Norwegische Banknoten

Die ersten norwegischen Banknoten wurden vom Bergener Kaufmann Jørgen Thor Møhlen im Jahre 1695 herausgegeben. Laut einem königlichen Dekret vom 22. Juni 1695 erhielt er die Erlaubnis, 100.000 Reichstaler als Papiergeld zu drucken. Erst 1816 wurde die Norwegische Bank (Norges Bank) gegründet, die seitdem das ausschließliche Recht hat, Banknoten zu drucken und in den Umlauf zu bringen…

Eine Ausnahme bildete die Zeit während des II. Weltkriegs. Da es nicht immer möglich war, Kontakt zu einer Bank herzustellen, wurden an vielen Orten des Landes Notgeldscheine ausgegeben. Nach der Einführung des Goldstandards in Norwegen im Jahre 1875 garantierte die Norwegische Bank, dass die Banknoten zu ihrem Nennwert in Gold eingetauscht werden können. Diese Garantie wurde 1945 zurückgenommen.
Aktuell gibt es fünf Banknoten mit den Nennwerten 50 NOK, 100 NOK, 200 NOK, 500 NOK und 1.000 NOK. 1964 wurde die Ausgabe der 5 NOK- Note eingestellt, 1984 die Ausgabe des 10 NOK- Scheins.

Aktuelle norwegische Banknoten

 
Norwegische Banknoten: 50 NOKAuf der Vorderseite des 50 NOK- Scheins ist das Portrait des norwegischen Schriftstellers Peter Christen Asbjørnsen zusehen. Seine Erzählung En Sommernat paa Krogskoven bildet die Grundlage für die Motive im Hintergrund und auf der Rückseite des Scheins.
 

Norwegische Banknoten: 100 NOKDie wohl berühmteste norwegische Opernsängerin Kirsten Flagstad schmückt die 100 NOK- Banknote. Die Halle der Norwegischen Oper (Den Norske Opera) in Oslo ist im Hintergrund zu sehen. Die Rückseite des Scheins zeigt das Volkstheater (Folketeater) in Oslo.
 

Norwegische Banknoten: 200 NOKEine Hommage an den großartigen norwegischen Physiker und Mitbegründer der Firma Norsk Hydro Kristian Birkeland ist der 200 NOK- Schein. Die Motive im Hintergrund und auf der Rückseite der Banknote drehen sich um sein größtes Forschungsgebiet – die Nordlichter.
 

Norwegische Banknoten: 500 NOKDas Portrait der norwegischen Schriftstellerin und Literaturnobelpreis- trägerin Sigrid Undset ist auf dem 500 NOK- Schein zu finden. Der Hintergrund zeigt ein für das Gudbrandsdalen typisches Häkelmuster. Kransen heißt das erste Buch ihrer Kristin Lavransdatter– Trilogie. Der Kranz ist als Motiv auf der Rückseite zu sehen.
 

Norwegische Banknoten: 1.000 NOKDen jungen Edvard Munch, einer der bedeutendsten Maler Norwegens, zeigt die Banknote mit dem derzeit höchsten Nennwert. Im Hintergrund ist ein Teil seines Gemäldes Melankoli zu sehen. Das Bild Solen, eines seiner Hauptwerke, bildet die Grundlage für das Motiv der Rückseite der Note.
 

 
Die Norwegische Bank ist derzeit dabei, eine neue Serie von Banknoten zu entwerfen. Im Dezember 2013 rief sie zu einem Wettbewerb auf, um möglichst viele und kreative Vorschläge für die Motive der neuen Scheine zu erhalten. Der Vorstand legte das Meer als Hauptthema fest. Das Interesse und die Teilnahme am Wettbewerb waren groß. Im Herbst 2014 sollen die Gewinner bekannt gegeben werden.

 

Weitere Infos unter:
www.norges-bank.no
www.myntogseddel.no

 

 

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  1. Kathrin sagt:

    Die von der Jury ausgewählten Vorschläge für die neue Banknoten-Serie:

    http://www.norges-bank.no/Norges-Nye-Seddelserie-Havet.pdf

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Narvik - Hafenstadt nördlich des Polarkreises

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Im Hafen von Narvik

Narvik am immer eisfreien Ofotfjord ist bekannt für seinen großen Hafen, die Ofotbanen, die seit 1902 Erz aus dem schwedischen Kiruna hierher transportiert und die sehr guten alpinen Skianlagen, auf denen regelmäßig Rennen stattfinden. Traurige Berühmtheit erlangte die Stadt im II. Weltkrieg, als sie in der Schlacht um Narvik zwischen deutschen und alliierten Truppen fast vollständig zerstört wurde.
Narvik hat heute knapp 19.000 Einwohner und ist das Verwaltungs- zentrum der gleichnamigen Kommune…

Am Ende des 19. Jahrhundert war der Ort noch ein kleines, verschlafenes Fischerdorf. Im nicht weit entfernten schwedischen Kiruna, bei Narvik erreicht das norwegische Festland seine schmalste Stelle, wurden zu dieser Zeit reiche Eisenerzvorkommen entdeckt. Um diese zu den Industriezentren Englands und Mitteleuropas zu verschiffen, wurde 1898 mit dem Bau einer Eisenbahnlinie von den Bergwerken zum Hafen von Narvik begonnen. Vier Jahre später konnte die Strecke in Betrieb genommen werden. Das brachte den Aufschwung für Narvik – der Hafen, der dank des Golfstroms auch im Winter beschiffbar bleibt, wurde ausgebaut, und immer mehr Menschen siedelten sich hier an. Bald war der Erzhafen einer der weltweit bedeutendsten. Erst seitdem mehrere Entwicklungsländer mit dem Abbau und dem Handel von Eisenerz begonnen haben und dieses billiger anbieten, verlor Narvik an Wichtigkeit. Heute sind nur noch rund 300 Menschen mit der Verschiffung des Erzes beschäftigt.

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Rombaksfjorden, der nordöstlich von Narvik zu finden ist

Narvik an sich ist keine schöne Stadt. Beim Wiederaufbau nach dem II. Weltkrieg wurden anstelle der für Norwegen typischen Holzhäuser weniger ansehnliche Steinbauten errichtet. Historische Gebäude gibt es gar nicht mehr. Die wohl größte Attraktion der Hafenstadt sind die riesigen, 1977 modernisierten Kaianlagen, durch die auch Führungen stattfinden. Im Zentrum Narviks findet ihr das Krigsminnemuseum. Auch der Eisenbahnpark ist einen Besuch wert. Und Narvik kann mit einer wunderschönen Umgebung punkten. Einzigartig ist die Lage des Ortes auf einer Landzunge, die von zwei Fjorden eingeschlossen wird und von einer fantastischen Bergwelt umgeben ist. Ein Paradies für Wanderer und alpine Skifahrer.
Südöstlich der Stadt erhebt sich das 1.250 m hohe Fagernesfjell. In 700 m Höhe befindet sich ein Restaurant, das mit einer Seilbahn erreichbar ist. Während der Zeit der Mitternachtssonne fährt diese sogar nachts. Das Bergmassiv Den sovende Dronning (Die schlafende Königin) prägt das Stadtbild Narviks.
Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der Ofotbanen. Die Aussicht ist aber nur auf der linken Seite des Zuges in Fahrtrichtung Schweden gut. In atemberaubenden Serpentinen schlängelt sich die Bahn um den Rombaksfjorden zum schwedischen Wintersportort Riksgränsen, der nach 1,5 Stunden erreicht ist.

 

Weitere Infos:
www.narvik.kommune.no
www.narvik.no

 

(Fotos: M. Jürgensen)

 

 

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