleine Hütten, die man sich mieten kann und es bleibt einem damit erspart viel Stauraum für Zelte, Kocher und weiterem Campingequipment zu opfern. Die weitere Reise kann je nach Geschmack und Vorliebe frei gestaltet werden. Es besteht die Auswahl zwischen Küste oder Landesinnere.

Die dritte Variante, ist die spannendste und wahrscheinlich härteste – der Landweg: wobei auch dieser Weg über das Wasser führt. Mit der Fähre geht es von Puttgarden aus nach Rødbyhavn. Von dort aus ist die attraktivste Weiterreise, die über Schweden. Nach einer etwa zweistündigen Landfahrt kann Schweden am kürzesten über die Öresundbrücke oder wieder per Fähre von Helsingør (Dänemark) nach Helsingborg (Schweden) erreicht werden.

Es ist zwar eine sehr lange Strecke, die aber eine gute Möglichkeit bietet, drei der skandinavischen Länder kennenzulernen.

Trollstigen Geiranger

Egal über welchen Weg man nun Norwegen erreicht hat, sollte jeder Motorradfahrer einmal zum Geirangerfjord. Aufgrund der Berge, sind die Straßen ein Traum für jeden Biker. Die Serpentinstraßen führen einen immer höher, zu einer immer schöneren Aussicht und die Freiheit auf dem Bike scheint grenzenlos.

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