Stadtbummel in Oslo – Festung Akershus

Festung Akershus

Festung Akershus

Die Festung Akershus (Akershus Festning) liegt direkt am Hafen der Stadt an der östlichen Seite des Oslofjordes. Neben dem Rathaus ist der markante Festungsbau eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

Die Festung wurde bereits in den Jahren von 1299 bis 1304 erbaut. König Håkon V. begann den Bau, der unter seinem Nachfolger Håkon VI. fertig gestellt wurde. Nach einem Brand im Jahr 1527, der den nördlichen Teil der Festung und dem sich daran anschließendem Wiederaufbau wurde die Festung aufgerüstet. Etwa Mitte des 16. Jahrhunderts erfolgte der Umbau der Burg in ein Renaissanceschloss. Seither diente die Festung als Residenz der Könige und es fanden dort die Versammlungen der Stände statt.

Nach dem teilweisen Verfall der Anlage begannen gegen Ende der 1800er Jahre Überlegungen zum Wiederaufbau und erneuter Nutzung der Festungsanlage durch das Militär. Auch als Gefängnis wurde der Bau teilweise genutzt.

Die in Norwegen eingewanderten deutschen Architekten Wilhelm von Hanno und Heinrich Ernst Schirmer entwarfen die Pläne für die Rekonstruktion und den Ausbau, der in der Zeit von 1858–1870 durchgeführt wurde. In dieser Zeit entstand das Artillerie-Magazin, neue Gefängnisbauten und die Gefängniskirche sowie Reithalle und Kommandantenhaus.

Wache in der Festung Akershus

Wache in der Festung Akershus

Nach weiteren Sanierungen  (zuletzt im Jahr 2010) wurde der heutige Zustand der Festungsanlage hergestellt. Die Festung wird nach wie vor militärisch genutzt und beherbergt unter anderem das norwegische Verteidigungsministerium und den nationalen Verteidigungsstab.

Tagsüber ist das Gelände jedoch größtenteils zugänglich. Unter anderem sind dort das norwegische Militärmuseum und das Norwegische Widerstandsmuseum untergebracht. Außerdem befindet sich auf dem Gelände an der früheren Hinrichtungsstätte des Gefängnisses das Denkmal für die norwegischen Patrioten, die an dieser Stelle zwischen 1940 und 1945 erschossen wurden.

Im Südflügel des Schlosses befindet sich in der Krypta der Schlosskirche die letzte Ruhestätte der norwegischen Könige der Neuzeit. Zur Zeit beherbergt die Krypta zwei Särge, in denen Hakon VII und Olav V. mit ihren Ehefrauen bestattet wurden.

Die Festung Akershus ist von Montag bis Sonntag von 6 – 21 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Um 13:30 Uhr ist die Wachablösung der königlichen Garde ein gern gesehenes Ereignis. Ansonsten genießt man den Bummel über die historische Anlage und den herrlichen Blick über den Hafen hinüber nach Aker Brygge und zum Rathaus, besucht eines der Museen oder das am Ufer eines kleinen Teiches gelegene Café.

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Larsen Hamar

Larsen - Tresen

Larsen – Tresen

Ein Artikel über ein Café wäre wahrscheinlich gar nicht so interessant, doch das Café Larsen in Hamar, ist auf jeden Fall einen Artikel wert. Das Larsen liegt in der Strandgata 53 in Hamar, nicht weit entfernt von dem kleinen Hafen, wo es in einem kleinen Kiosk die, so die Einwohner, beste Pølse med Lompe, der Stadt gibt.

Schon von der Straße aus strahlt das Café etwas besonderes aus. Es wirkt unheimlich individuell und einladend. Sogar im Winter stehen draußen Tische und Stühle aus Holz und Kerzen dekorieren den Eingang. Das besondere – es gibt nicht nur Getränke und Speisen, sondern auch ausgewählte Herren- und Damenbekleidung, Accessoires und kleine und größere Dekorationen und Möbel für Zuhause, wie z.B. Seifen, Lampen, das alles sehr schön in das Café integriert. Die Einrichtung besteht aus alten und neueren, teilweise restaurierten Möbeln, alles Einzelstücke und teilweise etwas einzigartig. Vom Frühjahr bis Herbst hat neben dem Café auch der Hinterhof geöffnet und es finden regelmäßig Filmabende und kleine Konzerte mit Künstlern aus der Gegend oder ganz Norwegen statt aber auch Flohmärkte statt, Lampions und Lichterketten schaffen eine tolle und gemütliche Atmosphäre.

Das Café wurde 2012 von drei Frauen, Hanne, Silje und Linn, gegründet. Bereits 2011 haben die drei davon geträumt ihr eigenes Geschäft mit Café zu eröffnen. Die größte Herausforderung war es, einen gemeinsamen Standort zu finden, sie wohnten alle in unterschiedlichen Städten. Silje und Hanne wohnten eine zeitlang in Hamar und dies war, zusammen mit dem frei werden geeigneter Räumlichkeiten, der Impuls für die drei nach Hamar zu ziehen. Zur Eröffnung 2012 kamen rund 600 Gäste und der Erfolg hält an, es ist immer gut besucht.

Auch Unternehmen, die für ihre Meetings mal einen anderen Ort als das Büro suchen, sind bei Larsen an der richtigen Adresse. Über dem Café bzw. Geschäft befindet sich ein Raum extra für Meetings. Es steht ein Projektor, Wifi, Flip-Charts und ein Tisch für 16 Personen zur Verfügung. Für das leibliche Wohl, sorgt natürlich das Café. Das Larsen ist ein absolutes Muss, wenn man in der Gegend ist!

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